Entscheidungen zu § 57 StGB

Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG)

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Entscheidungen 31-60 von 70

TE OGH 2004/2/17 14Os174/03

Gründe: Ludwig M***** wurde "des Verbrechens" des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 206 Abs 1 und Abs 3 erster Fall StGB (1), "des Verbrechens" des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 207 Abs 1 und Abs 3 erster Fall StGB (2) und "des Vergehens" des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses nach § 212 Abs 1 StGB (3) schuldig erkannt. Danach hat er in P***** 1. "mehrmals" mit einer unmündigen Person den Beischlaf unternommen, indem er sein Glied in ihre Sch... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 17.02.2004

RS OGH 2004/1/27 14Os129/03, 15Os64/05h, 12Os117/05f, 14Os74/07z, 13Os109/07i (13Os110/07m), 15Os130

Rechtssatz: Ein erfolgreich geltend gemachter Feststellungsmangel berechtigt den Obersten Gerichtshof zu einer Entscheidung in der Sache selbst (§ 288 Abs 2 Z 3 erster Satz StPO), wenn dieser eine sogenannte prozessuale Tatsache betrifft. Die Frage der Verjährung betrifft kein prozessuales Verfolgungshindernis, vielmehr einen materiellen Strafaufhebungsgrund, sodass eine Entscheidung in der Sache selbst grundsätzlich ausscheidet. Der Oberste Gerichtshof sieht jedoch von einer Ve... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 27.01.2004

TE OGH 2004/1/27 14Os129/03

Gründe: Mit dem angefochtenen Urteil wurden Franz K***** und Ingrid W***** (je zu I.) und Dr. Franz S***** (zu II.) des Vergehens der Fälschung eines Beweismittels nach § 293 Abs 1 StGB, Dr. Franz S***** als Beteiligter nach § 12 dritter Fall StGB, schuldig erkannt. Danach haben in Wien I. Franz K***** und Ingrid W***** am 6. April 1995 im bewussten und gewollten Zusammenwirken als Mittäter ein falsches Beweismittel, nämlich eine Quittungsurkunde (bezeichnet als Erklärung) über den ... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 27.01.2004

TE OGH 2003/6/12 15Os49/03

Gründe: Walter W***** wurde (I) der Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 206 Abs 1 StGB und der Vergehen (II 1, 2) der teils vollendeten, teils versuchten Blutschande nach §§ 211 Abs 2, 15 StGB sowie des (III) Missbrauches eines Autoritätsverhältnisses nach § 212 Abs 1 StGB schuldig erkannt. Danach hat er I) von 1987 bis 5. Oktober 1989 in Bruck an der Leitha mit seiner am 5. Oktober 1975 geborenen, mithin damals unmündigen Tochter Barbara M***** in ca... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 12.06.2003

TE OGH 2003/2/19 13Os164/02

Gründe: Otto R***** wurde einer jeweils unbestimmten Anzahl von Verbrechen der Vergewaltigung nach § 201 Abs 2 StGB (A/I) sowie Vergehen der geschlechtlichen Nötigung nach § 202 Abs 1 StGB (A/II) und der gefährlichen Drohung nach § 107 Abs 1 und Abs 2 StGB (A/III), darüber hinaus (richtig:) je eines Vergehens der versuchten Nötigung nach §§ 15, 105 Abs 1 StGB (B/I/1) und der Nötigung nach § 105 Abs 1 StGB (B/I/2) sowie schließlich zweier Vergehen der Körperverletzung nach § 83 Abs 2... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 19.02.2003

TE OGH 2002/9/5 15Os62/02

Gründe:   Mit dem angefochtenen Urteil, das auch in Rechtskraft erwachsene Freisprüche enthält, wurden Bernhard Ri***** des Verbrechens der gleichgeschlechtlichen Unzucht mit Personen unter achtzehn Jahren nach § 209 StGB (III) und der Vergehen der gefährlichen Drohung nach § 107 Abs 1 StGB (I), der geschlechtlichen Nötigung nach § 202 Abs 1 StGB (II), des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses nach § 212 Abs 1 StGB (IV) sowie der Körperverletzung nach § 83 Abs 1 StGB (VI), Zeljko... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 05.09.2002

