Gesamte Rechtsvorschrift K-OV

Kärntner Objektivierungsverordnung

K-OV
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Stand der Gesetzesgebung: 12.12.2019
Verordnung der Kärntner Landesregierung vom 15. Dezember 1992 über
die Methoden und den Ablauf von Objektivierungsverfahren für
die Aufnahme in den Landesdienst und über die Festlegung
leitender Funktionen (Kärntner Objektivierungsverordnung)
StF: LGBl Nr 1/1993

§ 1 K-OV


1. ABSCHNITT

Allgemeine Bestimmungen

 

§ 1

Anforderungsprofil

 

(1) Grundlage für das Objektivierungsverfahren bildet das für die zu besetzende Planstelle erstellte Anforderungsprofil.

 

(2) Das Anforderungsprofil besteht aus einer Beschreibung der auszuführenden Tätigkeiten und der hiefür erforderlichen fachlichen und persönlichen Anforderungen.

 

(3) Die Erarbeitung des Anforderungsprofiles erfolgt durch die für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständige Abteilung des Amtes der Landesregierung. Im Verwaltungs- und Pflegebereich der Landes-Krankenanstalten erfolgt die Erarbeitung des Anforderungsprofils entweder durch den medizinischen Leiter, den Verwalter oder den Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem der Bedienstete aufgenommen werden soll. Bei Einzelausschreibungen ist der Dienstvorgesetzte jedenfalls einzubinden.

§ 2 K-OV


§ 2

Bewerber

 

Bewerber, die die Bedingungen der Ausschreibung nach § 5 Abs 1 lit a des Kärntner Objektivierungsgesetzes oder sonstige in der Ausschreibung als verpflichtend angeführte Voraussetzungen nicht erfüllen oder die erforderlichen Unterlagen nicht beibringen, sind in das Objektivierungsverfahren nicht einzubeziehen (§ 5 Abs 3 Kärntner Objektivierungsgesetz).

§ 3 K-OV


§ 3

Rechenregeln

 

Errechnete Durchschnittsnoten sind mit zwei Dezimalstellen zu ermitteln. Beim Auf- und Abrunden der Dezimalstellen sind die allgemeinen Rechenregeln zu beachten.

§ 4 K-OV


2. ABSCHNITT

Verfahrensschritte des Objektivierungsverfahrens

 

§ 4

Verfahrensschritte allgemein

 

Das Objektivierungsverfahren besteht aus einzelnen oder allen der nachstehend angeführten Verfahrensschritten:

1.

Beurteilung und Analyse der Bewerbungsunterlagen;

2.

Schriftliche Arbeit;

a)

praktisches Fallbeispiel;

b)

allgemeines Thema;

c)

Tests zum Nachweis praktischer Fähigkeiten, wie Rechtschreib-, Rechen-, Stenographie-, Maschinschreib- sowie sonstige fachliche Eignungstests;

3.

Psychologische(r) Persönlichkeitstest(s);

4.

Berufskundlich-psychologische Eignungstests;

5.

Interview;

6.

Bewerbergespräch.

§ 5 K-OV


§ 5

Beurteilung und Analyse

der Bewerbungsunterlagen

 

(l) Anhand der Bewerbungsunterlagen wird die Befähigung der Bewerber analysiert und beurteilt, inwieweit sie die von ihnen angestrebte Aufgabe auf Grund der bisherigen Leistungen auszuüben in der Lage sind.

 

(2) Die Beurteilung erfolgt durch mindestens zwei Gutachter nach folgenden Kriterien:

— Dauer der praktischen Erfahrung (Berufserfahrung);

— fachliche Nahebeziehung zur angestrebten Funktion;

— bisherige Leistungen (zB Zeugnisse, Laufbahn);

— jene Voraussetzungen, die laut Ausschreibung von den Bewerbern

nachzuweisen sind.

 

Mindestens ein Gutachter ist aus der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung heranzuziehen. Für den Bereich der Landes-Krankenanstalten tritt an die Stelle der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung entweder der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll.

 

Die Bewerbungsunterlagen werden von jedem Gutachter unter Zugrundelegung der genannten Kriterien mit einer Gesamtnote nach dem Schulnotensystem von eins bis fünf bewertet.

