TE OGH 2009/12/17 13Os183/08y

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Veröffentlicht am 17.12.2009
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Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 17. Dezember 2009 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Ratz als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Kirchbacher und Dr. Lässig, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Mag. Fuchs und den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Nordmeyer in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Dr. Kurz als Schriftführerin in der Strafsache gegen Dr. Arno R***** und andere Angeklagte wegen des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 und Abs 2 StGB sowie weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K*****, Nikolaus G***** und Karl Ko***** sowie der Staatsanwaltschaft und die Berufung des Finanzamts Innsbruck als Finanzstrafbehörde I. Instanz gegen das Urteil des Landesgerichts Innsbruck als Schöffengericht vom 29. November 2007, GZ 26 Hv 217/05y-2286, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung denDer Oberste Gerichtshof hat am 17. Dezember 2009 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Ratz als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Kirchbacher und Dr. Lässig, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Mag. Fuchs und den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Nordmeyer in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Dr. Kurz als Schriftführerin in der Strafsache gegen Dr. Arno R***** und andere Angeklagte wegen des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt nach Paragraph 302, Absatz eins und Absatz 2, StGB sowie weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerden und die Berufungen der Angeklagten Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K*****, Nikolaus G***** und Karl Ko***** sowie der Staatsanwaltschaft und die Berufung des Finanzamts Innsbruck als Finanzstrafbehörde römisch eins. Instanz gegen das Urteil des Landesgerichts Innsbruck als Schöffengericht vom 29. November 2007, GZ 26 Hv 217/05y-2286, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerden werden zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufungen werden die Akten dem Oberlandesgericht Innsbruck zugeleitet.

Den Angeklagten Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K*****, Nikolaus G***** und Karl Ko***** fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurden Robert J***** (A) des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt nach § 302 Abs 1 und Abs 2 zweiter Satz StGB, Wilfried L***** (B/I), Hansjörg K***** (B/II), Nikolaus G***** (B/III) und Karl Ko***** (B/IV) jeweils mehrerer Finanzvergehen der Abgabenhinterziehung nach § 33 Abs 1 FinStrG schuldig erkannt.Mit dem angefochtenen Urteil wurden Robert J***** (A) des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt nach Paragraph 302, Absatz eins und Absatz 2, zweiter Satz StGB, Wilfried L***** (B/I), Hansjörg K***** (B/II), Nikolaus G***** (B/III) und Karl Ko***** (B/IV) jeweils mehrerer Finanzvergehen der Abgabenhinterziehung nach Paragraph 33, Absatz eins, FinStrG schuldig erkannt.

Danach haben in Innsbruck und an anderen Orten

(A) Robert J***** in der Zeit vom 25. September 2001 bis zum 3. Oktober 2001 als Beamter der Betriebsprüfungsabteilung des F***** mit dem Vorsatz, dadurch den Staat an seinem Recht auf Einhebung von Steuern und Durchführung von der Bundesabgabenordnung entsprechenden Betriebsprüfungen zu schädigen, seine Befugnis, im Namen des Bundes als dessen Organ in Vollziehung der Gesetze Amtsgeschäfte vorzunehmen, wissentlich missbraucht, indem er von ihm selbst im Rahmen der Erstellung von Jahresabschlüssen herbeigeführte Abgabenverkürzungen hinsichtlich der Jahre 1999 und 2000 durch eine unkorrekte Betriebsprüfung bewusst nicht aufgedeckt und dabei insgesamt einen Schaden in der Höhe von 69.247,04 Euro herbeigeführt hat, nämlich in den Prüfungsfällen

a) I***** OEG 21.801,85 Euro an Umsatzsteuer,

b) Markus P***** 23.641,42 Euro an Einkommensteuer und

c) Andreas S***** 23.803,77 Euro an Einkommensteuer,

(B) im Bereich des F***** durch das Erstellen unrichtiger Jahresabschlüsse vorsätzlich unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten Abgabenverkürzungen bewirkt, nämlich

I) Wilfried L***** in den Prüfungsfällenrömisch eins) Wilfried L***** in den Prüfungsfällen

a) Dr. Christian Ku***** um 12.243,99 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für das Jahr 1999,

b) J***** An***** GmbH um 144.833,82 Euro an Umsatz-, Körperschaft- und Kapitalertragsteuer für die Jahre 1999 und 2000 sowie

c) Robert H***** um 19.691,23 Euro an Einkommensteuer für das Jahr 1998,

II) Hansjörg K*****römisch zwei) Hansjörg K*****

1) im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** in den Prüfungsfällen

a) Jürgen Sch***** um 21.801,85 Euro an Umsatzsteuer für das Jahr 2000 und

b) Dr. Thomas A***** um 230.547,52 Euro an Einkommensteuer für die Jahre 1997 bis 2000 sowie

2) als Alleintäter im Prüfungsfall Anton B***** um 22.936,56 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für das Jahr 1999,

III) Nikolaus G***** in den Prüfungsfällenrömisch drei) Nikolaus G***** in den Prüfungsfällen

a) Peter Al***** um 2.056,06 Euro an Einkommensteuer für das Jahr 1999 und

b) Dr. Rudolf Je***** um 80.615,97 Euro an Einkommensteuer für die Jahre 1998 bis 2001 sowie

IV) Karl Ko*****römisch vier) Karl Ko*****

1) im einverständlichen Zusammenwirken mit Hansjörg K***** in den Prüfungsfällen

a) Jürgen Sch***** um 21.801,85 Euro an Umsatzsteuer für das Jahr 2000 und

b) Dr. Thomas A***** um 230.547,52 Euro an Einkommensteuer für die Jahre 1997 bis 2000 sowie

