Entscheidungen zu § 60 Abs. 1 ASVG

Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG)

23 Dokumente

Entscheidungen 1-23 von 23

TE OGH 2001/11/15 8ObA63/01z

Begründung:   Der Kläger war aufgrund eines am 18. 11. 1991 zwischen ihm und der beklagten Partei abgeschlossenen Vertrages, der als Werkvertrag bezeichnet wurde, für die beklagte Partei bis 13. 1. 1995 tätig und mit Detektivarbeiten betraut. Als Honorar wurde zunächst pro Stunde ein Betrag von S 100,-- und mit Honorarvereinbarung vom 20. 5. 1994 von S 120,-- je Einsatzstunde zuzüglich 20 % Mehrwertsteuer vereinbart. Die beklagte Partei hat dem Kläger alles, was aufgrund des Werkver... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 15.11.2001

RS OGH 2001/11/15 8ObA63/01z

Rechtssatz: Aus § 60 Abs 1 ASVG ergeben sich keinerlei Beschränkungen für den Abzug der auf nachzuzahlendes Entgelt entfallenden Sozialversicherungsbeträge. Was hingegen die dem Arbeitnehmer bereits zugeflossenen Entgelte betrifft, kann vom nachzuzahlenden Entgelt nicht mehr als ein nicht periodenkongruenter (= nicht auf die nachzuzahlenden Entgelte entfallender) Sozialversicherungsbeitrag in Abzug gebracht werden, und dieser eine Beitrag auch nur, wenn die nachträgliche Entrich... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 15.11.2001

TE OGH 1997/12/9 5Ob461/97y

Begründung: Rechtliche Beurteilung   Das Vorbringen der Antragsgegner, dem Hausbesorger werde das ihm auf Grund der Hausbesorger-EntgeltVO zustehende Entgelt "brutto für netto ausbezahlt", ihm werde also der Dienstnehmeranteil zur Sozialversicherung "ersetzt und dieser Anteil den Mietern weiterverrechnet", ist offenbar so zu verstehen, daß den Mietern die Dienstnehmeranteile zur Sozialversicherung doppelt verrechnet werden. Eine solche Doppelvorschreibung i... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 09.12.1997

TE OGH 1997/9/2 5Ob237/97g

Begründung:   Die Antragsteller begehrten 1.) die Feststellung, daß diverse in der Betriebskostenabrechnung für das Haus *****, für das Jahr 1991 aufgenommene Positionen keine Betriebskosten im Sinne des § 21 Abs 1 MRG darstellten, wie Stromkosten für die Wohnung Top 12, Kosten für Rauchfangkontrollen und eine Sturmschadenversicherung; insbesondere Zahlungen für die Hausbesorgerkrankenkasse im Ausmaß von S 10.425,07; 2.) die Verurteilung des Antragsgegners zur Rückzahlung diverser... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 02.09.1997

RS OGH 1997/9/2 5Ob237/97g, 5Ob461/97y

Rechtssatz: Die in der Literatur und Rechtsprechung aufgestellte Regel, daß Dienstnehmeranteile zur Sozialversicherung nicht auf die Mieter überwälzbar seien, ist in dem Sinne aufzufassen, daß eine Doppelvorschreibung nicht in Frage kommt, die sich dann ergeben würde, wenn der Hausbesorger einerseits ein um Dienstnehmeranteile ungekürztes Entgelt erhielte und der Vermieter, der es verabsäumt hat entweder einen Abzug nach § 60 Abs 1 ASVG vorzunehmen oder eine Vereinbarung im Si... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 02.09.1997

RS OGH 1997/9/2 5Ob237/97g, 5Ob461/97y

Rechtssatz: Unter "gebührendem Entgelt" im Sinne des § 23 Abs 1 Z 1 MRG ist der Bruttolohn, das heißt das um Sozialversicherungsbeträge und Lohnsteuerbeträge noch nicht entlastete Entgelt des Hausbesorgers zu verstehen. Macht der Vermieter (Dienstgeber) von seinem ihm in § 60 Abs 1 ASVG eingeräumten Recht Gebrauch, den Dienstnehmerbeitrag zur Sozialversicherung vom Bruttoentgelt gleich der von ihm abzuführenden Lohnsteuer (§ 78ff EStG) abzuziehen, beschränkt dies nicht seine Mög... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 02.09.1997

