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§ 2 NÖ KJHEV Begriffsdefinitionen

NÖ KJHEV - NÖ Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungsverordnung

Berücksichtigter Stand der Gesetzgebung:

Wohnformen zur Betreuung von Minderjährigen im Sinne dieser Verordnung sind:

1.

Sozialpädagogische Wohnformen: Einrichtungen für Minderjährige, die im Rahmen der Hilfeplanung des Kinder- und Jugendhilfeträgers einer Erziehungshilfe in Form einer vollen Erziehung bedürfen. Sie sollen den zu betreuenden Minderjährigen außerhalb der Familie einen Lebensraum zur Verfügung stellen, in dem die angemessene Versorgung ihrer individuellen, entwicklungsbedingten, materiellen, psychischen, körperlichen und sozialen Bedürfnisse erfolgen kann. Die Ausrichtung der Betreuung in sozialpädagogischen Wohnformen hat möglichst alltagsorientiert an familiennahen bzw. -ähnlichen Strukturen und Prozessen zu erfolgen.

2.

Sozialpädagogische Spezialwohnformen: Einrichtungen im Sinne der Z 1, die ein spezielles Lebensumfeld und Betreuungsangebot zur Verfügung stellen (z. B. tiergestützte Pädagogik) und dafür speziell ausgebildetes Personal aufweisen können.

3.

Sozialtherapeutische Wohnformen: Einrichtungen im Sinne der Z 1 oder Z 2, die zusätzlich mit integrierten therapeutischen Elementen arbeiten und Strukturen schaffen, in denen auch mehrfach bzw. schwer traumatisierte Minderjährige halt- und förderbar sind. In einem multiprofessionellen Team muss mindestens eine psychotherapeutisch ausgebildete Person oder eine klinische Psychologin oder ein klinischer Psychologe auf der Grundlage einer wissenschaftlichen, psychotherapeutisch-pädagogischen Konzeption tätig sein.

4.

Familienähnliche Wohnformen: Einrichtungen, die eine mittel- bis langfristige Betreuung ab dem Kleinkindalter sichern sollen. Sie orientieren sich in ihrer Konzeption am Lebensmodell Familie im Hinblick auf Anzahl der Bezugspersonen und Kontinuität sowie räumliche und soziale Voraussetzungen.

5.

Krisenzentren: Einrichtungen zur Überbrückung einer krisenhaften Periode mit akuter Kindeswohlgefährdung durch Verdacht auf Misshandlung, Missbrauch oder grobe Vernachlässigung, aber auch bei sozialen und familiären Krisen, wenn ein Verbleib des oder der Minderjährigen im familiären System problematisch erscheint. Neben der Betreuung der Minderjährigen ist es Aufgabe der Krisenzentren, mittels Krisenintervention und sozialer, psychologischer und pädagogischer Diagnostik Empfehlungen für eine Weiterversorgung innerhalb der Familie oder in einer Form der vollen Erziehung zu erarbeiten.

6.

Mutter-/Kind-Einrichtungen: Einrichtungen im Sinne der Z 1, die die Betreuung von minderjährigen Schwangeren und minderjährigen Müttern mit Kind sichern. Sie legen den Schwerpunkt der geleisteten Erziehungshilfe auf die Betreuung des unversorgten Kindes und die Anleitung der Mutter zur Betreuung des Kindes.

Gesetzestext in Kraft seit 01.01.2015 bis 31.12.9999
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