 

Die für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständige Abteilung des Amtes der Landesregierung bzw. in den Landes-Krankenanstalten der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll, hat durch Addition aller Beurteilungsnoten für jeden Bewerber und durch Division durch die Anzahl der Gutachter die Durchschnittsnote für die Beurteilung und Analyse der Bewerbungsunterlagen zu ermitteln.

§ 6 K-OV


§ 6

Schriftliche Arbeit

 

(l) Die schriftliche Arbeit muß geeignet sein, insbesondere Aufschluß über die fachliche Eignung der Bewerber zu geben.

 

(2) Die Themen- bzw. Aufgabenstellung der schriftlichen Arbeit muß im Zusammenhang mit der vorgesehenen Planstelle stehen. Die Themen bzw. Aufgaben hat (haben) der/die in Betracht kommende(n) Gutachter zu erstellen. Als schriftliche Arbeit kommen ein praktisch zu lösendes Fallbeispiel, die Behandlung eines allgemeinen Themas, Tests zum Nachweis praktischer Fähigkeiten oder eine Kombination dieser Möglichkeiten in Betracht.

 

(3) Die Dauer für die Erarbeitung der schriftlichen Arbeit ist von jenem (jenen) Gutachter(n), der/die das Thema erstellt hat (haben), angemessen festzusetzen; vier Stunden dürfen nicht überschritten werden.

 

(4) Die schriftlichen Arbeiten — ausgenommen Tests zum Nachweis praktischer Fähigkeiten — sind vor der Vorlage zur Beurteilung an die Gutachter von der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung mittels eines Zahlenschlüssels zu anonymisieren. Im Verwaltungs- und Pflegebereich der Landes-Krankenanstalten erfolgt die Anonymisierung entweder durch den medizinischen Leiter, den Verwalter oder den Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll.

 

(5) Die Beurteilung erfolgt durch mindestens zwei Gutachter. Beurteilt wird nach Beurteilungskriterien, die im vorhinein von den Gutachtern schriftlich festzulegen sind. Bei der Beurteilung werden von jedem Gutachter voneinander unabhängig alle Arbeiten unter Zugrundelegung der Beurteilungskriterien mit einer Gesamtnote nach dem Schulnotensystem von eins bis fünf bewertet; jeder Gutachter hat darzustellen, inwieweit die schriftliche Arbeit den Beurteilungskriterien entspricht. Die für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständige Abteilung des Amtes der Landesregierung bzw. der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes in den Landes-Krankenanstalten — und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll — hat durch Addition aller Beurteilungsnoten für jeden Bewerber und durch Division durch die Anzahl der Gutachter die Durchschnittsnote für die schriftliche Arbeit zu ermitteln.

 

(6) Erfolgt die schriftliche Arbeit durch Tests gemäß § 4 Z. 2 lit c, wie etwa durch Rechtschreib-, Rechen-, Stenographie- und Maschinschreibtests, sind standardisierte und/oder am Erfahrungswert adaptierte, entwickelte Tests anzuwenden. Die damit getesteten praktischen Fähigkeiten sind nach dem Schulnotensystem zu beurteilen. Die für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständige Abteilung des Amtes der Landesregierung bzw. der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes in den Landes-Krankenanstalten — und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll — hat eine Durchschnittsnote zu ermitteln.

§ 7 K-OV


§ 7

Psychologische(r) Persönlichkeitstest(s)

 

(1) Ein psychologischer Persönlichkeitstest muß geeignet sein, insbesondere über die Persönlichkeitsstruktur der Bewerber Aufschluß zu geben.

 

(2) Die zur Anwendung gelangenden psychologischen Persönlichkeitstests müssen nach allgemein anerkannten Verfahren den wissenschaftlichen Kriterien der Objektivität, Verläßlichkeit und Gültigkeit entsprechen.

 

(3) Die Auswertung von psychologischen Persönlichkeitstests hat nach vorgegebenen wissenschaftlichen Kriterien zu erfolgen. Die Auswertung ist von der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung durchzuführen, in das Schulnotensystem umzusetzen, und die Durchschnittsnoten sind zu ermitteln.

