RS OGH 2024/9/3 15Os18/89; 14Os10/02; 13Os36/04; 14Os80/07g; 15Os95/08x; 17Os21/16s; 14Os14/20w; 14O

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 14.03.1989
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Norm

StGB §28 G
StGB §146 F
StGB §147 Abs3
StGB §148
StGB §302 Abs2
  1. StGB § 147 heute
  2. StGB § 147 gültig ab 11.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 201/2021
  3. StGB § 147 gültig von 01.01.2016 bis 10.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  4. StGB § 147 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  5. StGB § 147 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2009
  6. StGB § 147 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  7. StGB § 147 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  8. StGB § 147 gültig von 01.10.2002 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  9. StGB § 147 gültig von 01.01.2002 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  10. StGB § 147 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StGB § 302 heute
  2. StGB § 302 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 302 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 302 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 302 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Beim Zusammentreffen eines echten Sonderdeliktes (hier: § 302 StGB) mit einem allgemein strafbaren Delikt (hier: §§ 146 ff StGB) verdrängt ersteres das letztere dann, aber auch nur dann, wenn sich das allgemeine Delikt wenigstens phasenweise als Ausübung der (damit missbrauchten) Befugnis zur Vornahme von Amtsgeschäften darstellt und es außerdem nicht strenger strafbedroht ist; dies trifft im Fall der Gesetzeskonkurrenz zwischen einem nach § 302 Abs 2 StGB (nF) schadensqualifizierten Amtsmissbrauch und dem nach § 147 Abs 3 und/oder § 148 zweiter Fall StGB qualifizierten Betrug zu.Beim Zusammentreffen eines echten Sonderdeliktes (hier: Paragraph 302, StGB) mit einem allgemein strafbaren Delikt (hier: Paragraphen 146, ff StGB) verdrängt ersteres das letztere dann, aber auch nur dann, wenn sich das allgemeine Delikt wenigstens phasenweise als Ausübung der (damit missbrauchten) Befugnis zur Vornahme von Amtsgeschäften darstellt und es außerdem nicht strenger strafbedroht ist; dies trifft im Fall der Gesetzeskonkurrenz zwischen einem nach Paragraph 302, Absatz 2, StGB (nF) schadensqualifizierten Amtsmissbrauch und dem nach Paragraph 147, Absatz 3, und/oder Paragraph 148, zweiter Fall StGB qualifizierten Betrug zu.

Entscheidungstexte

  • RS0090968">15 Os 18/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 15 Os 18/89
    Veröff: EvBl 1989/125 S 464
  • RS0090968">14 Os 10/02
    Entscheidungstext OGH 28.05.2002 14 Os 10/02
    Vgl auch; Beisatz: Echte Konkurrenz bei Zusammentreffen von gewerbsmäßig schwerem Betrug nach §§ 146, 147 Abs 1 Z 1, Abs 2, 148 zweiter Fall StGB mit dem Grundtatbestand des § 302 Abs 1 StGB. (T1)
  • RS0090968">13 Os 36/04
    Entscheidungstext OGH 07.04.2004 13 Os 36/04
    Vgl
  • RS0090968">14 Os 80/07g
    Entscheidungstext OGH 16.10.2007 14 Os 80/07g
    Vgl auch; Beisatz: Geht einem Missbrauch der Amtsgewalt ein allgemeines Delikt voraus, so liegt echte Konkurrenz vor. (T2) Beisatz: Die Annahme von Scheinkonkurrenz scheitert hier daran, dass die Merkmale des Betruges bei der Begehung des Sonderdelikts nicht mitverwirklicht wurden. (§ 302 Abs 1, Abs 2 2. Fall StGB und §§ 15, 146, 147 Abs 1 Z 1 1. Fall und Abs 3 in Verbindung mit § 12 StGB) (T3)
  • RS0090968">15 Os 95/08x
    Entscheidungstext OGH 16.10.2008 15 Os 95/08x
    nur: Beim Zusammentreffen eines echten Sonderdeliktes (hier: § 302 StGB) mit einem allgemein strafbaren Delikt (hier: §§ 146 ff StGB) verdrängt ersteres das letztere dann, aber auch nur dann, wenn sich das allgemeine Delikt wenigstens phasenweise als Ausübung der (damit missbrauchten) Befugnis zur Vornahme von Amtsgeschäften darstellt und es außerdem nicht strenger strafbedroht ist. (T4)
  • RS0090968">17 Os 21/16s
    Entscheidungstext OGH 03.10.2016 17 Os 21/16s
    Vgl aber; Beisatz: Dies ist nicht der Fall, wenn der Beamte durch Amtsgeschäfte einen Beitrag zu einem von einem Nichtbeamten verwirklichten Betrug leistet. (T5)
  • RS0090968">14 Os 14/20w
    Entscheidungstext OGH 24.03.2020 14 Os 14/20w
    Vgl
  • RS0090968">14 Os 141/19w
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 14 Os 141/19w
    Vgl
  • RS0090968">14 Os 149/21z
    Entscheidungstext OGH 22.02.2022 14 Os 149/21z
    Vgl
  • RS0090968">14 Os 62/24k
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 62/24k
    vgl; Beisatz: Verdrängung durch den Scheinkonkurrenztypus (stillschweigender) Subsidiarität. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0090968

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.11.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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