RS OGH 2024/5/22 13Os13/17m; 13Os127/16z (13Os52/17x); 13Os73/17k; 13Os54/17s; 13Os4/17p; 13Os70/17v

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.05.2024
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Norm

FinStrG §37
FinStrG §38
UZK Art79 Abs3 litc
  1. FinStrG Art. 1 § 37 heute
  2. FinStrG Art. 1 § 37 gültig ab 23.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2019
  3. FinStrG Art. 1 § 37 gültig von 01.01.2011 bis 22.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  4. FinStrG Art. 1 § 37 gültig von 13.01.1999 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  5. FinStrG Art. 1 § 37 gültig von 01.01.1995 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  6. FinStrG Art. 1 § 37 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975
  1. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.2016 bis 22.07.2019 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 62/2019
  2. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 15.12.2012 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  3. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.2011 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2010
  4. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2005
  5. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 05.06.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2004
  6. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 13.01.1999 bis 04.06.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  7. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.1995 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 681/1994
  8. FinStrG Art. 1 § 38 gültig von 01.01.1976 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 335/1975

Rechtssatz

§ 38 FinStrG idF BGBl I 2015/163 verlangt die Absicht, sich selbst einen (nicht bloß geringfügigen fortlaufenden) abgabenrechtlichen Vorteil zu verschaffen. Daher scheidet nunmehr ? anders als  nach der Rechtslage vor BGBl I 2015/163 (vgl RIS?Justiz RS0086571, RS0086573 und RS0086909) ? die Absicht, sich mittelbar über die Beteiligung an dem von der Abgabenverkürzung profitierenden Unternehmen einen Vermögensvorteil zu verschaffen, als qualifikationsbegründend iSd § 38 FinStrG aus.Paragraph 38, FinStrG in der Fassung BGBl I 2015/163 verlangt die Absicht, sich selbst einen (nicht bloß geringfügigen fortlaufenden) abgabenrechtlichen Vorteil zu verschaffen. Daher scheidet nunmehr ? anders als  nach der Rechtslage vor BGBl römisch eins 2015/163 vergleiche RIS?Justiz RS0086571, RS0086573 und RS0086909) ? die Absicht, sich mittelbar über die Beteiligung an dem von der Abgabenverkürzung profitierenden Unternehmen einen Vermögensvorteil zu verschaffen, als qualifikationsbegründend iSd Paragraph 38, FinStrG aus.

Entscheidungstexte

  • RS0131593">13 Os 13/17m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 13/17m
  • RS0131593">13 Os 127/16z
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 127/16z
  • RS0131593">13 Os 73/17k
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 73/17k
    Vgl; Beisatz: Beisatz: Ein bloß wirtschaftlicher Vorteil (hier aus dem gewinnbringenden Verhandeln zuvor von anderen geschmuggelten Zigaretten) reicht nicht aus. (T1)
  • RS0131593">13 Os 54/17s
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 54/17s
  • RS0131593">13 Os 4/17p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 4/17p
  • RS0131593">13 Os 70/17v
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 70/17v
  • RS0131593">13 Os 5/17k
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 5/17k
    Auch; Beisatz: Vermögensbestandteile, die der unmittelbare Täter und Abgabenschuldner einem Beitragstäter zukommen lässt, bedeuten ? auch wenn sie aus einer Steuerersparnis herrühren ? keinen abgabenrechtlichen Vorteil für sie selbst. (T2)
  • RS0131593">13 Os 88/17s
    Entscheidungstext OGH 11.10.2017 13 Os 88/17s
    Beisatz: Personengesellschaften sind in ertragsteuerlicher Hinsicht nicht Steuersubjekt. Deren Einkommen wird den Gesellschaftern anteilig zugerechnet und bei diesen der Einkommens? oder Körperschaftsbesteuerung unterworfen. Dass sich der persönlich haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft als solcher durch Verkürzung von Einkommensteuer selbst einen abgabenrechtlichen Vorteil verschafft, ist somit rechtlich denkbar. (T3)
    Beisatz: Kapitalgesellschaften unterliegen als selbständige Steuersubjekte der Körperschaftsteuer. Der Geschäftsführer einer GmbH kann sich allein durch Verkürzung der von der GmbH geschuldeten Körperschaftsteuer selbst keinen abgabenrechtlichen Vorteil verschaffen.
    Anderes gilt für den Gesellschafter-Geschäftsführer und die Verkürzung von Kapitalertragsteuer, die auf verdeckten Gewinnausschüttungen beruht. Die Kapitalertragsteuer ist eine (durch Steuerabzug erhobene) besondere Form der Einkommensteuer. Schuldner der Kapitalertragsteuer ist der Empfänger der Kapitalerträge (§ 95 Abs 1 erster Satz EStG). Kommen die Einkünfte aus dem Kapitalvermögen dem zum Steuerabzug verpflichteten (vgl dazu § 95 Abs 2 EStG) Anteilseigner zu, kann sich dieser durch Unterlassen des Abzugs selbst einen abgabenrechtlichen Vorteil verschaffen. (T4)
  • RS0131593">13 Os 7/18f
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 7/18f
    Auch
  • RS0131593">13 Os 40/18h
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 40/18h
  • RS0131593">13 Os 115/17m
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 115/17m
    Auch
  • RS0131593">13 Os 29/18s
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 29/18s
    Auch
  • RS0131593">13 Os 75/18f
    Entscheidungstext OGH 10.10.2018 13 Os 75/18f
    Auch; Beis wie T4
  • RS0131593">13 Os 108/18h
    Entscheidungstext OGH 16.01.2019 13 Os 108/18h
    Auch; Beisatz: Da die Lohnsteuer vom Arbeitnehmer geschuldet wird (§ 83 Abs 1 EStG), kommt ein abgabenrechtlicher Vorteil des Arbeitgebers durch Nichtabführen der Lohnsteuer (§ 33 Abs 2 lit b FinStrG) nicht in Betracht. (T5)
    Beisatz: Da die Dienstgeberbeiträge zum Ausgleichsfonds für Familienbeihilfen und die Zuschläge zu diesen Beiträgen vom Dienstgeber geschuldet werden (vgl § 39 Abs 2 lit a und § 41 Abs 1 FLAG sowie § 122 Abs 7 WKG), kann sich ein Dienstgeber durch Nichtabführen dieser Beträge (§ 33 Abs 2 lit b FinStrG) einen abgabenrechtlichen Vorteil verschaffen. (T6)
  • RS0131593">13 Os 5/19p
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 13 Os 5/19p
    Vgl; Beisatz: Art 79 Abs 3 lit c UZK normiert eine Haftungsbestimmung, welche die Zollschuld des Hehlers (erst) durch seine (iSd § 37 Abs 1 lit a FinStrG tatbildliche) Handlung entstehen lässt. Ein aus deren wiederkehrender Begehung resultierender abgabenrechtlicher Vorteil des Hehlers (vgl § 38 Abs 2 FinStrG) kommt daher nicht in Betracht. (T7)
  • RS0131593">13 Os 33/19f
    Entscheidungstext OGH 10.07.2019 13 Os 33/19f
    Auch
  • RS0131593">13 Os 128/18z
    Entscheidungstext OGH 10.07.2019 13 Os 128/18z
  • RS0131593">13 Os 120/23f
    Entscheidungstext OGH 22.05.2024 13 Os 120/23f
    vgl; nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131593

Im RIS seit

07.09.2017

Zuletzt aktualisiert am

27.06.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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