RS OGH 2024/5/16 14Os81/09g; 15Os107/11s; 15Os159/12i; 14Os79/14w; 11Os79/14y; 12Os132/14z; 15Os77/1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.05.2024
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Norm

StPO §321 Abs2 B
StPO §323 Abs1
StPO §327 Abs1
StPO §345 Abs1 Z8
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Gegenstand der Instruktionsrüge (Z 8) ist der auf die Darlegung der gesetzlichen Merkmale der strafbaren Handlungen, auf welche die Fragen an die Geschworenen gerichtet sind, die Auslegung der in diesen vorkommenden Ausdrücke des Gesetzes, das Verhältnis der Fragen zueinander und die Folgen der Bejahung oder Verneinung jeder Frage bezogene Inhalt der von §§ 321, 323 Abs 1 und 327 Abs 1 StPO genannten Belehrungen. Allfällige Fehler anderer Belehrungen (vgl §§ 325, 327 Abs 1 StPO), auch bei der Erörterung überflüssiger Rechtsfragen, stehen nicht unter Nichtigkeitssanktion. Hinzu kommt, dass die Rechtsbelehrung nach ständiger Judikatur nur insofern angefochten werden kann, als sie Fragen betrifft, die den Geschworenen tatsächlich gestellt worden sind. Dabei ist zu beachten, dass sämtliche nach §§ 321, 323 Abs 1 und 327 Abs 1 StPO zu den beschriebenen Inhalten erteilten Belehrungen eine Einheit bilden, die nur als Ganzes betrachtet richtig oder unrichtig sein kann (zum Ganzen: Ratz, WK-StPO § 345 Rz 53, 54, 56, 63).Gegenstand der Instruktionsrüge (Ziffer 8,) ist der auf die Darlegung der gesetzlichen Merkmale der strafbaren Handlungen, auf welche die Fragen an die Geschworenen gerichtet sind, die Auslegung der in diesen vorkommenden Ausdrücke des Gesetzes, das Verhältnis der Fragen zueinander und die Folgen der Bejahung oder Verneinung jeder Frage bezogene Inhalt der von Paragraphen 321, 323, Absatz eins und 327 Absatz eins, StPO genannten Belehrungen. Allfällige Fehler anderer Belehrungen vergleiche Paragraphen 325, 327, Absatz eins, StPO), auch bei der Erörterung überflüssiger Rechtsfragen, stehen nicht unter Nichtigkeitssanktion. Hinzu kommt, dass die Rechtsbelehrung nach ständiger Judikatur nur insofern angefochten werden kann, als sie Fragen betrifft, die den Geschworenen tatsächlich gestellt worden sind. Dabei ist zu beachten, dass sämtliche nach Paragraphen 321, 323, Absatz eins und 327 Absatz eins, StPO zu den beschriebenen Inhalten erteilten Belehrungen eine Einheit bilden, die nur als Ganzes betrachtet richtig oder unrichtig sein kann (zum Ganzen: Ratz, WK-StPO Paragraph 345, Rz 53, 54, 56, 63).