TE OGH 2002/8/7 12Os41/02

Gründe: Mit dem angefochtenen Urteil wurde Dipl. Ing. Gernot M***** des Vergehens der Abgabenhinterziehung nach § 33 Abs 1 FinStrG schuldig erkannt, weil er im Bereich des Finanzamtes Baden vorsätzlich unter Verletzung einer abgabenrechtlichen Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflicht durch die Nichtabgabe von Einkommensteuererklärungen für die Jahre 1986 bis 1994 und von Gewerbesteuererklärungen für die Jahre 1986 bis 1993 eine Abgabenverkürzung an E... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 07.08.2002

TE OGH 2002/5/29 13Os34/02

Gründe: Walter T***** wurde (infolge Tatmehrheit richtig:) der Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 206 Abs 1 StGB (nF) schuldig erkannt. Danach hat er zu nicht mehr genau feststellbaren Zeitpunkten während einer Dauer von rund drei Monaten im Zeitraum von Frühjahr 1992 bis Frühsommer 1993 in Bad Sauerbrunn in zumindest acht Angriffen den Beischlaf und dem Beischlaf gleichzusetzende geschlechtliche Handlungen mit einer unmündigen Person, nämlich der am... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 29.05.2002

RS OGH 2001/9/25 14Os107/01, 13Os164/02, 13Os108/04, 14Os3/05f, 13Os65/05s, 14Os33/06v, 14Os149/10h,

Rechtssatz: Verjährung einzelner iS einer gleichartigen "Verbrechensmenge" nur pauschal individualisierter Taten kann aus logischen Gründen nicht sinnvoll behauptet werden, weil der aus Z 9 lit b begehrte "Freispruch" nichts am Schuldspruch ändern würde. Entscheidungstexte 14 Os 107/01 Entscheidungstext OGH 25.09.2001 14 Os 107/01 13 Os 164/02 Entscheidungstext OGH 19.02... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 25.09.2001

TE OGH 2001/9/25 14Os107/01

Gründe:   Franz P***** wurde - teils als Bestimmungstäter nach § 12 zweiter Fall StGB (B/I/1, 2 und 4) - der Verbrechen nach § 28 Abs 2 zweiter und dritter Fall SMG (B/I/1 und 2) und nach § 28 Abs 2 vierter Fall SMG (B/I/3 und 4) sowie einer unbestimmten Anzahl von Vergehen nach § 27 Abs 1 erster und zweiter Fall SMG schuldig erkannt. Darnach hat er den bestehenden Vorschriften zuwider I. in Hinsicht auf ein Suchtgift in einer großen Menge, nämlich Heroin (zu 1 bis 3 eines Wirkstoffg... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 25.09.2001

TE OGH 2001/6/27 13Os36/01

Gründe: Johann G***** wurde mit dem auf dem Wahrspruch der Geschworenen beruhenden Urteil der Verbrechen der Vergewaltigung nach § 201 Abs 1 und Abs 3 erster Fall StGB (I/A) und nach § 201 Abs 2 und Abs 3 "zweiter" - ersichtlich gemeint: erster - Fall StGB (II/A), des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 206 Abs 1 und Abs 3 erster Fall StGB (I/B und III/A), der Unzucht mit Unmündigen nach § "2017" (richtig: § 207) Abs 1 und Abs 2 erster Fall StGB aF (IV/A) und der ve... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 27.06.2001

RS OGH 2000/6/7 13Os169/99, 13Os36/01, 13Os34/02, 15Os62/02, 15Os52/02, 15Os49/03, 14Os174/03, 15Os1

Rechtssatz: Keine unterschiedliche Verjährung idealkonkurrierender strafbarer Handlungen. Entscheidungstexte 13 Os 169/99 Entscheidungstext OGH 07.06.2000 13 Os 169/99 13 Os 36/01 Entscheidungstext OGH 27.06.2001 13 Os 36/01 Auch 13 Os 34/02 Entscheidungstext OGH 29.05.2002 13 Os 34/02 Auch ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 07.06.2000

