RS OGH 1971/6/25 11Os79/71, 12Os111/72, 13Os120/76, 10Os156/77, 12Os81/78, 13Os131/78, 12Os31/82, 9O

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.06.1971
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Norm

StPO §312
StPO §345 Abs1 Z6

Rechtssatz

In die Frage ist neben den gesetzlichen Merkmalen auch ein gewisses Maß von konkreten Tatsachen aufzunehmen, damit der mit den Worten des Gesetzes bloß abstrakt dargestellten Tat das Gepräge eines individuellen Vorganges verliehen wird (Individualisierung, Konkretisierung).

Entscheidungstexte

  • 11 Os 79/71
    Entscheidungstext OGH 25.06.1971 11 Os 79/71
  • 12 Os 111/72
    Entscheidungstext OGH 22.12.1972 12 Os 111/72
    Beisatz: Zur Vermeidung einer wiederholten Verfolgung der Angeklagten wegen derselben Tat. (T1) Veröff: EvBl 1973/168 S 357 = ZfRV 1974 H3,220 (mit Glosse von Marschall)
  • 13 Os 120/76
    Entscheidungstext OGH 19.11.1976 13 Os 120/76
    Ähnlich; Beisatz: Aufnahme konkreter Tatumstände nur in dem Ausmaß, dass eine unverwechselbare und deutliche Bezeichnung vorliegt. (T2)
  • 10 Os 156/77
    Entscheidungstext OGH 21.12.1977 10 Os 156/77
  • 12 Os 81/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 12 Os 81/78
    Beisatz: Tatumstände die für die Subsumtion und die bestimmte Tatkennzeichnung von Bedeutung sind, sind in die Frage aufzunehmen. (T3)
  • 13 Os 131/78
    Entscheidungstext OGH 23.11.1978 13 Os 131/78
    Beis wie T1; Beis wie T3
  • 12 Os 31/82
    Entscheidungstext OGH 15.04.1982 12 Os 31/82
    Vgl auch
  • 9 Os 63/82
    Entscheidungstext OGH 08.06.1982 9 Os 63/82
  • 12 Os 118/82
    Entscheidungstext OGH 14.10.1982 12 Os 118/82
    Vgl auch; Beis wie T3; Veröff: SSt 53/61
  • 10 Os 22/83
    Entscheidungstext OGH 22.03.1983 10 Os 22/83
    Vgl; Beisatz: Umstände, die weder zu den in der gesetzlichen Definition des Delikts bezeichneten Tatbestandsmerkmalen zählen noch zur Individualisierung der Tat erforderlich sind, sind in eine Schuldfrage nicht aufzunehmen (hier: nähere Hinweise auf die Handlungen eines Diebsgenossen). (T4)
  • 12 Os 179/83
    Entscheidungstext OGH 21.03.1984 12 Os 179/83
    Vgl auch; Beisatz: Hier zur Frage nach § 3g VerbotsG. (T5)
  • 10 Os 187/84
    Entscheidungstext OGH 04.12.1984 10 Os 187/84
    Vgl auch; Beisatz: Nur durch die Anführung auch dieser Tatumstände in den Schuldfragen wird dem Schwurgerichtshof die Subsumtion des von den Geschwornen ihrem Wahrspruch zugrunde gelegten Sachverhalts (bei der Urteilsfällung) überhaupt erst ermöglicht und andererseits die Überprüfbarkeit dieser Subsumtion durch den OGH im Rechtsmittelverfahren (§ 345 Abs 1 Z 11 lit a, 12, 13 StPO) gewährleistet. (T6) Veröff: EvBl 1985/97 S 473 = SSt 55/82
  • 12 Os 158/84
    Entscheidungstext OGH 13.12.1984 12 Os 158/84
    Beis wie T1
  • 9 Os 184/84
    Entscheidungstext OGH 23.01.1985 9 Os 184/84
    Veröff: EvBl 1985/134 S 632 = SSt 56/7
  • 10 Os 111/85
    Entscheidungstext OGH 08.10.1985 10 Os 111/85
    Vgl auch; Beisatz: Individualisierung zwecks Ausschaltung der Gefahr einer Doppelverurteilung, Konkretisierung zwecks Überprüfung der Subsumtion erforderlich. (T7)
  • 9 Os 172/85
    Entscheidungstext OGH 04.12.1985 9 Os 172/85
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 13 Os 10/86
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 13 Os 10/86
    Vgl auch
  • 12 Os 190/85
    Entscheidungstext OGH 20.02.1986 12 Os 190/85
    Vgl auch
  • 13 Os 44/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 13 Os 44/86
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T6
  • 12 Os 135/86
    Entscheidungstext OGH 18.12.1986 12 Os 135/86
    Vgl auch; Beisatz: Im Gegensatz zur echten Zusatzfrage, bei denen es einer weitergehenden Konkretisierung (oder gar Spezialisierung) nicht bedarf. (T8)
  • 11 Os 82/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 11 Os 82/87
    Vgl; Beis ähnlich T2; Beisatz: Individualisierung nur soweit, dass eine neuerliche Verfolgung und Verurteilung wegen derselben Tat ausgeschlossen ist. (T9)
  • 12 Os 115/87
    Entscheidungstext OGH 15.10.1987 12 Os 115/87
    Beis wie T6
  • 12 Os 114/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 12 Os 114/87
    Beis wie T6
  • 11 Os 4/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 11 Os 4/88
    Beis wie T6
  • 15 Os 131/91
    Entscheidungstext OGH 15.05.1992 15 Os 131/91
    Vgl auch