 

Für den Bereich der Landes-Krankenanstalten tritt an die Stelle der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll.

§ 8 K-OV


§ 8

Berufskundlich-psychologische

Eignungstests

 

(1) Ein berufskundlich-psychologischer Eignungstest muß geeignet sein, insbesondere über Interessenslage, Intelligenz und Leistungsfähigkeit der Bewerber Aufschluß zu geben.

 

(2) Die zur Anwendung gelangenden berufskundlich-psychologischen Eignungstests müssen wissenschaftlich fundierte, nach berufskundlichen Gesichtspunkten von Psychologen oder einem psychologischen Forschungsinstitut zusammengestellte Testverfahren sein und den wissenschaftlichen Kriterien der Objektivität, Verläßlichkeit und Gültigkeit entsprechen.

 

(3) Die Auswertung hat nach vorgegebenen wissenschaftlichen und berufskundlichen Gesichtspunkten zu erfolgen. Die Auswertung ist von der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung durchzuführen, in das Schulnotensystem umzusetzen, und die Durchschnittsnoten sind zu ermitteln. Für den Bereich der Landes-Krankenanstalten tritt an die Stelle der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll.

§ 9 K-OV


§ 9

Interview

 

(1) Das Interview ist so zu führen, daß es ein Bild über die Persönlichkeitsstruktur und die fachliche Kompetenz der Bewerber ermöglicht. Unklarheiten sind durch Nachfragen zu klären.

 

(2) Anhand des bestehenden Anforderungsprofils, insbesondere der fachlichen und persönlichen Anforderungen, ist eine Gesprächsunterlage in Form eines Interview-Leitfadens zu entwickeln, der es ermöglicht, daß allen Bewerbern in den Grundzügen die gleichen Fragen gestellt werden können. Der Leitfaden ist von mindestens einem Gutachter zu erstellen.

 

(3) Im Interview sind die Bewerber von mindestens drei Gutachtern zu beurteilen. Mindestens ein Gutachter ist aus der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung heranzuziehen. Für den Bereich der Landes-Krankenanstalten tritt an die Stelle der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung entweder der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll.

 

(4) Die Dauer des Interviews ist von jenen Gutachtern, die den Leitfaden entwickelt haben, festzulegen und darf zwei Stunden pro Bewerber nicht überschreiten.

 

(5) Im Anschluß an jedes Interview ist von jedem Gutachter auf Basis der fachlichen und persönlichen Kriterien des Anforderungsprofiles für jedes Kriterium, das im Interview erfragt worden ist, eine Schulnote von eins bis fünf zu vergeben. Die für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständige Abteilung des Amtes der Landesregierung bzw. in den Landes-Krankenanstalten der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes — und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll — hat durch Addition der einzelnen Noten, getrennt nach fachlichen und persönlichen Kriterien des Anforderungsprofiles, und durch anschließende Division pro Bewerber zwei Durchschnittsnoten (Interview-fachlich und Interview-persönlich) zu errechnen.

§ 10 K-OV


§ 10

Bewerbergespräch

 

(1) Das Bewerbergespräch ist vom künftigen Vorgesetzten und einem Gutachter aus der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung so zu führen, daß die Person und die einschlägige Erfahrung des Bewerbers beurteilt werden können. Im Bereich der Landes-Krankenanstalten tritt an die Stelle der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung entweder der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll.

 

(2) Die Gutachter (Abs 1) haben durch entsprechende Fragen die Eignung des Bewerbers für die Aufgaben und Anforderungen der konkreten Planstelle anhand des Anforderungsprofils festzustellen.

 

(3) Die Beurteilung hat durch die Gutachter am Ende des Gespräches durch Benotung des persönlichen Eindruckes und der einschlägigen fachlichen Erfahrung nach dem Schulnotensystem zu erfolgen. Die für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständige Abteilung des Amtes der Landesregierung hat durch Addition und entsprechende Division der fachlichen und persönlichen Noten die Durchschnittsnote zu errechnen. Für den Bereich der Landes-Krankenanstalten tritt an die Stelle der für die Angelegenheiten des Dienstrechts zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung entweder der medizinische Leiter, der Verwalter oder der Leiter des Pflegedienstes, und zwar entsprechend dem Bereich, in dem ein Bediensteter aufgenommen werden soll.