TE OGH 2000/6/7 13Os169/99

Gründe:   Mit dem angefochtenen, auf dem Wahrspruch der Geschworenen beruhenden (und auch einen rechtskräftig gewordenen Freispruch beinhaltenden) Urteil wurde Franz G***** der Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen nach § 206 Abs 1 und Abs 3 erster Fall StGB (1.) und der Unzucht mit Unmündigen nach § 207 Abs 1 und Abs 2 erster Fall a.F StGB (2.) sowie der Vergehen der Blutschande nach § 211 Abs 1 StGB (3.) und des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses na... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 07.06.2000

RS OGH 2000/2/2 13Os3/00

Rechtssatz: Bei Einleitung oder Fortsetzung eines Strafverfahrens gemäß § 38 Abs 1 SMG ist zu prüfen, ob - unter Berücksichtigung von § 58 Abs 2 StGB, § 58 Abs 3 Z 2 StGB und § 35 Abs 8 letzter Satz SMG - nicht Verjährung der Strafbarkeit der (früheren) Tat gemäß §§ 57 und 58 StGB eingetreten ist. Entscheidungstexte 13 Os 3/00 Entscheidungstext OGH 02.02.2000 13 Os 3/00 ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 02.02.2000

TE OGH 2000/2/2 13Os3/00

Gründe: Im Strafverfahren AZ 11 U 643/96 des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien gegen Sabine L***** wegen § 16 Abs 1 SGG und einer anderen strafbaren Handlung wurde die Anzeige gegen die Genannte betreffend (ua) den Verdacht, sie habe am 31. Juli 1996 ein halbes Gramm Heroin erworben und besessen, am 19. Dezember 1996 gemäß § 17 SGG vorläufig zurückgelegt (S 3 verso). Innerhalb der zweijährigen Probezeit (§ 17 Abs 1 SGG) wurde am 14. Oktober 1997 im Verfahren 13 U 1015/97t dieses Ge... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 02.02.2000

RS OGH 1996/9/16 StGB § 57

Rechtssatz: Informationen zu § 57 StGB Verweisungen: Vgl auch § 58 StGB, § 59 StGB, § 60 StGB. European Case Law Identifier (ECLI) ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102582 Dokumentnummer JJR_19960916_OGH0002_000STG00057_9600000_001 mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 16.09.1996

TE OGH 1995/8/31 15Os78/95

Gründe:   Mit dem angefochtenen, auf dem Wahrspruch der Geschworenen beruhenden Urteil wurde der kroatische Staatsangehörige Josip P***** der Vergehen des Ansammelns von Kampfmitteln nach § 280 Abs 1 StGB (1), nach § 7 Abs 2 KrMatG, begangen als Beteiligter gemäß § 12 dritter Fall StGB (2) und nach § 7 Abs 1 KrMatG (3) schuldig erkannt.   Darnach hat er   zu 1) in der Zeit von ca 1991 bis 23.Juni 1993 in Salzburg einen Vorrat von Waffen, Schießbedarf und anderen Kampfmitteln (die ... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 31.08.1995

RS OGH 1993/6/17 15Os68/93 (15Os69/93)

Rechtssatz: Verjährung eines Vergehens der Körperverletzung nach § 83 Abs 1 StGB, mag diese auch zugleich und eintätig mit einer höherer Strafe bedrohten und daher nicht verjährten schweren Nötigung nach §§ 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 StGB verwirklicht worden sein. Entscheidungstexte 15 Os 68/93 Entscheidungstext OGH 17.06.1993 15 Os 68/93 European Case Law Identifier ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 17.06.1993

TE OGH 1991/4/17 13Os20/91

Gründe: Mit dem am gleichen Tag in Rechtskraft erwachsenen Urteil des Kreisgerichtes Wels vom 22.Oktober 1987, GZ 13 Vr 2175/85-52, das auch einen Freispruch des Angeklagten Wolfgang Oskar G***** enthält, wurden Johann K***** und Manfred Christoph P***** des Verbrechens des schweren gewerbsmäßigen Betruges nach den §§ 146, 147 Abs. 1 Z 1, Abs. 3, 148, zweiter Fall, StGB schuldig erkannt.   Darnach haben sie im Zeitraum Ende 1983 bis Dezember 1985 in Steinhaus, Wien und anderen Orten... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 17.04.1991