TE OGH 1997/7/9 3Ob15/96

Begründung:   Mit Urteil des Arbeits- und Sozialgerichtes Wien vom 9.12.1993, 25 Cga 1024/93b-7, wurde die nunmehrige Oppositionsklägerin schuldig erkannt, dem Oppositionsbeklagten den Betrag von DM 76.508,72 zum Devisenwarenkurs der österreichischen Nationalbank am Zahlungstag s. A. sowie die Prozeßkosten von S 73.400,40 zu bezahlen.   Aufgrund dieses Urteils bewilligte das Erstgericht mit Beschluß vom 21.9.1994, 20 E 5970/94f-1, der beklagten Partei wider die klagende Partei zur... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 09.07.1997

TE OGH 1993/11/24 9ObA222/93

Entscheidungsgründe:   Die Klägerin war bei der Beklagten ab 8.10.1990 beschäftigt. Das Dienstverhältnis endete am 15.3.1991 durch Dienstgeberkündigung. Die Abrechnung des Gehalts für die Monate Februar und März sowie der anteiligen Sonderzahlungen und der Urlaubsabfindung erfolgte erst am 4.4.1993.   Die Klägerin begehrt unter anderem einen Betrag von 3.120,72 S netto sA und brachte vor, daß die Beklagte erst am 4.4.1991 ihre Bezüge für den Zeitraum vom 1.2. bis 15.3.1991 abgerec... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 24.11.1993

RS OGH 1993/11/24 9ObA222/93, 3Ob15/96

Rechtssatz: Unter der "auf die Fälligkeit des Beitrages nächstfolgenden Entgeltzahlung" ist nicht die Fälligkeit des nächsten Entgeltes, sondern der Zeitpunkt der nächsten Zahlung zu verstehen. Entscheidungstexte 9 ObA 222/93 Entscheidungstext OGH 24.11.1993 9 ObA 222/93 Veröff: SZ 66/157 = DRdA 1994,390 (Runggaldier) = WBl 1994,308 = ecolex 1994,245 = RdW 1994,213 3 Ob 1... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 24.11.1993

TE OGH 1992/6/17 9ObA124/92

Entscheidungsgründe: Die Klägerin ist Vertragsbedienstete der Beklagten; sie ist als Sonderkindergärtnerin in der Kinderstation des Landessonderkrankenhauses Graz beschäftigt und hat dort behinderte Kinder heilpädagogisch zu betreuen. Auf ihr Dienstverhältnis findet das Landesgesetz vom 18.Juni 1985 über das Dienst- und Besoldungsrecht der vom Land Steiermark oder von den Gemeinden anzustellenden Kindergärtner(innen) und Erzieher an Horten LGBl 1985/77 (im folgenden auch: Stmk KGEG)... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 17.06.1992

TE OGH 1992/5/27 9ObA67/92

Kopf: Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Kuderna als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Hon.Prof. Dr.Gamerith und Dr.Maier sowie die fachkundigen Laienrichter Dr.Robert Göstl und Franz Murmann als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei M***** K*****, Sonderkindergärtnerin, ***** vertreten durch ***** Rechtsanwälte... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 27.05.1992

RS OGH 1990/9/26 9ObA261/90, 9ObA124/92, 3Ob15/96

Rechtssatz: Verschulden an der verspäteten Beitragsentrichtung: Im Falle einer Prozeßführung durch den Arbeitgeber kann ein Schuldvorwurf im Sinne des § 60 ASVG an der verspäteten Entgeltzahlung und sohin an der nachträglichen Entrichtung der Beiträge in der Regel nur dann in Betracht kommen, wenn sich der Arbeitgeber besseres Wissen in eine aussichtslose Prozeßführung eingelassen hat. Entscheidungstexte 9 ObA 261/90 Entsc... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 26.09.1990

