RS OGH 2014/10/1 13Os92/75; 11Os145/75; 11Os11/76; 13Os54/76; 12Os29/76; 12Os53/76; 12Os47/76; 10Os5

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 29.07.1975
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Norm

StGB §21 Abs2 C
StGB §22
StGB §23
StPO aF §281 Abs1 Z11 C
StPO §435
  1. StGB § 23 heute
  2. StGB § 23 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StGB § 23 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  4. StGB § 23 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/1997
  5. StGB § 23 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 599/1988
  1. StPO § 435 heute
  2. StPO § 435 gültig ab 01.03.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  3. StPO § 435 gültig von 01.06.2009 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  4. StPO § 435 gültig von 01.03.1988 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Anfechtung der Entscheidung über Anordnung der Anstaltsunterbringung (hier gemäß § 23 StGB) wegen Nichtigkeit (§§ 281 Abs 1 Z 11, 345 Abs 1 Z 13 StPO) nur bei Verletzung materiellrechtlicher Vorschriften, die dem richterlichen Ermessen keinen Spielraum lassen, so etwa wenn die Grundvoraussetzungen für eine solche Anstaltsunterbringung (§ 23 Abs 1 Z 1 und 2 StGB) nicht festgestellt wären oder nach den vorliegenden Feststellungen nicht zutreffen würden. Die Beurteilung der Gefährlichkeitsprognose (§ 23 Abs 1 Z 3 StGB) ist hingegen letztlich allein dem pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts anheimgegeben, sodaß ein hiefür einschlägiger Ausspruch ausschließlich mit Berufung bekämpft werden kann.Anfechtung der Entscheidung über Anordnung der Anstaltsunterbringung (hier gemäß Paragraph 23, StGB) wegen Nichtigkeit (Paragraphen 281, Absatz eins, Ziffer 11, 345, Absatz eins, Ziffer 13, StPO) nur bei Verletzung materiellrechtlicher Vorschriften, die dem richterlichen Ermessen keinen Spielraum lassen, so etwa wenn die Grundvoraussetzungen für eine solche Anstaltsunterbringung (Paragraph 23, Absatz eins, Ziffer eins und 2 StGB) nicht festgestellt wären oder nach den vorliegenden Feststellungen nicht zutreffen würden. Die Beurteilung der Gefährlichkeitsprognose (Paragraph 23, Absatz eins, Ziffer 3, StGB) ist hingegen letztlich allein dem pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts anheimgegeben, sodaß ein hiefür einschlägiger Ausspruch ausschließlich mit Berufung bekämpft werden kann.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0090487

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.10.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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