TE OGH 1989/6/28 14Os70/89 (14Os71/89)

Gründe:   Marianne T*** brachte am 11. September 1985 beim Bezirksgericht Klagenfurt (AZ 13 U 1400/85) eine Privatanklage gegen Paul G*** und Cäcilia G*** wegen übler Nachrede ein, weil die Genannten in ihrer gegen sie erhobenen Besitzstörungs- und Unterlassungsklage (AZ 7 C 390/85 des Bezirksgerichtes Klagenfurt) behauptet hatten, die Privatanklägerin übe in ihrer Eigenschaft als Hausbesorgerin ein Terrorregime gegenüber den Kindern der Wohnungseigentümergemeinschaft Fischlstraße 1... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 28.06.1989

RS OGH 1988/5/5 13Os51/88 (13Os52/88), 12Os47/92, 15Os68/93 (15Os69/93), 13Os169/99, 13Os36/01, 15Os

Rechtssatz: Tateinheitlich zusammentreffende (idealkonkurrierende) Delikte sind rücksichtlich der Verjährung von einander unabhängig zu beurteilen (SSt I/6; ÖJZ-LSK 1976/124; ÖR 471, 5 Os 1040/54). Entscheidungstexte 13 Os 51/88 Entscheidungstext OGH 05.05.1988 13 Os 51/88 Veröff: SSt 59/29 = EvBl 1988/132 S 633 = RZ 1989/36 S 90 12 Os 47/92 Entscheidungstext OGH ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 05.05.1988

RS OGH 1987/5/5 11Os39/87, 11Os6/08d (11Os7/08a, 11Os8/08y, 11Os9/08w, 11Os10/08t), 15Os80/09t, 11Os

Rechtssatz: Der Strafaufhebungsgrund der Verjährung ist vom Gericht (jederzeit) vom Amts wegen zu berücksichtigen (Mayerhofer-Rieder 2.Auflage, ENr. 1 zu § 57 StGB). Entscheidungstexte 11 Os 39/87 Entscheidungstext OGH 05.05.1987 11 Os 39/87 Veröff: SSt 58/30 11 Os 6/08d Entscheidungstext OGH 26.02.2008 11 Os 6/08d Beisatz: WK-StGB - 2 § 57 Rz 18. (T1) ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 05.05.1987

TE OGH 1986/4/29 11Os70/86

Gründe:   Mit der (in Rechtskraft erwachsenen) Strafverfügung des Bezirksgerichtes Spittal/Drau vom 7.Mai 1984, GZ U 536/84-4, wurde über den am 16.September 1953 geborenen Angestellten Herbert B*** wegen Vergehens der fahrlässigen Körperverletzung nach dem § 88 Abs. 1 und Abs. 4, erster Fall, StGB eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 110 S, für den Fall der Uneinbringlichkeit eine Ersatzfreiheitsstrafe von zwanzig Tagen, verhängt, weil er am 17. Februar 1984 im Skigebiet Katsch... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 29.04.1986

TE OGH 1985/12/5 13Os180/85

Gründe: Rechtliche Beurteilung In der o.a. Strafsache wurde die Strafverfügung ohne Antrag auf Bestrafung erlassen. Dieses in Rechtskraft erwachsene Straferkenntnis verletzt die in Ausführung des Anklagegrundsatzes (Art. 90 Abs. 2 B.B.) ergangenen Bestimmungen der §§ 2 Abs. 1, 451 Abs. 1 zweiter Satz, StPO. In Stattgebung der gemäß § 33 Abs. 2 StPO. erhobenen Beschwerde des Generalprokurators war die Strafverfügung sogleich aufzuheben (§§ 292, 288 Abs. 2 Z. 3... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 05.12.1985