Entscheidungstexte

  • RS0125434">14 Os 81/09g
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 81/09g
  • RS0125434">15 Os 107/11s
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 15 Os 107/11s
    Vgl auch
  • RS0125434">15 Os 159/12i
    Entscheidungstext OGH 16.01.2013 15 Os 159/12i
    Auch; nur: Gegenstand der Instruktionsrüge ist der auf die Darlegung der gesetzlichen Merkmale der strafbaren Handlung, die Auslegung der in den einzelnen Fragen vorkommenden Ausdrücke des Gesetzes, das Verhältnis der einzelnen Fragen zueinander und die Folgen der Bejahung oder Verneinung jeder Frage bezogene Inhalt der im Gesetz genannten Belehrung. (T1)
  • RS0125434">14 Os 79/14w
    Entscheidungstext OGH 11.09.2014 14 Os 79/14w
    Auch
  • RS0125434">11 Os 79/14y
    Entscheidungstext OGH 16.09.2014 11 Os 79/14y
    Auch
  • RS0125434">12 Os 132/14z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 12 Os 132/14z
    Vgl
  • RS0125434">15 Os 77/15k
    Entscheidungstext OGH 22.07.2015 15 Os 77/15k
    Vgl
  • RS0125434">11 Os 36/15a
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 11 Os 36/15a
    Vgl
  • RS0125434">11 Os 81/15v
    Entscheidungstext OGH 01.12.2015 11 Os 81/15v
    Auch
  • 15 Os 157/15z
    Entscheidungstext OGH 09.09.2015 15 Os 157/15z
    Auch
  • RS0125434">12 Os 73/16a
    Entscheidungstext OGH 14.07.2016 12 Os 73/16a
    nur T1
  • RS0125434">13 Os 37/16i
    Entscheidungstext OGH 27.06.2016 13 Os 37/16i
    nur T1
  • RS0125434">15 Os 9/17p
    Entscheidungstext OGH 05.04.2017 15 Os 9/17p
    Auch
  • RS0125434">15 Os 101/17t
    Entscheidungstext OGH 19.09.2017 15 Os 101/17t
    Auch
  • RS0125434">12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
    Auch
  • RS0125434">11 Os 35/17g
    Entscheidungstext OGH 19.12.2017 11 Os 35/17g
    Vgl
  • RS0125434">15 Os 87/17h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 15 Os 87/17h
    Auch
  • RS0125434">11 Os 116/17v
    Entscheidungstext OGH 30.01.2018 11 Os 116/17v
    Vgl
  • RS0125434">13 Os 4/18i
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 4/18i
    Vgl
  • RS0125434">12 Os 13/18f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2018 12 Os 13/18f
    Vgl
  • RS0125434">13 Os 115/18p
    Entscheidungstext OGH 16.01.2019 13 Os 115/18p
    Auch
  • RS0125434">14 Os 28/19b
    Entscheidungstext OGH 21.05.2019 14 Os 28/19b
    Auch
  • RS0125434">14 Os 98/19x
    Entscheidungstext OGH 14.01.2020 14 Os 98/19x
    Auch; nur: Sämtliche nach §§ 321, 323 Abs 1 und 327 Abs 1 StPO zu den beschriebenen Inhalten erteilten Belehrungen bilden eine Einheit, die nur als Ganzes betrachtet richtig oder unrichtig sein kann. (T2)
  • RS0125434">14 Os 142/19t
    Entscheidungstext OGH 25.02.2020 14 Os 142/19t
    Vgl
  • 14 Os 7/20s
    Entscheidungstext OGH 23.02.2020 14 Os 7/20s
    Vgl
  • RS0125434">12 Os 67/20z
    Entscheidungstext OGH 10.09.2020 12 Os 67/20z
    nur T1
  • RS0125434">13 Os 82/20p
    Entscheidungstext OGH 18.11.2020 13 Os 82/20p
    Vgl
  • RS0125434">11 Os 5/21a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2021 11 Os 5/21a
    Vgl
  • RS0125434">13 Os 37/21x
    Entscheidungstext OGH 07.06.2021 13 Os 37/21x
    Vgl
  • RS0125434">12 Os 41/21b
    Entscheidungstext OGH 29.07.2021 12 Os 41/21b
  • RS0125434">14 Os 130/21f
    Entscheidungstext OGH 30.11.2021 14 Os 130/21f
    Vgl
  • RS0125434">12 Os 62/21s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2021 12 Os 62/21s
    Vgl; nur T2
  • RS0125434">15 Os 105/21m
    Entscheidungstext OGH 20.10.2021 15 Os 105/21m
  • RS0125434">12 Os 27/22w
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 12 Os 27/22w
    Vgl
  • RS0125434">15 Os 52/22v
    Entscheidungstext OGH 27.07.2022 15 Os 52/22v
    Vgl
  • RS0125434">13 Os 72/22w
    Entscheidungstext OGH 19.10.2022 13 Os 72/22w
    Vgl
  • RS0125434">15 Os 106/22k
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 106/22k
    vgl; Beisatz: Hier nur: Gegenstand der Instruktionsrüge (Z 8) ist der auf die Darlegung der gesetzlichen Merkmale der strafbaren Handlungen, auf welche die Fragen an die Geschworenen gerichtet sind, die Auslegung der in den einzelnen Fragen vorkommenden Ausdrücke des Gesetzes, das Verhältnis der einzelnen Fragen zueinander und die Folgen der Bejahung oder Verneinung jeder Frage bezogene Inhalt der von §§ 321, 323 Abs 1 und 327 Abs 1 StPO genannten Belehrungen. Dabei ist zu beachten, dass sämtliche zu den beschriebenen Inhalten erteilten Belehrungen eine Einheit bilden, die nur als Ganzes betrachtet richtig oder unrichtig sein kann. (T3)
  • RS0125434">12 Os 30/23p
    Entscheidungstext OGH 27.07.2023 12 Os 30/23p
    vgl; nur T1
  • RS0125434">12 Os 36/24x
    Entscheidungstext OGH 16.05.2024 12 Os 36/24x
    vgl; nur: Gegenstand der Instruktionsrüge (Z 8) ist der auf die Darlegung der gesetzlichen Merkmale der strafbaren Handlungen, auf welche die Fragen an die Geschworenen gerichtet sind, die Auslegung der in den einzelnen Fragen vorkommenden Ausdrücke des Gesetzes, das Verhältnis der einzelnen Fragen zueinander und die Folgen der Bejahung oder Verneinung jeder Frage bezogene Inhalt der von §§ 321, 323 Abs 1 und 327 Abs 1 StPO genannten Belehrung. (T4)
    Beisatz: hier: Mit dem Vorwurf, die Geschworenen seien nicht über den Grundsatz "in dubio pro reo" belehrt worden, wird keiner dieser Inhalte angesprochen. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125434

Im RIS seit

17.12.2009

Zuletzt aktualisiert am

24.07.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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