 

(4) Das Bewerbergespräch ist gemäß § 6 Abs 4 des Kärntner Objektivierungsgesetzes als abgekürztes Objektivierungsverfahren dann anzuwenden, wenn sich um die ausgeschriebene Planstelle nur ein Bewerber beworben hat — ausgenommen für Schreibkräfte und Kanzleikräfte.

§ 11 K-OV


3. ABSCHNITT

Ablauf und Auswertung des Objektivierungsverfahrens

 

1. Unterabschnitt

Höherer Dienst, gehobener Dienst,

gehobene medizinisch-technische Dienste,

Dienst der Sozialarbeiter,

Krankenpflegefachdienst,

Dienst der Hebammen,

Dienst der Erzieher/innen

und Kindergärtner/innen.

 

§ 11

Objektivierungsverfahren

 

(1) Für Bewerber, die sich auf Grund einer Einzelausschreibung um eine freie Planstelle für den höheren Dienst, den gehobenen Dienst, den gehobenen medizinisch-technischen Dienst, den Dienst der Sozialarbeiter, den Krankenpflegefachdienst, den Dienst der Hebammen oder den Dienst der Erzieher/ innen und Kindergärtner/innen beworben haben, hat das Objektivierungsverfahren — sofern nicht § 10 anzuwenden ist — aus folgenden Verfahrensschritten zu bestehen:

 

1.

Schriftliche Arbeit gemäß § 4 Z. 2 und § 6

2.

Psychologische(r) Persönlichkeitstest(s) gemäß § 4 Z. 3 und § 7

3.

Interview gemäß § 4 Z. 5 und § 9

 

(2) Die schriftliche Arbeit gemäß § 4 Z. 2 und § 6 kann im Falle einer Einzelausschreibung erforderlichenfalls durch berufskundlichpsychologische Eignungstests gemäß § 4 Z. 4 und § 8 ersetzt werden, wenn und soweit sie für die in Betracht kommende Planstelle einen geeigneteren Verfahrensschritt darstellen.

 

(3) Für Bewerber, die sich auf Grund einer Sammelausschreibung um freie Planstellen für den höheren Dienst, den gehobenen Dienst, den gehobenen medizinisch-technischen Dienst, den Dienst der Sozialarbeiter, den Krankenpflegefachdienst, den Dienst der Hebammen oder den Dienst der Erzieher/innen und Kindergärtner/innen beworben haben, hat das Objektivierungsverfahren aus folgenden Verfahrensschritten zu bestehen:

 

1.

Schriftliche Arbeit gemäß § 4 Z. 2 und § 6

2.

Psychologische(r) Persönlichkeitstest(s) gemäß § 4 Z. 3 und § 7

3.

Interview gemäß § 4 Z. 5 und § 9

 

(4) Die schriftliche Arbeit gemäß § 4 Z. 2 und § 6 sowie der (die) psychologische(n) Persönlichkeitstest(s) gemäß § 4 Z. 3 und § 7 können im Fall einer Sammelausschreibung erforderlichenfalls durch berufskundlich-psychologische Eignungstests gemäß § 4 Z. 4 und § 8 ersetzt werden, wenn und soweit sie für die in Betracht kommenden Planstellen einen geeigneteren Verfahrensschritt darstellen.

§ 12 K-OV


§ 12

Endauswertung

 

(1) Für die Beurteilung und Auswertung der einzelnen Verfahrensschritte gelten §§ 6 Abs 5 und 6, 7 Abs 3 bzw. 8 Abs 3 und 9 Abs 5 in gleicher Weise.

 

(2) Die sich für jeden Bewerber einer Einzelausschreibung aus den Verfahrensschritten gemäß § 11 Abs 1 ergebenden Durchschnittsnoten werden mit mathematischen Faktoren so gewichtet, daß die beiden Durchschnittsnoten aus dem Interview (Interview-fachlich und Interview-persönlich) mit insgesamt 50 Prozent, die Durchschnittsnote(n) für (den) psychologische(n) Persönlichkeitstest(s) mit 16,6 Prozent und die Durchschnittsnoten für die schriftliche Arbeit bzw. im Ersatzfall nach § 11 Abs 2 für die berufskundlich-psychologischen Eignungstests mit 33,3 Prozent in die Gesamtdurchschnittsnote einfließen.