TE OGH 1985/12/3 10Os144/85

Gründe: Aus den Akten AZ. 17 U 718/83 des Strafbezirksgerichtes Wien und AZ. 4 b E Vr 5846/80 des Landesgerichtes für Strafsachen Wien ergibt sich: Mit der Strafverfügung des Strafbezirksgerichtes Wien vom 11. April 1983, GZ. 17 U 718/83-5, wurde Franz A des Vergehens des Betruges nach § 146 StGB. schuldig erkannt, weil er (so der Wortlaut der Strafverfügung) "im August 1982 in Maria-Anzbach den Verlag B & Co., Wirtschaftsverlag, Ges.m.b.H., Biberstraße 2, 1010 Wien, um den Betr... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 03.12.1985

TE OGH 1980/9/10 11Os107/80 (11Os108/80)

Gründe: Dr. Hans B, Rechtsanwalt in Waidhofen an der Thaya, erhob am 24. (27.) November 1975 gegen den Landwirt Johann A aus Ganz, Niederösterreich, Privatanklage wegen des Vergehens der üblen Nachrede nach dem § 111 (Abs. 1) StGB. Inkriminiert wurden mehrere in einer von Johann A handschriftlich verfaßten und an die Rechtsanwaltskammer für Wien, Niederösterreich und das Burgenland gerichteten Beschwerde vom 31. Oktober 1975 wegen angeblich nicht sachgerechter rechtsfreundlicher Ver... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 10.09.1980

RS OGH 1980/9/9 9Os95/80, 11Os71/80

Rechtssatz: Bei Straftaten, die vor dem 01.01.1975 begangen wurden, aber erst nach diesem Zeitpunkt zur Aburteilung gelangen, sind die in ihrer Gesamtauswirkung günstigeren Verjährungsvorschriften des StGB zu beachten. Entscheidungstexte 9 Os 95/80 Entscheidungstext OGH 09.09.1980 9 Os 95/80 11 Os 71/80 Entscheidungstext OGH 26.11.1980 11 Os 71/80 Beisa... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 09.09.1980

TE OGH 1980/9/9 9Os95/80

Gründe: Am 11. November 1974 erstattete die Firma B gegen den am 20. April 1949 geborenen Vertragsbediensteten der Post Wilhelm A beim Bezirkspolizeikommissariat Donaustadt Strafanzeige wegen Verdachtes der am 19. Mai 1973 begangenen betrügerischen Herauslockung von Waren im Wert von 4.385 S gegen Ratenzahlung mit einem tatsächlichen Schaden von 3.300 S. Nach Durchführung polizeilicher Erhebungen wurde die Anzeige zunächst am 30. Jänner 1975 dem (örtlich unzuständigen) Bezirksgerich... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 09.09.1980

TE OGH 1980/4/17 13Os43/80

Gründe: Mit dem angefochtenen Urteil wurde der Bautechniker Peter A von der Anklage, von 1974 bis 15.Juni 1978 I. in Wien einen Vorrat von Waffen, Schießbedarf und anderen Kampfmitteln angesammelt zu haben, der nach Art und Umfang geeignet gewesen sei, eine größere Zahl von Menschen zum Kampf auszurüsten, sowie II. in Wien, Senftenberg und anderen Orten, ohne die nach § 40 Abs. 3 lit. b WaffenG. erforderliche Erlaubnis militärische Waffen und militärische Munition - wenn auch nur fa... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 17.04.1980

RS OGH 1980/3/25 10Os23/80 (10Os24/80), 11Os107/80 (11Os108/80), 13Os180/85, 10Os144/85, 14Os70/89 (

Rechtssatz: Wird ein formell rechtskräftiges verurteilendes Erkenntnis - etwa im Wege des § 353 StPO oder des § 292 letzter Satz StPO - nachträglich beseitigt, so werden die Bestimmungen des §§ 57, 58 StGB ex nunc nochmals wirksam, erst damit können diese - nach einer späteren Beendigung ohne verurteilendes Erkenntnis - zu einem Fortlauf der Verjährungsfrist und damit zu einer Verjährung der Strafbarkeit einer zwischenzeitlich von einem verurteilenden Erkenntnis erfasst gewesene... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 25.03.1980

Entscheidungen 31-60 von 70