Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Der Beschwerdeführer hat zwar angegeben, sich bereits im April/Mai 2010 erstmals mit dem christlichen Glauben beschäftigt zu haben, hat allerdings auch erklärt, sich erst in Schweden unter dem Einfluss seines dortigen Freundes zu einem Wechsel seines Glaubens entschlossen zu haben. In Anbetracht der erst im April 2011 - sohin wenige Tage bzw. Wochen vor den Einvernahmen durch das Bundesasylamt - erfolgten Rücküberstellung des Beschwerdeführers aus Schweden nach Ö... mehr lesen...
Entscheidungsgründe: Der Beschwerdeführer, ein afghanischer Staatsangehöriger, hat sein Heimatland verlassen, ist illegal in die Republik Österreich eingereist und hat am 26.12.2009 einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt. Im Zuge der Einvernahme vor dem Bundesasylamt am 28.05.2010 führte der Beschwerdeführer zu seinen Fluchtgründen befragt aus, dass seine Eltern im Zuge von Kampfhandlungen getötet worden seien, als er drei Jahre alt gewesen sei. Nach dem Tod seiner Elte... mehr lesen...
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Das Vorbringen der Beschwerdeführerin in der Beschwerdeverhandlung, sie sei nach ihrer ersten Asylantragstellung in Polen für mehr als drei Monate aus dem Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgereist, wurde vom Asylgerichtshof für glaubwürdig erachtet. Obgleich der Asylgerichtshof nicht verkennt, dass derartige Angaben zwecks Vereitelung des Zuständigkeitssystems der Dublin II VO auch missbräuchlich erstattet werden, kann nicht von vorneher... mehr lesen...
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e : I. Verfahrensgang und Sachverhalt: römisch eins. Verfahrensgang und Sachverhalt: 1. Der Verfahrensgang vor der Bescheiderlassung durch das Bundesasylamt ergibt sich aus dem Verwaltungsakt. Das Verfahren der nunmehrigen Beschwerdeführerin endete mit der angefochtenen Unzuständigkeitsentscheidung gemäß §§ 5, 10 AsylG in Bezug auf Polen vom 12.04.2011. Dagegen wurde rechtzeitig Beschwerde erhoben. Diese langte am 21.04.2011 hiergerichtlich e... mehr lesen...
Entscheidungsgründe: I. römisch eins. Verfahrensgang: Die nunmehr beschwerdeführende Partei hat am 3.12.2009 einen Antrag auf internationalen Schutz gestellt. Im Rahmen der Erstbefragung durch ein Organ des öffentlichen Sicherheitsdienstes am selben Tag gab die beschwerdeführende Partei zu ihren Fluchtgründen an, dass sie Afghanistan verlassen hätte, da dort Krieg herrsche und sie nicht die Schule hätte besuchen können. Im Falle der Rückkehr nach Afghanistan würden die Taliban... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Im Asylverfahren ist es nicht notwendig, dass der Asylwerber seinen Fluchtgrund beweist; im vorliegenden Fall ist jedoch der unbewiesene und unbelegte Fluchtvortrag auf Grund des fundierten, der Fluchtges... mehr lesen...
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e: I. Verfahrensgang römisch eins. Verfahrensgang 1. Der Beschwerdeführer (im weiteren kurz "BF" genannt), dessen Staatsangehörigkeit unbekannt ist, gelangte laut eigenen Angaben am 30.07.2010 illegal in das österreichische Bundesgebiet und stellte am 02.08.2010 einen Antrag auf internationalen Schutz. Im Zuge seiner Erstbefragung durch die Polizeiinspektion Traiskirchen EAST am 02.08.2010 gab er in arabischer Sprache an, seinen Herkunftssta... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Zu den Ausführungen im Beschwerdeschriftsatz, dass das Bundesasylamt ein Sprachgutachten einholen hätte müssen, um zu erkennen, dass die Angaben des BF hinsichtlich seiner Herkunft und Identität der Rich... mehr lesen...