  • 15 Os 67/92
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 15 Os 67/92
    Vgl auch; Beis wie T7
  • 14 Os 26/93
    Entscheidungstext OGH 20.04.1993 14 Os 26/93
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 12 Os 29/93
    Entscheidungstext OGH 06.05.1993 12 Os 29/93
    Beis wie T1
  • 11 Os 124/93
    Entscheidungstext OGH 12.10.1993 11 Os 124/93
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T7
  • 13 Os 4/94
    Entscheidungstext OGH 21.06.1994 13 Os 4/94
    Beis wie T6
  • 14 Os 2/95
    Entscheidungstext OGH 21.03.1995 14 Os 2/95
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 11 Os 4/96
    Entscheidungstext OGH 21.05.1996 11 Os 4/96
    Vgl auch
  • 11 Os 129/96
    Entscheidungstext OGH 01.10.1996 11 Os 129/96
    Vgl auch
  • 15 Os 79/97
    Entscheidungstext OGH 19.06.1997 15 Os 79/97
    Vgl auch
  • 14 Os 116/99
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 14 Os 116/99
    Auch; Beisatz: Es reicht nicht aus, wenn aus der Anführung der gesetzlichen Tatbestands- und Qualifikationsmerkmale nicht hervorgeht, auf welche konkreten Tatsachen, die diese Merkmale im Einzelfall verwirklichen, die Frage gerichtet ist. (T10)
  • 12 Os 13/01
    Entscheidungstext OGH 19.04.2001 12 Os 13/01
    Auch; Beis wie T6; Beisatz: Die Rechtsfrage, welche Fassung des zwischen Tatbegehung und Urteilsfällung in erster Instanz geänderten Tatbestands auf die dem Angeklagten laut Anklagevorwurf zur Last gelegte Tat anzuwenden ist, hat der Schwurgerichtshof selbst zu beantworten und das Fragenschema darauf entsprechend abzustimmen. Den Günstigkeitsvergleich gemäß § 61 StGB durch Hauptfrage und Eventualfrage nach Tatbestandsverwirklichung nach altem und neuem Recht an die Geschworenen heranzutragen, widerspricht dem Gesetz. (T11)
  • 11 Os 48/02
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 11 Os 48/02
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 12 Os 61/06x
    Entscheidungstext OGH 22.06.2006 12 Os 61/06x
    Vgl auch; Beisatz: Die Unterlassung des Schwurgerichtshofes, im Rahmen der Schuldfragen nach einem konkreten historischen Geschehen zu fragen, macht das Urteil prinzipiell aus der Z 6 des § 345 Abs 1 StPO nichtig (WK-StPO § 345 Rz 41). (T12)
  • 14 Os 75/07x
    Entscheidungstext OGH 31.07.2007 14 Os 75/07x
    Vgl; Beisatz: Einer erschöpfenden Beschreibung des gesamten Geschehens in allen Einzelheiten, bedarf es nicht. Aus dem Wahrspruch müssen vielmehr lediglich alle schuldbezogenen Elemente, die als erwiesen angenommen oder verneint worden sind, hervorkommen. (T13)
  • 13 Os 140/08z
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 13 Os 140/08z
    Vgl; Beis wie T12
  • 13 Os 61/09h
    Entscheidungstext OGH 23.07.2009 13 Os 61/09h
    Vgl
  • 11 Os 126/10d
    Entscheidungstext OGH 19.10.2010 11 Os 126/10d
    Vgl auch
  • 12 Os 4/15b
    Entscheidungstext OGH 07.05.2015 12 Os 4/15b
    Auch
  • 15 Os 143/16t
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Os 143/16t
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T9; Beis wie T13
  • 11 Os 35/17g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2017 11 Os 35/17g
    Auch
  • 11 Os 116/17v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 11 Os 116/17v
    Auch
  • 14 Os 118/17k
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 118/17k
    Auch
  • 14 Os 127/19k
    Entscheidungstext OGH 11.12.2018 14 Os 127/19k
    Auch
  • 11 Os 41/19t
    Entscheidungstext OGH 23.07.2019 11 Os 41/19t
    Vgl; Beis wie T13
  • 14 Os 98/19x
    Entscheidungstext OGH 14.01.2020 14 Os 98/19x
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T12
  • 14 Os 17/20m
    Entscheidungstext OGH 24.03.2020 14 Os 17/20m
    Vgl
  • 15 Os 98/20f
    Entscheidungstext OGH 19.11.2020 15 Os 98/20f
    Vgl
  • 14 Os 135/20i
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 14 Os 135/20i
    Vgl; Beisatz: Hier: Fehlende Sachverhaltsgrundlage zur von § 246 Abs 1 StGB erfassten Zweckausrichtung der inkriminierten Verbindung im Wahrspruch zufolge bloßer Wiedergabe der verba legalia ohne Sachverhaltsbezug. (T14)
  • 12 Os 151/21d
    Entscheidungstext OGH 24.02.2022 12 Os 151/21d
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0100686

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

11.04.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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