RS OGH 1978/1/31 8Ob1/78, 8Ob198/79 (8Ob268/79), 8Ob300/79, 8Ob57/81, 8Ob240/81, 1Ob632/82, 2Ob100/8

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Veröffentlicht am 31.01.1978
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Norm

ZPO §503 Z2

Rechtssatz

Eine Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes durch das Berufungsgericht liegt vor, wenn dieses von den Feststellungen des Erstgerichtes ohne Beweiswiederholung oder auf Grund einer unvollständigen Wiederholung der mit dem Beweisthema zusammenhängenden Beweise, auf die das Erstgericht entscheidende Feststellungen gestützt hat, abgeht oder wenn es ohne Beweiswiederholung Feststellungen auf Grund der in erster Instanz aufgenommenen Beweise ergänzt.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 1/78
    Entscheidungstext OGH 31.01.1978 8 Ob 1/78
  • 8 Ob 198/79
    Entscheidungstext OGH 22.11.1979 8 Ob 198/79
    nur: Eine Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes durch das Berufungsgericht liegt vor, wenn dieses von den Feststellungen des Erstgerichtes ohne Beweiswiederholung oder auf Grund einer unvollständigen Wiederholung der mit dem Beweisthema zusammenhängenden Beweise, auf die das Erstgericht entscheidende Feststellungen gestützt hat, abgeht. (T1)
  • 8 Ob 300/79
    Entscheidungstext OGH 26.06.1980 8 Ob 300/79
    Auch; nur T1
  • 8 Ob 57/81
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 8 Ob 57/81
  • 8 Ob 240/81
    Entscheidungstext OGH 03.12.1981 8 Ob 240/81
    Auch; nur T1
  • 1 Ob 632/82
    Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 632/82
    nur T1
  • 2 Ob 100/82
    Entscheidungstext OGH 13.07.1982 2 Ob 100/82
    Auch
  • 1 Ob 660/84
    Entscheidungstext OGH 19.09.1984 1 Ob 660/84
    nur: Eine Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes durch das Berufungsgericht liegt vor, wenn dieses von den Feststellungen des Erstgerichtes ohne Beweiswiederholung abgeht. (T2)
    Veröff: SZ 57/142
  • 7 Ob 526/85
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 526/85
    nur T2
  • 2 Ob 134/88
    Entscheidungstext OGH 25.10.1988 2 Ob 134/88
    nur T2; Beisatz: Auch wenn das Berufungsgericht seine rechtliche Beurteilung unter Abweichung von den Tatsachenfeststellungen des Erstgerichtes ohne Durchführung einer Beweiswiederholung trifft. (T3)
  • 9 ObA 210/89
    Entscheidungstext OGH 13.09.1989 9 ObA 210/89
    nur T2
  • 10 ObS 2/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 10 ObS 2/92
    nur T2; Veröff: SSV - NF 6/10
  • 10 ObS 3/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1992 10 ObS 3/92
    nur T2
  • 9 ObA 27/93
    Entscheidungstext OGH 24.02.1993 9 ObA 27/93
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Nicht jedoch, wenn offenbar bedenkliche Feststellungen nicht übernommen werden. (T4)
  • 10 ObS 122/93
    Entscheidungstext OGH 13.07.1993 10 ObS 122/93
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 571/92
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 3 Ob 571/92
    nur T1
  • 10 ObS 132/94
    Entscheidungstext OGH 27.09.1994 10 ObS 132/94
    Auch; nur T2
  • 8 Ob 517/95
    Entscheidungstext OGH 29.06.1995 8 Ob 517/95
    nur T2
  • 4 Ob 1606/95
    Entscheidungstext OGH 19.09.1995 4 Ob 1606/95
  • 2 Ob 2288/96a
    Entscheidungstext OGH 31.10.1996 2 Ob 2288/96a
    nur T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 150/97y
    Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 150/97y
    nur T2; Beis wie T3
  • 5 Ob 2027/96s
    Entscheidungstext OGH 04.09.1997 5 Ob 2027/96s
    nur T2
  • 3 Ob 25/97s
    Entscheidungstext OGH 15.07.1998 3 Ob 25/97s
    nur T3
  • 2 Ob 246/98k
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 2 Ob 246/98k
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 2 Ob 20/00f
    Entscheidungstext OGH 03.02.2000 2 Ob 20/00f
    nur: Eine Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes durch das Berufungsgericht liegt vor, wenn dieses von den Feststellungen des Erstgerichtes ohne Beweiswiederholung abgeht oder wenn es ohne Beweiswiederholung Feststellungen auf Grund der in erster Instanz aufgenommenen Beweise ergänzt. (T5)
  • 10 Ob 299/00v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2001 10 Ob 299/00v
    nur T2
  • 7 Ob 237/01f
    Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 237/01f
    Auch
  • 7 Ob 28/04z
    Entscheidungstext OGH 21.04.2004 7 Ob 28/04z
    Auch
  • 4 Ob 22/05x
    Entscheidungstext OGH 14.03.2005 4 Ob 22/05x
    nur: Eine Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes durch das Berufungsgericht liegt vor, wenn dieses von den Feststellungen des Erstgerichtes auf Grund einer unvollständigen Wiederholung der mit dem Beweisthema zusammenhängenden Beweise, auf die das Erstgericht entscheidende Feststellungen gestützt hat, abgeht. (T6)
    Veröff: SZ 2005/35
  • 3 Ob 81/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 3 Ob 81/06t
    Auch; Beisatz: Hier gelangte das Berufungsgericht nicht aus rein rechtlichen Überlegungen zu einem abweichenden Urteil, sondern auf der Grundlage von über jene des Erstgerichts hinausgehenden Tatsachenannahmen, die es in nichtöffentlicher Sitzung und ohne Beweisergänzung traf. (T7)
  • 8 Ob 165/06g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2007 8 Ob 165/06g
    Vgl; Beisatz: Die Vorgangsweise des Berufungsgerichtes, das ohne Vornahme einer Beweisergänzung unter Bewertung der in erster Instanz aufgenommenen Beweise zum Ergebnis gelangte, die von den Berufungswerbern begehrte Feststellung könne nach dem Akteninhalt nicht getroffen werden, bewirkt einen Verstoß gegen den Unmittelbarkeitsgrundsatz und damit eine Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens. (T8)
    Beisatz: Hier aber keine Relevanz dieses Verstoßes. (T9)
  • 3 Ob 27/07b
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 3 Ob 27/07b
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 17/08v
    Entscheidungstext OGH 20.06.2008 1 Ob 17/08v
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 105/08z
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 105/08z
    Auch
  • 10 Ob 102/08k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2009 10 Ob 102/08k
    Vgl; Beisatz: Hier: Verstoß des Rekursgerichts gegen § 52 Abs 1 AußStrG. (T10)
  • 5 Ob 20/09s
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 20/09s
    Vgl; Beisatz: Betreffen die ergänzten Feststellungen einen für die Entscheidung wesentlichen Umstand, stellt die Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes auch eine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO dar. (T11)
  • 7 Ob 42/10t
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 42/10t
    Beis wie T11
  • 9 ObA 82/10i
    Entscheidungstext OGH 29.09.2010 9 ObA 82/10i
    Vgl auch
  • 10 ObS 8/11s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 ObS 8/11s
    Vgl auch; Veröff: SZ 2011/38
  • 10 Ob 25/11s
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 25/11s
    Auch
  • 3 Ob 90/11y
    Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 90/11y
    Vgl auch; Beis auch wie T8
  • 8 Ob 92/11d
    Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 92/11d
    Auch
  • 7 Ob 183/11d
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 183/11d
    Vgl auch
  • 1 Ob 25/13b
    Entscheidungstext OGH 07.03.2013 1 Ob 25/13b
    Vgl auch
  • 7 Ob 46/14m
    Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 46/14m
    Auch; Beisatz: Das Berufungsgericht verletzt den Grundsatz der Unmittelbarkeit, wenn es von erstgerichtlichen Feststellungen, die auf einer unmittelbaren Beweisaufnahme beruhen, ohne Beweiswiederholung abgeht oder sich bei wesentlichen Feststellungen zu einem Tatsachenkomplex, die von jenen des Erstgerichts abweichen, mit einer partiellen Beweiswiederholung begnügt. (T12)
    Veröff: SZ 2014/38
  • 9 Ob 68/14m
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 9 Ob 68/14m
    Auch; Beis wie T9
  • 9 ObA 116/15x
    Entscheidungstext OGH 26.11.2015 9 ObA 116/15x
    Auch; Beis wie T4
  • 7 Ob 201/15g
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Ob 201/15g
    Beis wie T11
  • 2 Ob 228/16t
    Entscheidungstext OGH 19.12.2016 2 Ob 228/16t
    Auch; Beis wie T10
  • 7 Ob 20/17t
    Entscheidungstext OGH 29.03.2017 7 Ob 20/17t
    Vgl; Beis wie T8
  • 3 Ob 39/17g
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 39/17g
    Auch
  • 8 Ob 48/17t
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 48/17t
    Auch; Veröff: SZ 2017/85
  • 2 Ob 241/16d
    Entscheidungstext OGH 24.10.2017 2 Ob 241/16d
    Beis wie T3; nur T5; Beis wie T11
  • 1 Ob 202/17p
    Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 202/17p
    Auch
  • 10 Ob 32/17d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2017 10 Ob 32/17d
    Auch
  • 4 Ob 86/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 86/18b
  • 9 Ob 62/18k
    Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 Ob 62/18k
  • 8 ObA 58/17p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 ObA 58/17p
    Auch
  • 1 Ob 2/21g
    Entscheidungstext OGH 22.06.2021 1 Ob 2/21g
    Vgl; Beisatz: Eine Verletzung des Unmittelbarkeitsgrundsatzes liegt aber dann nicht vor, wenn das Berufungsgericht einem vom Beklagten aus der Aussage der Klägerin abgeleiteten (weiteren) Sachverhaltselement keine Relevanz beimisst, weil es die Ansicht vertritt, dieses würde nichts am Verschuldenssausspruch des Erstgerichts ändern. (T13)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0043057

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

10.09.2021
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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