 

(3) Die sich für jeden Bewerber einer Sammelausschreibung aus den Verfahrensschritten gemäß § 11 Abs 3 ergebenden Durchschnittsnoten werden mit mathematischen Faktoren so gewichtet, daß die beiden Durchschnittsnoten aus dem Interview (Interview-fachlich und Interview-persönlich) zusammen mit 50 Prozent, die Durchschnittsnote(n) für (den) psychologische(n) Persönlichkeitstest(s) mit 16,6 Prozent und die Durchschnittsnoten für die schriftliche Arbeit mit 33,3 Prozent in die Gesamtdurchschnittsnote einfließen. Im Ersatzfall nach § 11 Abs 4 hat die Gewichtung der Durchschnittsnote für die berufskundlich-psychologischen Eignungstests mit 50 Prozent in die Gesamtdurchschnittsnote einzufließen.

 

(4) Werden im Einzelfall Verfahrensschritte gemäß § 6 Abs 6 des Kärntner Objektivierungsgesetzes angeordnet, so haben Zuordnung und Gewichtung dieser Verfahrensschritte so zu erfolgen, wie dies in Abs 2 und 3 für die ihnen vergleichbaren Verfahrensschritte vorgesehen ist. Im Falle der Anordnung des Entfalles eines Verfahrensschrittes ist die prozentmäßige Gewichtung dieses Verfahrensschrittes aliquot auf die noch verbleibenden aufzuteilen.

 

(5) Die Gesamtdurchschnittsnote ergibt die endgültige Reihung der Bewerber.

§ 13 K-OV


§ 13

Vorselektion

 

(1) Eine Vorselektion hat zu erfolgen, wenn das Objektivierungsverfahren mehrere Verfahrensschritte umfaßt (§ 6 Abs 3 Kärntner Objektivierungsgesetz).

 

(2) Bewerben sich um eine Planstelle für den höheren Dienst, den gehobenen Dienst, den gehobenen medizinisch-technischen Dienst, den Dienst der Sozialarbeiter, den Krankenpflegefachdienst, den Dienst der Hebammen oder den Dienst der Erzieher/innen und Kindergärtner/innen auf Grund einer Einzelausschreibung mehr als fünf Bewerber, so hat eine Vorselektion zu erfolgen, die eine schriftliche Arbeit gemäß § 4 Z. 2 und § 6 bzw. im Falle des Ersatzes gemäß § 11 Abs 2 berufskundlich-psychologische Eignungstests gemäß § 4 Z. 4 und § 8 sowie (einen) psychologische(n) Persönlichkeitstest(s) gemäß § 4 Z. 3 und § 7 umfaßt. Für die Ermittlung der Durchschnittsnote gelten § 6 Abs 5 bzw. § 8 Abs 3 sowie § 7 Abs 3 in gleicher Weise. Die sich für jeden Bewerber aus den Verfahrensschritten ergebenden Durchschnittsnoten sind mit mathematischen Faktoren so zu gewichten, daß die Durchschnittsnote der schrifthchen Arbeit bzw. der berufskundlich-psychologischen Eignungstests mit 66,6 Prozent und die Durchschnittsnote für (den) psychologische(n) Persönlichkeitstest(s) mit 33,3 Prozent in die Gesamtdurchschnittsnote einfließen.