2) als Alleintäter in den Prüfungsfällen

a) Alp***** GmbH & Co KG um 18.029,77 Euro an Einkommensteuer für das Jahr 2000,

b) Johannes Pl***** um 131.518,97 Euro an Umsatzsteuer für die Jahre 1997 bis 1999 und Einkommensteuer für die Jahre 1996 bis 2000,

c) Erwin N***** um 27.917,49 Euro an Einkommensteuer für das Jahr 1999,

d) Stefan Ke***** um 178.378,94 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für die Jahre 1997 bis 2000,

e) Sa***** OHG um 3.759,37 Euro an Einkommensteuer für die Jahre 1997 und 1998,

f) Helmut Schw***** um 80.074,56 Euro an Einkommensteuer für das Jahr 1997,

g) Ki***** GesbR um 99.559,78 Euro an Umsatzsteuer für das Jahr 1996 sowie Einkommensteuer für die Jahre 1996 bis 1998,

h) Veronika D***** um 20.348,39 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für das Jahr 2000,

i) Gerhard Kun***** um 24.493,80 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für das Jahr 1996,

j) Dr. Margarethe Sö***** um 116.689,65 Euro an Umsatzsteuer für die Jahre 1995, 1996 und 1999 sowie Einkommensteuer für die Jahre 1995 bis 1997, 1999 und 2000,

k) Andreas Ho***** um 17.804,84 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für das Jahr 2000,

l) Johann Be***** um 1.872.927,75 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für die Jahre 1998 bis 2000,

m) Mag. Maria Ha***** um 158.273,15 Euro an Umsatzsteuer für die Jahre 1998 und 1999 sowie Einkommensteuer für das Jahr 1998,

n) Ha***** um 40.046,05 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für die Jahre 1999 und 2000,

o) Dr. Andreas O***** um 336.772,33 Euro an Umsatzsteuer für die Jahre 1995 und 1996 sowie Einkommensteuer für die Jahre 1997 bis 2000,

p) Walter Ri***** um 61.771,91 Euro an Einkommensteuer für die Jahre 1997 bis 1999,

q) Ra***** GmbH & Co KG um 25.435,49 Euro an Umsatz- und Einkommensteuer für das Jahr 2000 und

r) Au***** GmbH um 240.285,66 Euro an Umsatz-, Körperschaft- und Kapitalertragsteuer für das Jahr 1999.

Unter einem ergingen - soweit im Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren von Bedeutung - (Teil-)Freisprüche von den Vorwürfen, die Angeklagten haben in Innsbruck und an anderen Orten

(A) in der Zeit vom Jahr 1993 bis zum Juli 2002 als Beamte der Betriebsprüfungsabteilung des F***** mit dem Vorsatz, dadurch den Staat in seinem Recht auf Einhebung von Steuern und Durchführung von der Bundesabgabenordnung entsprechenden Betriebsprüfungen zu schädigen, ihre Befugnis, im Namen des Bundes als dessen Organe in Vollziehung der Gesetze Amtsgeschäfte vorzunehmen, wissentlich missbraucht, indem sie Abgabenverkürzungen durch unkorrekte Betriebsprüfungen bewusst nicht aufdeckten und dabei - mit Ausnahme Christian Kof*****s - jeweils einen 50.000 Euro übersteigenden Schaden herbeiführten, nämlich

I) Wilfried L*****römisch eins) Wilfried L*****

1) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Jürgen Sch***** und Dr. Margarethe Sö***** sowie

2) als Alleintäter im Prüfungsfall Walter Ri*****

II) Robert J*****römisch zwei) Robert J*****

1) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Ernst Z*****, An***** GmbH und Alp***** GmbH & Co KG sowie

2) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** und Fritz St***** im Prüfungsfall Robert H*****

III) Hansjörg K*****römisch drei) Hansjörg K*****

1) als Alleintäter im Prüfungsfall Josef Ge***** und

2) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Johannes Pl*****

IV) Manfred Kö***** in den Prüfungsfällen Erwin N*****, Dr. Christian Ku*****, Roland N***** und Dr. Thomas A*****römisch vier) Manfred Kö***** in den Prüfungsfällen Erwin N*****, Dr. Christian Ku*****, Roland N***** und Dr. Thomas A*****

V) Nikolaus G*****römisch fünf) Nikolaus G*****

1) als Alleintäter in den Prüfungsfällen Dr. Andreas O***** und Peter W***** sowie

2) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Werner Di*****, C***** GmbH, Ernst Han*****, Stefan Ke*****, Sa***** OHG, Martin M***** und Au***** GmbH,

VI) Christian Kof*****römisch sechs) Christian Kof*****

1) als Alleintäter im Prüfungsfall Peter Al***** und

2) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Anton B*****

VII) Heinrich Gs***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Josef Kue*****, Kue***** KEG und Dr. Andreas O*****römisch sieben) Heinrich Gs***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Josef Kue*****, Kue***** KEG und Dr. Andreas O*****

VIII) Fritz St*****römisch acht) Fritz St*****

1) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Pf***** GmbH & Co KG, Roland Pf*****, Helmut Schw*****, Ki***** GesbR, Leo Ki*****, Dr. Rudolf Je***** und Johann Be*****

2) im einverständlichen Zusammenwirken mit Robert J***** und Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Robert H***** sowie

3) als Alleintäter im Prüfungsfall Kurt Hu*****

IX) Alois Gr*****römisch neun) Alois Gr*****

1) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Veronika D*****, Mag. Maria Ha*****, Ha***** sowie Ra***** GmbH & Co KG und

2) als Alleintäter im Prüfungsfall Gerhard Kun***** sowie

X) Dr. Arno R***** in den unter den Freispruchpunkten A/I/1, A/II/1 und 2, A/III/2, A/V/2, A/VI/2, A/VII, A/VIII/1 und 2 sowie A/IX/1 genannten Prüfungsfällen im einverständlichen Zusammenwirken mit den dort genannten Mittätern,römisch zehn) Dr. Arno R***** in den unter den Freispruchpunkten A/I/1, A/II/1 und 2, A/III/2, A/V/2, A/VI/2, A/VII, A/VIII/1 und 2 sowie A/IX/1 genannten Prüfungsfällen im einverständlichen Zusammenwirken mit den dort genannten Mittätern,