Entscheidungsgründe: I. VERFAHRENSGANG: römisch eins. VERFAHRENSGANG: 1. Die Beschwerdeführerin stellte nach illegaler Einreise ins österreichische Bundesgebiet am 04.04.2009 einen Antrag auf internationalen Schutz. Diesen begründete sie bei der Erstbefragung am 06.04.2009 und bei einer weiteren Einvernahme vor dem Bundesasylamt am 08.04.2009 im Wesentlichen damit, dass sie in ihrem Herkunftsstaat aufgrund ihres Religionswechsels verfolgt werde. Sie bekenne sich nunmehr - wie ih... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Auch kann der Umstand, dass die Bf und ihr Ehemann noch nicht kirchlich getraut sind, nicht a priori als Indiz für eine Scheinkonversion gewertet werden, gibt es in Österreich wohl selbst eine Vielzahl vo... mehr lesen...
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e : 1. Verfahrensgang: 1.1. Der Beschwerdeführer, ein afghanischer Staatsangehöriger und Angehöriger der Volksgruppe der Hazara, stellte nach illegaler Einreise ins Bundesgebiet am 02.05.2008 als unbegleiteter Minderjähriger den gegenständlichen Antrag auf internationalen Schutz (im Folgenden: Asylantrag). Bei den niederschriftlichen Einvernahmen am 02.04.2008 vor Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes sowie am 07.05.2008 vor dem Bundes... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Auch die Berücksichtigung des Umstandes, dass es sich beim Beschwerdeführer um einen unbegleiteten Minderjährigen handelt, führt im spezifischen Fall zu keiner anderen Beurteilung der Glaubwürdigkeit. Ein... mehr lesen...
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e: Verfahrensgang und Sachverhalt: Der Beschwerdeführer beantragte am 14.09.2004 die Gewährung von Asyl. Er wurde am 20.09.2004 und am 28.03.2006 niederschriftlich beim Bundesasylamt einvernommen. Der Beschwerdeführer gab an, dass er für Baba Jobe gearbeitet habe. Baba Jobe sei Mehrheitsführer im Parlament von Gambia gewesen. Dieser habe Probleme mit der Regierung gehabt und sei ins Gefängnis gekommen. Daraufhin sei der Beschwerdeführer von de... mehr lesen...
Norm: AVG §37 AVG §45 Abs2 AVG § 37 heute AVG § 37 gültig ab 01.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998 AVG § 37 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998 AVG § 45 heute ... mehr lesen...
Begründung: : I. Sachverhalt und Verfahrensgang: römisch eins. Sachverhalt und Verfahrensgang: Der Beschwerdeführer reiste am 28.07.2004 illegal in das österreichische Bundesgebiet ein und stellte am selben Tag einen Asylantrag. Er gab an, XXXX zu heißen, am XXXX in XXXX geboren und Staatsangehöriger von Georgien zu sein. Er habe seinen Herkunftsstaat verlassen, da er in seiner Heimat ein sehr schlechtes Leben und keine Arbeit habe. Deshalb suche er um politisches Asyl in Österr... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Soweit der Beschwerdeführer in der Beschwerde moniert, eventuelle Ungereimtheiten und Ungenauigkeiten in seinen Aussagen seinen auf seine Minderjährigkeit zurückzuführen und außerdem habe es diverse Missv... mehr lesen...
Begründung: : I. Der Asylwerber ist bereits im Jahr 2005 nach Deutschland gereist, wo er am 9.2.2005 einen Asylantrag stellte (vgl. Eurodac-Treffer Aktenseite 9) Der Asylwerber behauptet, im Mai (nach anderen Angaben im Juli oder August) 2005 Deutschland verlassen zu haben, in die Russische Föderation zurückgekehrt zu sein, und sodann am 4.11.2009 von Moskau aus mittels LKW nach Österreich gereist zu sein, wo er am 7.11.2009 angekommen sei und schließlich am 9.11.2009 einen Antrag... mehr lesen...
Norm: AVG §37 AVG §45 Abs2 AVG § 37 heute AVG § 37 gültig ab 01.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998 AVG § 37 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998 AVG § 45 heute ... mehr lesen...