 

(3) Bewerben sich um die Planstellen für den höheren Dienst, den gehobenen Dienst, den gehobenen medizinisch-technischen Dienst, den Dienst der Sozialarbeiter, den Krankenpflegefachdienst, den Dienst der Hebammen oder den Dienst der Erzieher/innen und Kindergärtner/innen auf Grund einer Sammelausschreibung mehr als zehn Bewerber, so hat eine Vorselektion zu erfolgen, die eine schriftliche Arbeit gemäß § 4 Z. 2 und § 6 sowie (einen) psychologische(n) Persönlichkeitstest(s) gemäß § 4 Z. 3 und § 7 umfaßt. Für die Ermittlung der Durchschnittsnote gelten § 6 Abs 5 und § 7 Abs 3 in gleicher Weise. Die sich für jeden Bewerber aus den Verfahrensschritten ergebenden Durchschnittsnoten sind mit mathematischen Faktoren so zu gewichten, daß die Durchschnittsnote der schriftlichen Arbeit mit 66,6 Prozent und die Durchschnittsnote für (den) psychologische(n) Persönlichkeitstest(s) mit 33,3 Prozent in die Gesamtdurchschnittsnote einfließen. Im Falle des Ersatzes gemäß § 11 Abs 4 hat eine Vorselektion zu erfolgen, die berufskundlich-psychologische Eignungstests gemäß § 4 Z. 4 und § 8 umfaßt. Für die Ermittlung der Durchschnittsnote gilt § 8 Abs 3 in gleicher Weise. Die sich für jeden Bewerber aus diesem Verfahrensschritt ergebende Durchschnittsnote ist die Gesamtdurchschnittsnote der Vorselektion.

 

(4) Die Gesamtdurchschnittsnote ergibt jeweils die Reihung, aus der bei Einzelausschreibungen die fünf besten Bewerber — bei Sammelausschreibungen die, der Zahl der ausgeschriebenen Planstellen vermehrt um fünf, besten Bewerber — in den nächsten Verfahrensschritt einzubeziehen sind. Bewerber, die in einem der vorgesehenen Verfahrensschritte der Vorselektion nach dem Schulnotensystem mit der Note fünf bewertet worden sind, sind bei weiteren Verfahrensschritten nicht mehr zu berücksichtigen.

§ 14 K-OV


§ 14

 

Herrscht ein dringender Bedarf an Bediensteten mit einer bestimmten Ausbildung im Pflegebereich oder im Bereich der gehobenen medizinisch-technischen Dienste, der auf Grund der verfügbaren Personen mit dieser Ausbildung nicht oder nur eingeschränkt gedeckt werden kann (Mangelberufe), so hat die Landesregierung abweichend von § 27 Abs 1 Kärntner Objektivierungsgesetz von einer Ausschreibung und einem Objektivierungsverfahren abzusehen und die Aufnahme dieser Personen nach Maßgabe der qualifizierten Bewerber vorzunehmen (§ 27 Abs 2 Kärntner Objektivierungsgesetz). Die Bestimmungen der §§ 11 bis 13 sind daher in diesen Fällen nicht anzuwenden.

§ 15 K-OV


2. U n t e r a b s c h n i t t

Mittlerer Verwaltungsdienst

Schreibkräfte

 

§ 15

Objektivierungsverfahren

 

(1) Für Bewerber um freie Planstellen für Schreibkräfte hat das Objektivierungsverfahren jedenfalls aus dem Verfahrensschritt nach § 4 Z. 2 lit c zu bestehen.

 

(2) Der Test besteht aus folgenden drei Teilbereichen im Sinne des § 8 Abs 5 des Kärntner Objektivierungsgesetzes:

 

1.

Maschinschreibtest: Es ist eine Abschrift eines Textes zu erstellen. Zahl der Anschläge und Geschwindigkeit in einem vorgegebenen angemessenen Zeitraum werden gemessen und beurteilt.

2.

Stenographie- und/oder Phonotypietest:

a)

Stenographietest: Die Aufnahme eines Diktates in Kurzschrift mit einer bestimmten angemessenen Zeitvorgabe sowie die maschinschriftliche Wiedergabe werden gemessen und beurteilt; und/oder

b)

Phonotypietest: Die maschinschriftliche Wiedergabe eines auf einem Tonträger aufgezeichneten Textes innerhalb eines vorgegebenen angemessenen Zeitraumes wird gemessen und beurteilt.

 

3.

Rechtschreibtest: Ein Rechtschreibtest wird ausgewertet und beurteilt.

§ 16 K-OV


§ 16

Endauswertung

 

(1) Die drei Teilbereiche der Tests sind gesondert auszuwerten. Die Auswertung hat nach dem Schulnotensystem zu erfolgen.

