Das Prüfungsgebiet „Fachbereich“ hat gemäß § 3 Abs. 1 Z 4 des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung ein Thema aus dem Berufsfeld der Prüfungskandidatin bzw. des Prüfungskandidaten auf höherem Niveau zu beinhalten (dh. das Niveau liegt bezüglich des Umfanges und der Abstraktion deutlich über dem Niveau der Lehrabschlussprüfung von Lehrberufen oder Abschlussprüfungen von bis zu dreijährigen berufsbildenden mittleren Schulen).Das Prüfungsgebiet „Fachbereich“ hat gemäß Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 4, des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung ein Thema aus dem Berufsfeld der Prüfungskandidatin bzw. des Prüfungskandidaten auf höherem Niveau zu beinhalten (dh. das Niveau liegt bezüglich des Umfanges und der Abstraktion deutlich über dem Niveau der Lehrabschlussprüfung von Lehrberufen oder Abschlussprüfungen von bis zu dreijährigen berufsbildenden mittleren Schulen).
Die Prüfungswerberinnen und Prüfungswerber sollen mit den folgenden Bereichen der Handlungs- und Inhaltsbereiche des Prüfungsgebietes „Fachbereich“ vertraut sein:
1. Handlungsbereich:
2. Inhaltsbereich:
Die Darstellung der Inhaltsbereiche enthält:
Die angeführten Kapitel des Inhaltsbereiches werden in der Folge für die Fachbereiche dargestellt. Als genauere Referenz dient, wenn vorhanden, der gegenstandsbezogene Lehrplan der jeweiligen berufsbildenden höheren Schule. Die in der Folge dargestellten Inhalte enthalten nicht den gesamten Lehrstoff typenbildender Gegenstände berufsbildender höherer Schulen, sondern sollen eine gute Basis für das Verständnis des Faches ergeben.
Im Fachbereich spielt die Qualifikation der vorbereitenden und prüfenden Lehrenden eine wichtige Rolle, da hier unterschiedliche Zugänge gegeben sind. Daher werden diese Qualifikationen für jeden Fachbereich angeführt.
Die Verknüpfung der angeführten Handlungsbereiche mit den Inhaltsbereichen ergibt an den Kreuzungspunkten die Lehrinhalte (analog zum Curriculum aus dem Prüfungsgebiet Mathematik).
3. Inhaltsbereiche der einzelnen Fachbereiche
4. Didaktische Richtlinien für unterschiedliche Zielgruppen
Die Zielgruppen der Berufsreifeprüfung sind einerseits jugendliche (noch nicht volljährige) und andererseits erwachsene Bildungswerberinnen und Bildungswerber mit einer vollständigen oder abgebrochenen schulischen oder beruflichen Ausbildung (zB einer berufsbildenden mittleren Schule oder einer Berufsschule).
Unterschiedliche Kompetenzen zwischen jugendlichen und erwachsenen Bildungswerberinnen und Bildungswerbern sind im Fachbereich in verstärktem Ausmaß gegeben, da die Dauer der beruflichen Erfahrung eine große Rolle spielt. Auf der anderen Seite ist eine umfassende Einführung junger Bildungswerberinnen und Bildungswerber in das Berufsfeld durch die duale oder fachschulische Ausbildung dazu geeignet, die aktuellen Anforderungen darzustellen. Daher ist auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Zielgruppen in der Vorbereitung einzugehen.
Praxiszertifikate auf höherem Niveau, die im Berufsfeld bekannt und gebräuchlich sind, sollen bei der Vorbereitung auf den Fachbereich der Berufsreifeprüfung integriert werden – entweder durch Abgleich des Lehrstoffes des Prüfungsgebietes mit den Anforderungen eines dieser Zertifikate oder durch Schaffung von Möglichkeiten, nach der Berufsreifeprüfung auch ein derartiges Zertifikat mit vertretbarem Aufwand erwerben zu können.
Im Rahmen der Projektarbeit soll eine Verbindung zwischen den theoretischen Grundkenntnissen und konkreten Themenstellungen im Berufsfeld gefunden werden. So können in jedem Berufsfeld Elemente aus den Fachkapiteln gefunden werden, die dann durch die Projektarbeit erweitert, auf die speziellen Anforderungen des Arbeitsplatzes zugeschnitten oder mit anderen Kapiteln des Fachbereiches verknüpft werden können (zB praktische Lösung von komplexen betrieblichen Kalkulationen mittels Tabellenkalkulation oder Entwicklung von Kunden- und Artikeldatenbanken für das jeweilige Berufsfeld).
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