TE OGH 1990/9/26 9ObA261/90

Begründung:   Der Beklagte war Angestellter der Klägerin und wurde von ihr zum 30. Juni 1985 gekündigt. Nach Anfechtung dieser Kündigung beim Einigungsamt Graz sprach ihm das Erstgericht zu 13 Cga 188/85 mit Urteil vom 16.April 1987 den Betrag von S 361.756,50 brutto samt 4 % Zinsen seit 31.Dezember 1985 als Entgelt für die Zeit vom 1.Juli 1985 bis 31.Dezember 1985 mit der
Begründung: zu, daß die Kündigung zum 30.Juni 1985 nach dem ArbVG nicht rechtswirksam erfolgt sei. Dieses Urteil... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 26.09.1990

TE OGH 1989/6/28 9ObA129/89 (9ObA130/89)

Entscheidungsgründe: Rechtliche Beurteilung Der Revisionsgrund der Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens, mit welchem die Beklagte in unzulässiger Weise lediglich die Beweiswürdigung der Vorinstanzen bekämpft und vom Berufungsgericht bereits verneinte Verfahrensmängel erster Instanz neuerlich geltend macht, liegt nicht vor (§ 510 Abs. 3 ZPO). Im übrigen hat das Berufungsgericht die Frage, ob die Beklagte im Sinne des § 60 Abs. 1 ASVG zu einem Beitragsabzug... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 28.06.1989

RS OGH 1988/9/14 9ObA514/88, 9ObA261/90

Rechtssatz: Die Beschränkung des nachträglichen Abzuges auf die Beiträge für jeweils zwei Lohnzahlungszeiträume gilt nicht, wenn der Dienstgeber auch das Entgelt an den Dienstnehmer, ohne daß ihn daran ein Verschulden trifft, nicht gezahlt und die darauf entfallenden Dienstnehmeranteile daher nicht einbehalten hat. Trifft hingegen den Dienstgeber an der verspäteten Beitragsentrichtung (Entgeltnachzahlung) ein Verschulden, darf er sein Abzugsrecht bei sonstigem Verlust nur spätes... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 14.09.1988

RS OGH 1988/9/14 9ObA514/88, 9ObA129/89 (9ObA130/89), 9ObA166/89, 9ObA261/90, 9ObA67/82, 9ObA124/92,

Rechtssatz: Der Arbeitgeber verliert nach Maßgabe des § 60 Abs 1 Satz 2 und 3 ASVG sein Recht, den auf den Versicherten entfallenden Beitragsteil vom Entgelt in barem abzuziehen, auch dann, wenn er infolge eines Verschuldens nicht nur mit dem Beitragsabzug, sondern mit der gesamten Entgeltzahlung (bzw einer gebührenden Nachzahlung) in Verzug ist. Entscheidungstexte 9 ObA 514/88 Entscheidungstext OGH 14.09.1988 9 ObA 5... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 14.09.1988

RS OGH 1988/9/14 9ObA514/88, 9ObA129/89 (9ObA130/89, 9ObA166/89, 9ObA261/90, 9ObA67/92, 9ObA124/92

Rechtssatz: Die Sanktion des Verlustes des Rechts, den auf den Versicherten entfallenden Beitragsteil vom Entgelt in barem abzuziehen, ist an die Fälligkeit des Beitrages geknüpft (§ 60 Abs 1 Satz 2 ASVG). Der Eintritt der Fälligkeit ist nach objektiven Maßstäben zu beurteilen; demnach sind im Sinne des § 58 Abs 1 ASVG die allgemeinen Beiträge am letzten Tag des Kalendermonats fällig, in den das Ende des Beitragszeitraumes fällt. Die Fälligkeit der laufenden Versicherungsbeiträg... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 14.09.1988