 

(2) Aus den drei Teilbereichen des Tests ist eine Durchschnittsnote nur zu ermitteln, wenn alle drei Teilbereiche positiv bewertet wurden (§ 8 Abs 5 Kärntner Objektivierungsgesetz).

 

(3) Für die Ermittlung der Gesamtdurchschnittsnote gilt § 6 Abs 6 in gleicher Weise.

 

(4) Werden im Einzelfall Verfahrensschritte gemäß § 6 Abs 6 des Kärntner Objektivierungsgesetzes angeordnet, so haben alle Verfahrensschritte die gleiche prozentmäßige Gewichtung zu erhalten. Im Falle der Anordnung mehrerer Verfahrensschritte hat eine Vorselektion (§ 6 Abs 3 Kärntner Objektivierungsgesetz) zu erfolgen.

§ 17 K-OV


Kanzleikräfte

 

§ 17

Objektivierungsverfahren

 

(1) Für die Bewerber um freie Planstellen für Kanzleikräfte hat das Objektivierungsverfahren jedenfalls aus dem Verfahrensschritt nach § 4 Z. 2 lit c zu bestehen.

 

(2) Der Test besteht aus folgenden drei Teilbereichen im Sinne des § 8 Abs 5 des Kärntner Objektivierungsgesetzes:

 

1.

Maschinschreib- und Handschrifttest:

a)

Maschinschreibtest: Es ist eine Abschrift eines Textes zu erstellen, Zahl der Anschläge und Geschwindigkeit mit einer bestimmten angemessenen Zeitvorgabe werden gemessen und beurteilt; und

b)

Handschrifttest: Es ist ein Text handschriftlich mit einer bestimmten angemessenen Zeitvorgabe abzuschreiben. Die Leserlichkeit wird beurteilt.

 

2.

Rechentest: Es sind Textaufgaben unter angemessener Zeitvorgabe zu lösen. Die Richtigkeit bzw. Fehlerhaftigkeit wird beurteilt.

 

3.

Rechtschreibtest: Ein Rechtschreibtest wird ausgewertet und beurteilt.

§ 18 K-OV


§ 18

Endauswertung

 

Für die Auswertung der drei Teilbereiche der Tests für Kanzleikräfte gilt § 16 in gleicher Weise.

§ 19 K-OV


3. Unterabschnitt

Dienst der Werkstätten- und Betriebsleiter,

handwerklicher Fachdienst,

mittlerer technischer Dienst,

Sanitätshilfsdienst,

Dienst der Pflegehelfer und Altenhelfer,

handwerklicher Hilfsdienst.

 

§ 19

Objektivierungsverfahren

 

(1) Für Bewerber um freie Planstellen für den Dienst der Werkstätten- und Betriebsleiter, den handwerklichen Fachdienst, den mittleren technischen Dienst, den Sanitätshilfsdienst, den Dienst der Pflegehelfer und Altenhelfer sowie den handwerklichen Hilfsdienst hat das Objektivierungsverfahren — sofern nicht § 10 anzuwenden ist — jedenfalls aus folgenden Verfahrensschritten zu bestehen:

 

1.

Beurteilung und Analyse der Bewerbungsunterlagen gemäß § 4 Z. l und § 5;

 

2.

Interview gemäß § 4 Z. 5 und § 9.

 

(2) Die Beurteilung und Analyse der Bewerbungsunterlagen gemäß § 4 Z. l und § 5 kann durch berufskundlich-psychologische Eignungstests gemäß § 4 Z. 4 und § 8 ersetzt werden, wenn und soweit sie für die in Betracht kommende Planstelle einen geeigneten Verfahrensschritt darstellen.

§ 20 K-OV


§ 20

Endauswertung

 

(1) Für die Beurteilung und Auswertung der einzelnen Verfahrensschritte gelten §§ 5 Abs 2 bzw. 8 Abs 3 und 9 Abs 5 in gleicher Weise.

