§ 96 T-SOG Voraussetzungen für die Erteilung des Unterrichtes in alternativen Pflichtgegenständen

T-SOG - Schulorganisationsgesetz 1991, Tiroler

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Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 24.04.2018

(1) Der Unterricht in einem alternativen Pflichtgegenstand ist nur zu erteilen, wenn die Zahl der Schüler einer Schulstufe, die diesen Pflichtgegenstand gewählt haben, mindestens 15, in den alternativen Pflichtgegenständen Fremdsprache und Ernährung und Haushalt mindestens zwölf beträgt. Abweichend hievon beträgt an Sonderschulen die Schülermindestzahl bei einer Klassenschülerhöchstzahl von 13 Schülern acht, bei einer Klassenschülerhöchstzahl von zehn Schülern sechs und bei einer Klassenschülerhöchstzahl von acht Schülern fünf.

(2) Der Unterricht in den alternativen Pflichtgegenständen Technisches Werken und Textiles Werken ist nur zu erteilen, wenn die Zahl der Schüler einer Klasse, die diesen Pflichtgegenstand gewählt haben, mindestens ein Viertel der Klassenschülerhöchstzahl (§§ 17, 33, 36e und 49), jedenfalls aber mindestens drei beträgt. Soweit dies zur Erreichung der Mindestzahl notwendig ist, sind unter Bedachtnahme auf die in diesen Gegenständen festgelegten Teilungszahlen (§§ 16, 32, 36d und 48) Schüler mehrerer Klassen zur Erteilung des Unterrichtes zusammenzufassen. Wird die Mindestzahl auch dadurch nicht erreicht, so ist der Unterricht zu erteilen, wenn die Zahl der Schüler, die den Unterrichtsgegenstand gewählt haben, mindestens ein Drittel der Schülerzahl der betreffenden Klasse, jedenfalls aber mindestens drei beträgt.

(3) Wurden die Mindestzahlen nach den Abs. 1 und 2 in keinem der zur Wahl gestellten Pflichtgegenstände erreicht, so ist der Unterricht in jenem für alle Schüler der betreffenden Schulstufe vorgesehenen alternativen Pflichtgegenstand zu erteilen, den die meisten Schüler gewählt haben, bei gleicher Zahl jedoch in jenem alternativen Pflichtgegenstand, für den an der Schule die günstigsten personellen und räumlichen Voraussetzungen gegeben sind.

(4) Wurde in der letzten Schulstufe einer Schulart ein alternativer Pflichtgegenstand von weniger als 15 bzw. wurden die Pflichtgegenstände Fremdsprache und Ernährung und Haushalt von weniger als zwölf, mindestens jedoch von acht Schülern gewählt, so kann der Unterricht in diesem alternativen Pflichtgegenstand erteilt werden, wenn Schüler, die die betreffenden alternativen Pflichtgegenstände gewählt haben, andernfalls in anderen alternativen Pflichtgegenständen unterrichtet werden müssten und dies dazu führen würde, dass in einem anderen alternativen Pflichtgegenstand der Unterricht in Gruppen oder in zusätzlichen Gruppen zu erteilen wäre.

(5) Die Abs. 1 und 3 gelten sinngemäß für die Entscheidung, welche der im Lehrplan vorgesehenen Fremdsprachen als Pflichtgegenstand oder verbindliche Übung Lebende Fremdsprache geführt wird, sofern hiefür die personellen Voraussetzungen gegeben sind.

In Kraft seit 01.08.2014 bis 31.12.9999
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