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e: I. Sachverhalt und Verfahrensgang: römisch eins. Sachverhalt und Verfahrensgang: Die Beschwerdeführerin, eine russische Staatsangehörige, reiste am 30.04.2004 gemeinsam mit ihrem Ehemann und den beiden Kindern unter Umgehung der Grenzkontrolle illegal in das österreichische Bundesgebiet ein und stellte am 03.05.2004 einen Asylantrag. Bei der niederschriftlichen Einvernahme vor dem Bundesasylamt am 04.05.2004 gab die Beschwerdeführerin an... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 3 Weiters geht auch der VwGH davon aus, dass ein spätes, gesteigertes Vorbringen als unglaubwürdig qualifiziert werden kann. Denn kein Asylwerber würde wohl eine sich bietende Gelegenheit zentral entschei... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 In diesem Zusammenhang sei seitens des Asylgerichtshofes ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsgerichtshof in zahlreichen Erkenntnissen die Wichtigkeit des seitens des zur Entscheidung be... mehr lesen...
Entscheidungsgründe: I. römisch eins. 1. Der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger der Russischen Föderation, reiste seinen Angaben nach am 27.02.2009 nicht rechtmäßig in Österreich ein und stellte am selben Tag einen Antrag auf internationalen Schutz iSd § 2 Abs 1 Z 13 AsylG. 1. Der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger der Russischen Föderation, reiste seinen Angaben nach am 27.02.2009 nicht rechtmäßig in Österreich ein und stellte am selben Tag einen Antrag auf interna... mehr lesen...
Norm: AVG §43 Abs4 AVG §45 Abs2 AVG § 43 heute AVG § 43 gültig ab 01.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998 AVG § 43 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998 AVG § 45 heute ... mehr lesen...
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e : I. Verfahrensgang römisch eins. Verfahrensgang 1. Der erstinstanzliche Verfahrensgang ergibt sich aus dem Verwaltungsakt des Bundesasylamtes. Der Beschwerdeführer (nachfolgend: BF) stellte am 11.11.2003 einen Asylantrag und wurde am 05.12.2003 niederschriftlich zu seinem Asylantrag einvernommen. 2. Mit Bescheid vom 12.12.2003, FZ. 03 34.719-BAE, zugestellt am 15.12.2003, wies das Bundesasylamt - ohne weitere Verfahrensschritte - den A... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Hinsichtlich der vom Bundesasylamt angenommenen, mangelnden Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers, ist über dies auszuführen, dass nach der Aktenlage jedenfalls eine psychische Beeinträchtigung des Besc... mehr lesen...
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e : I. Verfahrensgang und Sachverhalt: römisch eins. Verfahrensgang und Sachverhalt: I.1. Die Beschwerdeführerin, eine Staatsangehörige Moldawiens, stellte erstmals am 30.04.2004 einen Antrag auf internationalen Schutz. Hierzu wurde sie am 10.12.2004 vom Bundesasylamt, Außenstelle Eisenstadt, niederschriftlich einvernommen. Ihren Asylantrag hat sie damit begründet, dass sie Moldawien deshalb verlassen habe, weil sie und ihr Gatte bis zum Ja... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG §68 Abs1 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991 AVG § 68 heute AVG § 68 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013 ... mehr lesen...
Norm: AVG §45 Abs2 AVG §68 Abs1 AVG § 45 heute AVG § 45 gültig ab 01.02.1991 AVG § 68 heute AVG § 68 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013 ... mehr lesen...
Rechtssatz:
Rechtssatz: 1 Unter richtlinienkonformer Interpretation ( Art 6 der Richtlinie 2004/83/EG des Rates vom 29. April 2004) kann eine Verfolgung bzw. ein ernsthafter Schaden von nichtstaatlichen Akteuren (nur) dann ausgehen, wenn der Staat oder die Parteien oder Organisationen, die den Staat oder einen wesentlichen Teil des Staatsgebietes beherrschen, "erwiesenermaßen" nicht in der Lage oder nicht willens sind, Schutz vor Verfolgung bzw. ernsthaftem Schaden iSd Art 7 leg.cit. zu b... mehr lesen...
Entscheidungsgründe: I. Der Beschwerdeführer, ein Staatsangehöriger Armeniens, stellte am 18.12.2006 beim Bundesasylamt (BAA) einen Antrag auf Gewährung von internationalem Schutz. Dazu wurde er erstbefragt und zu den im Akt ersichtlichen Daten von einem Organwalter des BAA niederschriftlich einvernommen. Der Verlauf dieser Einvernahmen ist im angefochtenen Bescheid vollständig wieder gegeben, weshalb an dieser Stelle hierauf verwiesen wird. römisch eins. Der Beschwerdeführer, ei... mehr lesen...