 

(2) Die sich für jeden Bewerber aus den Verfahrensschritten ergebenden Durchschnittsnoten werden mit mathematischen Faktoren so gewichtet, daß die beiden Durchschnittsnoten aus dem Interview (Interview-fachlich und Interview-persönlich) mit insgesamt 50 Prozent, die Durchschnittsnoten für die Beurteilung und Analyse der Bewerbungsunterlagen bzw. im Falle des Ersatzes nach § 19 Abs 2 die Durchschnittsnoten für berufskundlich-psychologische Eignungstests ebenfalls mit 50 Prozent in die Gesamtdurchschnittsnote einfließen.

 

(3) Werden im Einzelfall Verfahrensschritte gemäß § 6 Abs 6 des Kärntner Objektivierungsgesetzes angeordnet, so haben Zuordnung und Gewichtung dieser Verfahrensschritte so zu erfolgen, wie dies in Abs 2 für die ihnen vergleichbaren Verfahrensschritte vorgesehen ist.

 

(4) Die Gesamtdurchschnittsnote ergibt die endgültige Reihung der Bewerber.

§ 21 K-OV


§ 21

Vorselektion

 

(1) Eine Vorselektion hat zu erfolgen, wenn das Objektivierungsverfahren mehrere Verfahrensschritte umfaßt (§ 6 Abs 3 Kärntner Objektivierungsgesetz).

 

(2) Bewerben sich um eine Planstelle für den Dienst der Werkstätten- und Betriebsleiter, den handwerklichen Fachdienst, den mittleren technischen Dienst, den Sanitätshilfsdienst und Dienst der Pflegehelfer und Altenhelfer, den handwerklichen Hilfsdienst auf Grund einer Einzelausschreibung mehr als fünf Bewerber und im Falle einer Sammelausschreibung für solche Planstellen mehr als zehn Bewerber, so hat eine Vorselektion zu erfolgen, die die Beurteilung und Analyse der Bewerbungsunterlagen gemäß § 4 Z. l und § 5 bzw. im Falle des Ersatzes nach § 18 Abs 2 berufskundlichpsychologische Eignungstests gemäß § 4 Z. 4 und § 8 umfaßt.

 

(3) Für die Ermittlung der Durchschnittsnote gelten § 5 Abs 2 bzw. § 8 Abs 3 sinngemäß.

 

(4) Die sich für jeden Bewerber aus dem Verfahrensschritt ergebende Durchschnittsnote ist die Gesamtdurchschnittsnote für die Vorselektion.

 

(5) Die Gesamtdurchschnittsnote ergibt die Reihung, aus der bei Einzelausschreibungen die fünf besten Bewerber — bei Sammelausschreibungen die, der Zahl der ausgeschriebenen Planstellen vermehrt um fünf, besten Bewerber — in den nächsten Verfahrensschritt einzubeziehen sind. Bewerber, die in dem vorgesehenen Verfahrensschritt der Vorselektion nach dem Schulnotensystem mit der Note fünf bewertet worden sind, sind bei weiteren Verfahrensschritten nicht mehr zu berücksichtigen.

§ 22 K-OV


Leitende Funktionen im Sinne des § 13 Abs. 1 lit. f des Kärntner Objektivierungsgesetzes sind:

a)

Leiter des Museums Moderner Kunst Kärnten (MMKK),

b)

Leiter des bfz – Sozialpädagogisches Zentrum des Landes Kärnten,

c)

Leiter des Instituts für Lebensmittelsicherheit, Veterinärmedizin und Umwelt des Landes Kärnten (ILV Kärnten).

§ 23 K-OV


§ 23

Inkrafttreten

 

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung nächstfolgenden Tag in Kraft.

Kärntner Objektivierungsverordnung (K-OV) Fundstelle


Verordnung der Kärntner Landesregierung vom 15. Dezember 1992 über
die Methoden und den Ablauf von Objektivierungsverfahren für
die Aufnahme in den Landesdienst und über die Festlegung
leitender Funktionen (Kärntner Objektivierungsverodnung)
StF: LGBl Nr 1/1993

Änderung

LGBl Nr 47/2014

4.

Abschnitt - Leitende Funktionen

§ 22

§ 23 Inkrafttreten

Präambel/Promulgationsklausel

Gemäß §§ 6 Abs. 5, 8 Abs. 2 und 13 Abs. 2 des Kärntner Objektivierungsgesetzes, LGBl Nr 98/1992, wird verordnet:

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