(B) durch das Erstellen unrichtiger Jahresabschlüsse oder das Ermöglichen solcher Abschlüsse durch Überlassen der Infrastruktur und der Firma der Steuerberatungskanzlei Au*****, vormals Erich O***** GmbH, zu im Bereich des F***** vorsätzlich unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten bewirkten Abgabenverkürzungen beigetragen (§ 11 dritter Fall FinStrG), nämlich(B) durch das Erstellen unrichtiger Jahresabschlüsse oder das Ermöglichen solcher Abschlüsse durch Überlassen der Infrastruktur und der Firma der Steuerberatungskanzlei Au*****, vormals Erich O***** GmbH, zu im Bereich des F***** vorsätzlich unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten bewirkten Abgabenverkürzungen beigetragen (Paragraph 11, dritter Fall FinStrG), nämlich

I) Wilfried L***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Robert J***** und Karl Ko***** in den Prüfungsfällen Robert H*****, Josef Kue***** und Kue***** KEG,römisch eins) Wilfried L***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Robert J***** und Karl Ko***** in den Prüfungsfällen Robert H*****, Josef Kue***** und Kue***** KEG,

II) Robert J***** im einverständlichen Zusammenwirken mitrömisch zwei) Robert J***** im einverständlichen Zusammenwirken mit

1) Karl Ko***** in den Prüfungsfällen Ernst Z*****, I***** OEG, Markus P***** und Andreas S***** sowie

2) Wilfried L***** und Karl Ko***** in den zum Freispruchpunkt B/I angeführten Fällen und (hinsichtlich eines weiteren Erklärungszeitraums) im Prüfungsfall Robert H*****

III) Hansjörg K***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Dr. Andreas O*****römisch drei) Hansjörg K***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Dr. Andreas O*****

IV) Manfred Kö***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Roland Ni*****römisch vier) Manfred Kö***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Roland Ni*****

V) Nikolaus G***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Dr. Rudolf Je*****römisch fünf) Nikolaus G***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Dr. Rudolf Je*****

VI) Christian Kof***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** in den Prüfungsfällen Josef Ge***** und Walter Ri*****römisch sechs) Christian Kof***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** in den Prüfungsfällen Josef Ge***** und Walter Ri*****

VII) Fritz St***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Ernst Han*****römisch sieben) Fritz St***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Ernst Han*****

VIII) Heinrich Gs***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Ra***** GmbH & Co KG sowierömisch acht) Heinrich Gs***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Karl Ko***** im Prüfungsfall Ra***** GmbH & Co KG sowie

IX) Karl Ko***** in den zu den Freispruchpunkten B/I bis V, VII und VIII angeführten Prüfungsfällen im einverständlichen Zusammenwirken mit den dort genannten Mittätern,römisch neun) Karl Ko***** in den zu den Freispruchpunkten B/I bis römisch fünf, römisch sieben und römisch acht angeführten Prüfungsfällen im einverständlichen Zusammenwirken mit den dort genannten Mittätern,

im einverständlichen Zusammenwirken mit Wilfried L***** in den Prüfungsfällen Dr. Christian Ku***** und An***** GmbH, mit Hans K***** im Prüfungsfall Anton B*****, mit Nikolaus G***** im Prüfungsfall Peter Al***** und mit Christian Kof***** im Prüfungsfall Josef Ge***** sowie

als Alleintäter in den Prüfungsfällen Peter W*****, Martin M*****, Roland Pf*****, Leo Ki*****, Dr. Margarethe Sö***** und Pf***** GmbH & Co KG,

(C) durch Unterlassen des Aufdeckens malversiver Jahresabschlüsse im Rahmen von Betriebsprüfungen und durch Zuteilung solcher Abschlüsse zum Zweck einer unkorrekten Betriebsprüfung zu im Bereich des F***** vorsätzlich unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten bewirkten Abgabenverkürzungen beigetragen (§ 11 dritter Fall FinStrG), nämlich(C) durch Unterlassen des Aufdeckens malversiver Jahresabschlüsse im Rahmen von Betriebsprüfungen und durch Zuteilung solcher Abschlüsse zum Zweck einer unkorrekten Betriebsprüfung zu im Bereich des F***** vorsätzlich unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten bewirkten Abgabenverkürzungen beigetragen (Paragraph 11, dritter Fall FinStrG), nämlich

I) Wilfried L***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Jürgen Sch***** und Dr. Margarethe Sö*****römisch eins) Wilfried L***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Jürgen Sch***** und Dr. Margarethe Sö*****

II) Robert J***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen An***** GmbH und Alp***** GmbH & Co KG,römisch zwei) Robert J***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen An***** GmbH und Alp***** GmbH & Co KG,

III) Hansjörg K***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Johannes Pl*****römisch drei) Hansjörg K***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Johannes Pl*****

IV) Nikolaus G*****römisch vier) Nikolaus G*****

1) als Alleintäter im Prüfungsfall Dr. Andreas O***** und

2) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Werner Di*****, C***** GmbH, Ernst Han*****, Stefan Ke***** und Au***** GmbH,

V) Christian Kof***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Anton B*****römisch fünf) Christian Kof***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Anton B*****

VI) Heinrich Gs***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Josef Kue*****römisch sechs) Heinrich Gs***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Josef Kue*****

VII) Fritz St*****römisch sieben) Fritz St*****

1) im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Pf***** GmbH & Co KG, Roland Pf***** und Dr. Rudolf Je*****

2) als Alleintäter im Prüfungsfall Kurt Hu***** sowie

3) im einverständlichen Zusammenwirken mit Robert J***** und Dr. Arno R***** im Prüfungsfall Robert H*****