RS OGH 1987/6/17 9ObA19/87

Rechtssatz: Eine Ersatzpflicht des Arbeitgebers analog § 1014 ABGB bezüglich der auf den Arbeitnehmer entfallenden Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung kommt zufolge der Bestimmungen der §§ 51 Abs 3, 51 a Abs 1 und 60 Abs 1 ASVG, in denen ausdrücklich geregelt ist, welche Beitragsteile auf den Arbeitnehmer entfallen und daß diese von seinem Entgelt abzuziehen sind, nicht in Frage. Entscheidungstexte 9 ObA 19/87 Entschei... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 17.06.1987

RS OGH 1987/6/17 14ObA502/87

Rechtssatz: Wenn der Dienstgeber zwar Entgelt an den Dienstnehmer gezahlt, die Dienstnehmeranteile aber unverschuldeterweise nicht einbehalten hat, darf er diese Anteile nur insoweit einbehalten, als sie gemeinsam mit dem auf das laufende Arbeitsentgelt entfallenden Anteil das Ausmaß der Dienstnehmeranteile für zwei Lohnzahlungszeiträume nicht übersteigen. Wenn hingegen der Dienstnehmer auch das Entgelt an den Dienstnehmer unverschuldeterweise nicht gezahlt und die bezüglichen D... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 17.06.1987

RS OGH 1987/6/17 14ObA502/87, 9ObA261/90

Rechtssatz: Wenn der Dienstgeber zwar das Entgelt an den Dienstnehmer gezahlt, die Dienstnehmeranteile aber unverschuldeterweise nicht einbehalten hat, darf er diese Anteile nur insoweit einbehalten, als sie gemeinsam mit dem auf das laufende Arbeitsentgelt entfallenden Anteil das Ausmaß der Dienstnehmeranteile für zwei Lohnzahlungszeiträume nicht übersteigen. Wenn hingegen der Dienstnehmer auch das Entgelt an den Dienstnehmer unverschuldeterweise nicht gezahlt und die bezüglich... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 17.06.1987

TE OGH 1987/6/17 9ObA19/87

Entscheidungsgründe:   Die Klägerin war bei der Beklagten vom 15.September 1949 bis 30. Juni 1985 als Angestellte beschäftigt und bezog zuletzt ein Gehalt von 8.102 S, eine Leistungsprämie von 348 S und eine "Sozialversicherungszulage" von 790 S. An Abfertigung wurde der Klägerin ein Betrag von 120.410 S ausgezahlt; unter Einbeziehung der Sozialversicherungszulage in die Berechnungsgrundlage ergäbe sich ein Abfertigungsanspruch von 129.360 S brutto. Die Klägerin begehrt den Differen... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 17.06.1987

TE OGH 1987/6/17 14ObA502/87

Begründung: Die antragstellende Partei und Antragsgegnerin (in Hinkunft kurz antragstellende Partei genannt) ist eine kollektivvertragsfähige Körperschaft der Arbeitnehmer im Sinne des § 4 Abs 2 ArbVG. Die Kollektivvertragsfähigkeit wurde ihr, wie unbestritten ist, vom Obereinigungsamt im Jahr 1957 zuerkannt; diese Zuerkennung gilt gemäß dem § 165 ArbVG auch nach dem Inkrafttreten des Arbeitsverfassungsgesetzes weiter. Die Antragsgegnerin und antragstellende Partei (in Hinkunft kurz... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 17.06.1987

RS OGH 1963/6/25 4Ob39/63

Rechtssatz: Die Vorfrage, ob die Einbehaltung eines Dienstnehmeranteiles zur Sozialversicherung nach § 60 Abs 1 ASVG berechtigt war, ist vom Gericht - und nicht von der Verwaltungsbehörde - zu lösen. Entscheidungstexte 4 Ob 39/63 Entscheidungstext OGH 25.06.1963 4 Ob 39/63 Veröff: Arb 7784 = SozM IVA,253 European Case Law Identifier (ECLI) ECLI:AT:OGH0002:1963... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 25.06.1963

Entscheidungen 1-23 von 23

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten