§ 29 T-SOG Aufbau

T-SOG - Schulorganisationsgesetz 1991, Tiroler

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Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung: 24.04.2018

(1) Die Hauptschule umfaßt vier Schulstufen, und zwar die fünfte bis achte Schulstufe. Jeder Schulstufe hat mindestens eine Klasse zu entsprechen.

(2) Der Unterricht in den Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache ist in der Hauptschule nach Maßgabe der Abs. 3 bis 9 in Gruppen zu erteilen.

(3) Die Zahl der Gruppen in den im Abs. 2 genannten Pflichtgegenständen darf die Zahl der Klassen der betreffenden Schulstufe um eins, ab sechs Klassen höchstens um zwei übersteigen. Die Zahl der Gruppen je Schulstufe kann für Hauptschulklassen, die nach dem Lehrplan der Schihauptschule geführt werden, gesondert ermittelt werden, wenn dies aus organisatorischen Gründen notwendig ist.

(4) An Hauptschulen mit nur einer Klasse in der achten Schulstufe können in dieser Schulstufe in den im Abs. 2 genannten Pflichtgegenständen ab einer Schülerzahl von 21 drei Gruppen eingerichtet werden.

(5) Werden in einer Klasse Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet, so kann die Einbeziehung

a)

der Schüler dieser Klasse oder

b)

der Schüler aller Klassen der betreffenden Schulstufe

in die Gruppen nach Abs. 2 entfallen, wenn dies aus pädagogischen Gründen zweckmäßig ist. Im Falle der lit. a ist die betreffende Klasse bei der Berechnung der Zahl der Gruppen nach den Abs. 3 und 4 nicht zu berücksichtigen.

(6) Die Zahl der Schüler in einer Gruppe darf 25 nicht übersteigen und im Durchschnitt der betreffenden Schule zehn nicht unterschreiten. Werden an Hauptschulen mit nur einer Klasse in der achten Schulstufe drei Gruppen geführt, so bezieht sich die Durchschnittszahl zehn nur auf die Schüler der fünften bis siebten Schulstufe.

(7) Abweichend von den Bestimmungen der Abs. 3, 4 und 5 kann in den Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache durch Verordnung in jeder Schulstufe je eine weitere Gruppe eingerichtet werden, wenn dies aus pädagogischen Gründen erforderlich ist und die räumlichen und personellen Voraussetzungen hierfür gegeben sind (schulautonome Gruppenbildung). Durch eine solche Maßnahme darf der für die betreffende Schule festgelegte Rahmen an Lehrerwochenstunden (§ 36 Abs. 3) nicht überschritten werden.

(8) Die Schüler einer Schulstufe sind auf die einzelnen Gruppen nach Möglichkeit so zu verteilen, daß

a)

jeder Gruppe eine Leistungsgruppe entspricht,

b)

die Schülerzahl in den einzelnen Gruppen, die derselben Leistungsgruppe entsprechen, gleich hoch ist.

(9) Die Teilung von Gruppen während des Unterrichtsjahres wegen einer Überschreitung der Gruppenschülerhöchstzahl ist nur aus schwerwiegenden pädagogischen Gründen zulässig.

(10) Zur Ermöglichung eines zeitweise gemeinsamen Unterrichtes von nicht behinderten Kindern und Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf können die Schüler einer Hauptschulklasse mit den Schülern einer Sonderschulklasse während einzelner Unterrichtsstunden, einzelner Schultage oder einzelner Wochen des Schuljahres gemeinsam unterrichtet werden, soweit die räumlichen und personellen Voraussetzungen hiefür gegeben sind.

In Kraft seit 01.01.2014 bis 31.12.9999
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