VIII) Alois Gr***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Veronika D*****, Mag. Maria Ha***** sowie Ha***** undrömisch acht) Alois Gr***** im einverständlichen Zusammenwirken mit Dr. Arno R***** in den Prüfungsfällen Veronika D*****, Mag. Maria Ha***** sowie Ha***** und

IX) Dr. Arno R***** in den zu den Freispruchpunkten C/I bis III, C/IV/2, C/V, C/VI, C/VII/1 und 3 sowie C/VIII angeführten Prüfungsfällen im einverständlichen Zusammenwirken mit den dort genannten Mittätern,römisch neun) Dr. Arno R***** in den zu den Freispruchpunkten C/I bis römisch drei, C/IV/2, C/V, C/VI, C/VII/1 und 3 sowie C/VIII angeführten Prüfungsfällen im einverständlichen Zusammenwirken mit den dort genannten Mittätern,

(D) in der Zeit vom Jahr 1993 bis zum Juli 2002 zu den in den Schuld- und Freispruchpunkten A beschriebenen strafbaren Handlungen beigetragen (§ 12 dritter Fall StGB), nämlich(D) in der Zeit vom Jahr 1993 bis zum Juli 2002 zu den in den Schuld- und Freispruchpunkten A beschriebenen strafbaren Handlungen beigetragen (Paragraph 12, dritter Fall StGB), nämlich

I) Karl Ko***** dadurch, dass er den Finanzbeamten Wilfried L*****, Robert J*****, Hansjörg K*****, Manfred Kö*****, Nikolaus G*****, Christian Kof*****, Heinrich Gs*****, Fritz St***** und Alois Gr***** die Infrastruktur und die Firma seiner Steuerberatungskanzlei Au*****, vormals Erich O***** GmbH, zur Ausübung malversiver Buchhaltungstätigkeiten zur Verfügung stellte, pro forma als steuerlicher Vertreter auftrat und von Dr. Arno R***** solche Prüfungsfälle ebenso wie von ihm selbst in der Steuerberatungskanzlei Au***** malversiv bearbeitete Fälle im Wissen um die Malversationen auf den Prüfplan setzen und den genannten Betriebsprüfern zur Durchführung unkorrekter Prüfungen zuteilen ließ, nämlich in den Prüfungsfällen Jürgen Sch*****, Dr. Margarethe Sö*****, Walter Ri*****, Ernst Z*****, I***** OEG, Markus P*****, Andreas S*****, An***** GmbH, Alp***** GmbH & Co KG, Robert H*****, Josef Ge*****, Johannes Pl*****, Erwin Ni*****, Dr. Thomas A*****, Dr. Christian Ku*****, Roland Ni*****, Dr. Andreas O*****, Peter W*****, Ernst Han*****, Stefan Ke*****, Sa***** OHG, Martin M*****, Au***** GmbH, Peter Al*****, Anton B*****, Josef Kue*****, Kue***** KEG, Pf***** GmbH & Co KG, Roland Pf*****, Helmut Schw*****, Ki***** GesbR, Leo Ki*****, Dr. Rudolf Je*****, Johann Be*****, Veronika D*****, Mag. Maria Ha*****, Ha*****, Ra***** GmbH & Co KG und Gerhard Kun*****römisch eins) Karl Ko***** dadurch, dass er den Finanzbeamten Wilfried L*****, Robert J*****, Hansjörg K*****, Manfred Kö*****, Nikolaus G*****, Christian Kof*****, Heinrich Gs*****, Fritz St***** und Alois Gr***** die Infrastruktur und die Firma seiner Steuerberatungskanzlei Au*****, vormals Erich O***** GmbH, zur Ausübung malversiver Buchhaltungstätigkeiten zur Verfügung stellte, pro forma als steuerlicher Vertreter auftrat und von Dr. Arno R***** solche Prüfungsfälle ebenso wie von ihm selbst in der Steuerberatungskanzlei Au***** malversiv bearbeitete Fälle im Wissen um die Malversationen auf den Prüfplan setzen und den genannten Betriebsprüfern zur Durchführung unkorrekter Prüfungen zuteilen ließ, nämlich in den Prüfungsfällen Jürgen Sch*****, Dr. Margarethe Sö*****, Walter Ri*****, Ernst Z*****, I***** OEG, Markus P*****, Andreas S*****, An***** GmbH, Alp***** GmbH & Co KG, Robert H*****, Josef Ge*****, Johannes Pl*****, Erwin Ni*****, Dr. Thomas A*****, Dr. Christian Ku*****, Roland Ni*****, Dr. Andreas O*****, Peter W*****, Ernst Han*****, Stefan Ke*****, Sa***** OHG, Martin M*****, Au***** GmbH, Peter Al*****, Anton B*****, Josef Kue*****, Kue***** KEG, Pf***** GmbH & Co KG, Roland Pf*****, Helmut Schw*****, Ki***** GesbR, Leo Ki*****, Dr. Rudolf Je*****, Johann Be*****, Veronika D*****, Mag. Maria Ha*****, Ha*****, Ra***** GmbH & Co KG und Gerhard Kun*****

II) durch malversive Buchhaltungsarbeiten und Einwirkung auf die mitbeschuldigten Finanzbeamten, bei der Betriebsprüfung die Abgabenverkürzungen nicht aufzudecken, nämlichrömisch zwei) durch malversive Buchhaltungsarbeiten und Einwirkung auf die mitbeschuldigten Finanzbeamten, bei der Betriebsprüfung die Abgabenverkürzungen nicht aufzudecken, nämlich

1) Wilfried L***** in den Prüfungsfällen An***** GmbH, Robert H*****, Dr. Christian Ku*****, Josef Kue***** und Kue***** KEG,

2) Robert J***** in den Prüfungsfällen Josef Kue***** und Kue***** KEG,

3) Hansjörg K***** in den Prüfungsfällen Jürgen Sch*****, Dr. Thomas A*****, Dr. Andreas O***** und Anton B*****

4) Nikolaus G***** in den Prüfungsfällen Peter Al***** und Dr. Rudolf Je*****

5) Christian Kof***** im Prüfungsfall Josef Ge*****

6) Heinrich Gs***** im Prüfungsfall Ra***** GmbH & Co KG sowie

7) Fritz St***** im Prüfungsfall Ernst Han***** und

(E) Karl Ko***** als de facto-Geschäftsführer und Machthaber der Au***** GmbH durch das Nichterklären von Einkünften, das Fingieren von Aufwänden und Erlösverkürzungen sowie durch das Abschöpfen von Erlösen über unternehmensfremde Konten vorsätzlich unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten, Verkürzungen an Umsatz-, Körperschaft- und Kapitalertragsteuer für die Jahre 1997 und 1998 sowie 2000 und 2001 bewirkt.

Die erstgerichtlich verurteilten Angeklagten bekämpfen ihre jeweiligen Schuldsprüche mit Nichtigkeitsbeschwerde. Dabei stützen sich Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K***** und Karl Ko***** auf die Z 3, 4, 5, 5a und 8, Robert J***** auch auf die Z 9 lit a und 9 lit b, Wilfried L***** und Karl Ko***** auch auf die Z 9 lit a und 10, Hansjörg K***** auch auf die Z 10 des § 281 Abs 1 StPO. Nikolaus G***** gründet seine Nichtigkeitsbeschwerde ausschließlich auf § 281 Abs 1 Z 9 lit a StPO.Die erstgerichtlich verurteilten Angeklagten bekämpfen ihre jeweiligen Schuldsprüche mit Nichtigkeitsbeschwerde. Dabei stützen sich Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K***** und Karl Ko***** auf die Ziffer 3, 4, 5, 5 a und 8, Robert J***** auch auf die Ziffer 9, Litera a und 9 Litera b,, Wilfried L***** und Karl Ko***** auch auf die Ziffer 9, Litera a und 10, Hansjörg K***** auch auf die Ziffer 10, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO. Nikolaus G***** gründet seine Nichtigkeitsbeschwerde ausschließlich auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 9, Litera a, StPO.

Die Staatsanwaltschaft wendet sich gegen die angeführten Freisprüche - ausgenommen derer, die den Angeklagten Heinrich Gs***** betreffen - mit einer auf die Z 4, 5 und 9 lit a des § 281 Abs 1 StPO erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde.Die Staatsanwaltschaft wendet sich gegen die angeführten Freisprüche - ausgenommen derer, die den Angeklagten Heinrich Gs***** betreffen - mit einer auf die Ziffer 4, 5, und 9 Litera a, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde.

Rechtliche Beurteilung

Die Beschwerden gehen fehl.

Die Rügen aus Z 3 der Angeklagten Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K***** und Karl Ko***** sind inhaltsgleich, aus welchem Grund sie im Folgenden gemeinsam behandelt werden. Im Anschluss daran wird auf die abweichenden Beschwerdeargumente gesondert eingegangen. Zur Z 4 ist vorweg festzuhalten, dass das die unter diesem Nichtigkeitsgrund angesprochenen Beweisanträge ergänzende Beschwerdevorbringen aufgrund des im Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren geltenden Neuerungsverbots auf sich zu beruhen hat.Die Rügen aus Ziffer 3, der Angeklagten Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K***** und Karl Ko***** sind inhaltsgleich, aus welchem Grund sie im Folgenden gemeinsam behandelt werden. Im Anschluss daran wird auf die abweichenden Beschwerdeargumente gesondert eingegangen. Zur Ziffer 4, ist vorweg festzuhalten, dass das die unter diesem Nichtigkeitsgrund angesprochenen Beweisanträge ergänzende Beschwerdevorbringen aufgrund des im Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren geltenden Neuerungsverbots auf sich zu beruhen hat.

Zu den Nichtigkeitsbeschwerden der Angeklagten Robert J*****, Wilfried L*****, Hansjörg K***** und Karl Ko*****:

Die Verfahrensrüge (Z 3) weist zunächst zutreffend darauf hin, dass die Voraussetzungen für den zwingenden Ausschluss der Öffentlichkeit nach § 213 Abs 1 lit a FinStrG hinsichtlich Robert J*****, Wilfried L***** und Hansjörg K***** mangels eines darauf gerichteten Antrags dieser Angeklagten nicht vorlagen (ON 1949 S 353). Nebenbeteiligte waren nicht zu laden, der Finanzstrafbehörde I. Instanz kommt diese prozessuale Stellung entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer nicht zu (§ 76 FinStrG). Karl Ko***** hat den Ausschluss - den Beschwerden zuwider - wirksam durch seinen Verteidiger beantragt (ON 1949 S 353; § 44 Abs 1 letzter Satz StPO aF, nunmehr § 57 Abs 2 erster Satz StPO).Die Verfahrensrüge (Ziffer 3,) weist zunächst zutreffend darauf hin, dass die Voraussetzungen für den zwingenden Ausschluss der Öffentlichkeit nach Paragraph 213, Absatz eins, Litera a, FinStrG hinsichtlich Robert J*****, Wilfried L***** und Hansjörg K***** mangels eines darauf gerichteten Antrags dieser Angeklagten nicht vorlagen (ON 1949 S 353). Nebenbeteiligte waren nicht zu laden, der Finanzstrafbehörde römisch eins. Instanz kommt diese prozessuale Stellung entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer nicht zu (Paragraph 76, FinStrG). Karl Ko***** hat den Ausschluss - den Beschwerden zuwider - wirksam durch seinen Verteidiger beantragt (ON 1949 S 353; Paragraph 44, Absatz eins, letzter Satz StPO aF, nunmehr Paragraph 57, Absatz 2, erster Satz StPO).

Soweit in einem gemeinsam gegen mehrere Angeklagte geführten Strafverfahren einzelne davon ein auf § 213 Abs 1 lit a FinStrG gegründetes Recht auf Ausschluss der Öffentlichkeit geltend machen, während andere keinen solchen Antrag stellen, entsteht - wenn nicht andere Ausschlussgründe vorliegen - die in sich widersprüchliche Situation eines zugleich (in Betreff der einen Angeklagten) gerechtfertigten und (bezüglich der anderen) ungerechtfertigten Ausschlusses der Öffentlichkeit. Ist aber in einer Hauptverhandlung gegen mehrere Angeklagte oder auch diesen gleichgestellte Beteiligte - wie hier - hinsichtlich einzelner ein Ausschlussgrund gegeben, scheidet auf § 228 StPO gegründete Nichtigkeit aus Z 3 aus, weil bei Betrachtung der Hauptverhandlung als Gesamtheit ein gesetzlicher Grund, die Öffentlichkeit auszuschließen, gar wohl vorliegt. Es ist dann Sache eines späteren Beschwerdeführers, durch sachgerechte Anträge - deren ungerechtfertigte Abweisung einen aus Z 4 relevanten Verfahrensmangel begründet - auf die Einhaltung der Öffentlichkeit zu dringen (zum Problem konfligierender Verfahrensvorschriften vgl Ratz, WK-StPO § 281 Rz 60 ff).Soweit in einem gemeinsam gegen mehrere Angeklagte geführten Strafverfahren einzelne davon ein auf Paragraph 213, Absatz eins, Litera a, FinStrG gegründetes Recht auf Ausschluss der Öffentlichkeit geltend machen, während andere keinen solchen Antrag stellen, entsteht - wenn nicht andere Ausschlussgründe vorliegen - die in sich widersprüchliche Situation eines zugleich (in Betreff der einen Angeklagten) gerechtfertigten und (bezüglich der anderen) ungerechtfertigten Ausschlusses der Öffentlichkeit. Ist aber in einer Hauptverhandlung gegen mehrere Angeklagte oder auch diesen gleichgestellte Beteiligte - wie hier - hinsichtlich einzelner ein Ausschlussgrund gegeben, scheidet auf Paragraph 228, StPO gegründete Nichtigkeit aus Ziffer 3, aus, weil bei Betrachtung der Hauptverhandlung als Gesamtheit ein gesetzlicher Grund, die Öffentlichkeit auszuschließen, gar wohl vorliegt. Es ist dann Sache eines späteren Beschwerdeführers, durch sachgerechte Anträge - deren ungerechtfertigte Abweisung einen aus Ziffer 4, relevanten Verfahrensmangel begründet - auf die Einhaltung der Öffentlichkeit zu dringen (zum Problem konfligierender Verfahrensvorschriften vergleiche Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 60 ff).

Im Übrigen ist die Öffentlichkeit der Hauptverhandlung über die Anklage wegen eines Finanzvergehens auch von Amts wegen auszuschließen, wenn und solange zur Aufklärung des Finanzvergehens Verhältnisse oder Umstände des Angeklagten, eines Nebenbeteiligten oder eines Zeugen, die unter die Geheimhaltungspflicht nach § 48a BAO fallen, erörtert werden müssen (§ 213 Abs 1 lit b FinStrG). Mit Blick auf diese Bestimmung lassen die - deutlich und bestimmt (§ 285a Z 2 StPO) bloß - in Betreff zweier als Zeugen vernommener Finanzbeamter zur Tragfähigkeit der abgabenrechtlichen Geheimhaltungspflicht angestellten Überlegungen außer Acht, dass es (auch) bei der Beurteilung aus § 228 StPO abgeleiteter Nichtigkeit nicht darauf ankommt, ob sich die Erwartungen des Gerichts im Zeitpunkt der prozessleitenden Verfügung durch die nachfolgenden Ereignisse bestätigt haben (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 37 f, 256).Im Übrigen ist die Öffentlichkeit der Hauptverhandlung über die Anklage wegen eines Finanzvergehens auch von Amts wegen auszuschließen, wenn und solange zur Aufklärung des Finanzvergehens Verhältnisse oder Umstände des Angeklagten, eines Nebenbeteiligten oder eines Zeugen, die unter die Geheimhaltungspflicht nach Paragraph 48 a, BAO fallen, erörtert werden müssen (Paragraph 213, Absatz eins, Litera b, FinStrG). Mit Blick auf diese Bestimmung lassen die - deutlich und bestimmt (Paragraph 285 a, Ziffer 2, StPO) bloß - in Betreff zweier als Zeugen vernommener Finanzbeamter zur Tragfähigkeit der abgabenrechtlichen Geheimhaltungspflicht angestellten Überlegungen außer Acht, dass es (auch) bei der Beurteilung aus Paragraph 228, StPO abgeleiteter Nichtigkeit nicht darauf ankommt, ob sich die Erwartungen des Gerichts im Zeitpunkt der prozessleitenden Verfügung durch die nachfolgenden Ereignisse bestätigt haben (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 37 f, 256).

Aus dem Blickwinkel der solcherart gebotenen ex ante-Betrachtung ist aber die Einschätzung des Erstgerichts, in das gegenständliche Abgabenverfahren involvierte Finanzbeamte würden voraussichtlich über Belange Auskunft geben, die dem Schutz des § 48a BAO unterstehen, nicht zu beanstanden (vgl Fellner FinStrG § 213 Rz 3; Reger/Hacker/Kneidinger FinStrG³ § 127 Rz 7).Aus dem Blickwinkel der solcherart gebotenen ex ante-Betrachtung ist aber die Einschätzung des Erstgerichts, in das gegenständliche Abgabenverfahren involvierte Finanzbeamte würden voraussichtlich über Belange Auskunft geben, die dem Schutz des Paragraph 48 a, BAO unterstehen, nicht zu beanstanden vergleiche Fellner FinStrG Paragraph 213, Rz 3; Reger/Hacker/Kneidinger FinStrG³ Paragraph 127, Rz 7).

Die Wiederherstellung der Öffentlichkeit anlässlich der Verkündung des Urteilsspruchs (ON 2285 S 35) sowie der neuerliche Ausschluss der Öffentlichkeit anlässlich der Darlegung der Entscheidungsgründe (ON 2285 S 35, 41) entspricht der Bestimmung des § 213 Abs 2 FinStrG (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 255; Dorazil/Harbich FinStrG § 213 Anm 4).Die Wiederherstellung der Öffentlichkeit anlässlich der Verkündung des Urteilsspruchs (ON 2285 S 35) sowie der neuerliche Ausschluss der Öffentlichkeit anlässlich der Darlegung der Entscheidungsgründe (ON 2285 S 35, 41) entspricht der Bestimmung des Paragraph 213, Absatz 2, FinStrG (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 255; Dorazil/Harbich FinStrG Paragraph 213, Anmerkung 4, ).

Der Einwand, der Beschluss des Oberlandesgerichts, mit dem das Verfahren teilweise eingestellt worden ist und Teile der Anklageschrift vorläufig zurückgewiesen worden sind, sei nicht im Vortrag der Anklage enthalten gewesen, geht schon im Ansatz fehl, weil eine allfällige Verletzung der Bestimmung des § 244 Abs 1 letzter Satz StPO nicht mit Nichtigkeit bedroht ist. Es sei daher nur der Vollständigkeit halber festgehalten, dass die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift (ua) iS des Beschlusses des Oberlandesgerichts Innsbruck vom 22. November 2005, AZ 6 Bs 351/05a (ON 1797), modifiziert (ON 2260 S 241) und diese Modifikation in der Hauptverhandlung vorgetragen (ON 2265 S 295) hat.Der Einwand, der Beschluss des Oberlandesgerichts, mit dem das Verfahren teilweise eingestellt worden ist und Teile der Anklageschrift vorläufig zurückgewiesen worden sind, sei nicht im Vortrag der Anklage enthalten gewesen, geht schon im Ansatz fehl, weil eine allfällige Verletzung der Bestimmung des Paragraph 244, Absatz eins, letzter Satz StPO nicht mit Nichtigkeit bedroht ist. Es sei daher nur der Vollständigkeit halber festgehalten, dass die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift (ua) iS des Beschlusses des Oberlandesgerichts Innsbruck vom 22. November 2005, AZ 6 Bs 351/05a (ON 1797), modifiziert (ON 2260 S 241) und diese Modifikation in der Hauptverhandlung vorgetragen (ON 2265 S 295) hat.

Zur Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Robert J*****:

Entgegen der Verfahrensrüge (Z 4) hat das Erstgericht durch die Abweisung (ON 2257 S 221) mehrerer Beweisanträge (ON 2257 S 199 iVm ON 2223) die Verteidigungsrechte nicht verletzt:Entgegen der Verfahrensrüge (Ziffer 4,) hat das Erstgericht durch die Abweisung (ON 2257 S 221) mehrerer Beweisanträge (ON 2257 S 199 in Verbindung mit ON 2223) die Verteidigungsrechte nicht verletzt:

Dem Antrag auf „Einholung sämtlicher Arbeitsbögen der Betriebsprüfungen sowie USO-Prüfungen, die Robert J***** in den Jahren ab 1996 als Betriebsprüfer mit unterschiedlichen Ergebnissen durchgeführt und abgeschlossen hat", zum Beweis dafür, dass „sich diese Arbeitsbögen weder hinsichtlich Arbeitsweise noch Umfang von den anklagegegenständlichen Prüfungen des Robert J***** unterscheiden, sich ferner keinesfalls danach ausrichten, welche steuerlichen Vertretungen involviert waren", folgte das Schöffengericht zu Recht nicht, weil es die zu beweisende Tatsache ohnedies als erwiesen ansah (ON 2257 S 221 iVm ON 2257 S 207; RIS-Justiz RS0099135). Das Beweisthema, Robert J***** habe als Prüfer „mehrere Mio ATS als Nachforderungen erarbeitet", bezieht sich nicht auf schuld- oder subsumtionsrelevante Umstände. Das Antragsvorbringen, der Umfang der jeweiligen Prüfungsakte habe keine Aussagekraft, ist unverständlich. Die sinngemäße Behauptung schließlich, aus nicht verfahrensgegenständlichen Prüfungsakten ergäbe sich, dass der Beschwerdeführer in den inkriminierten Fällen rechtmäßig gehandelt habe, lässt nicht erkennen, aus welchem Grund die begehrte Beweisaufnahme das angeführte Ergebnis erwarten lasse, und zielt solcherart auf eine im Erkenntnisverfahren unzulässige Erkundungsbeweisführung ab (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 330).Dem Antrag auf „Einholung sämtlicher Arbeitsbögen der Betriebsprüfungen sowie USO-Prüfungen, die Robert J***** in den Jahren ab 1996 als Betriebsprüfer mit unterschiedlichen Ergebnissen durchgeführt und abgeschlossen hat", zum Beweis dafür, dass „sich diese Arbeitsbögen weder hinsichtlich Arbeitsweise noch Umfang von den anklagegegenständlichen Prüfungen des Robert J***** unterscheiden, sich ferner keinesfalls danach ausrichten, welche steuerlichen Vertretungen involviert waren", folgte das Schöffengericht zu Recht nicht, weil es die zu beweisende Tatsache ohnedies als erwiesen ansah (ON 2257 S 221 in Verbindung mit ON 2257 S 207; RIS-Justiz RS0099135). Das Beweisthema, Robert J***** habe als Prüfer „mehrere Mio ATS als Nachforderungen erarbeitet", bezieht sich nicht auf schuld- oder subsumtionsrelevante Umstände. Das Antragsvorbringen, der Umfang der jeweiligen Prüfungsakte habe keine Aussagekraft, ist unverständlich. Die sinngemäße Behauptung schließlich, aus nicht verfahrensgegenständlichen Prüfungsakten ergäbe sich, dass der Beschwerdeführer in den inkriminierten Fällen rechtmäßig gehandelt habe, lässt nicht erkennen, aus welchem Grund die begehrte Beweisaufnahme das angeführte Ergebnis erwarten lasse, und zielt solcherart auf eine im Erkenntnisverfahren unzulässige Erkundungsbeweisführung ab (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 330).

Nicht auf schuld- oder subsumtionsrelevante Umstände gerichtet waren auch die Anträge auf Einholung eines „Sachbefundes" aus dem Fachgebiet des Steuer- und Rechnungswesens zum Beweis dafür, dass sich „in den Buchhaltungen sämtlicher Unternehmer der Robert J***** betreffenden Fakten stets mehr oder weniger private Ausgaben finden (finden lassen), auf die der jeweilige Buchhalter keinen Einfluss hat, weil er sich auf die Angaben des jeweils Steuerpflichtigen verlassen muss", sowie einer österreichweiten Statistik über unerlaubte Nebentätigkeiten aller Mitarbeiter der Finanzverwaltung zum Nachweis dafür, dass derartige Nebentätigkeiten nicht unüblich gewesen seien, zu „keinen oder nur marginalen" disziplinären Folgen geführt haben und „zu einem Beförderungshindernis" geworden seien, und auf zeugenschaftliche Vernehmung von Dr. Karl-Heinz Gras*****, Hermann Ma***** und Mag. Walter Ob***** zum Beweis dafür, dass kein „Netzwerk" bestanden habe sowie darüber, aus welchen Gründen die Vorwürfe gegen einige im gegenständlichen Verfahren ursprünglich auch verdächtigte Personen letztlich nicht aufrecht erhalten wurden. Auch diese drei Anträge lassen im Übrigen nicht erkennen, warum die Durchführung der angebotenen Beweise zu den angestrebten Ergebnissen führen soll.

Der Mängelrüge (Z 5) zuwider sind die Feststellungen, wonach der Beschwerdeführer (auch) hinsichtlich der Umsatzsteuererklärung der I***** OEG für das Jahr 1999 amtsmissbräuchlich gehandelt hat (A/a), keineswegs unzureichend begründet (Z 5 vierter Fall). Das Erstgericht stützt sich nämlich insoweit (US 223) aktenkonform und ohne gegen die Gesetze folgerichtigen Denkens oder grundlegende Erfahrungssätze zu verstoßen (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 444), auf die Aussage des Zeugen Alois We***** (s insbesonders ON 2021 S 445 f, ON 2021 S 435 iVm ON 1332 S 345 bis 349) im Zusammenhalt mit den - ebenso in der Hauptverhandlung vorgekommenen (ON 2267 S 359) - Ergebnissen der Erhebungen der Finanzstrafbehörde I. Instanz (insbesonders ON 2280 S 105).Der Mängelrüge (Ziffer 5,) zuwider sind die Feststellungen, wonach der Beschwerdeführer (auch) hinsichtlich der Umsatzsteuererklärung der I***** OEG für das Jahr 1999 amtsmissbräuchlich gehandelt hat (A/a), keineswegs unzureichend begründet (Ziffer 5, vierter Fall). Das Erstgericht stützt sich nämlich insoweit (US 223) aktenkonform und ohne gegen die Gesetze folgerichtigen Denkens oder grundlegende Erfahrungssätze zu verstoßen (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 444), auf die Aussage des Zeugen Alois We***** (s insbesonders ON 2021 S 445 f, ON 2021 S 435 in Verbindung mit ON 1332 S 345 bis 349) im Zusammenhalt mit den - ebenso in der Hauptverhandlung vorgekommenen (ON 2267 S 359) - Ergebnissen der Erhebungen der Finanzstrafbehörde römisch eins. Instanz (insbesonders ON 2280 S 105).

Mit der Behauptung, die Staatsanwaltschaft habe eine insoweit vorgenommene Modifikation der Anklageschrift in der Hauptverhandlung nicht begründet, wird ein aus Z 5 beachtlicher Mangel nicht angesprochen.Mit der Behauptung, die Staatsanwaltschaft habe eine insoweit vorgenommene Modifikation der Anklageschrift in der Hauptverhandlung nicht begründet, wird ein aus Ziffer 5, beachtlicher Mangel nicht angesprochen.

Das Vorbringen, die - insoweit überschüssige - Feststellung, dass (auch) der Beschwerdeführer unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten vorsätzlich Abgabenverkürzungen bewirkt habe (US 115 f), sei unzureichend begründet, geht ins Leere, weil dieser nicht wegen des Finanzvergehens der Abgabenhinterziehung nach § 33 Abs 1 FinStrG schuldig gesprochen worden ist.Das Vorbringen, die - insoweit überschüssige - Feststellung, dass (auch) der Beschwerdeführer unter Verletzung abgabenrechtlicher Anzeige-, Offenlegungs- und Wahrheitspflichten vorsätzlich Abgabenverkürzungen bewirkt habe (US 115 f), sei unzureichend begründet, geht ins Leere, weil dieser nicht wegen des Finanzvergehens der Abgabenhinterziehung nach Paragraph 33, Absatz eins, FinStrG schuldig gesprochen worden ist.

Zu den unter dem Titel „Nichtigkeitsgrund gemäß Ziff 5, 5a und 8" erhobenen Einwänden ist zunächst festzuhalten, dass hinsichtlich des Vorwurfs amtsmissbräuchlichen Handelns im Prüfungsfall I***** OEG (A/a) Anklage- (ON 2260 S 249 f, ON 2265 S 295) und Urteilssachverhalt (US 3 f, 122 f) übereinstimmen, sodass insofern eine Überschreitung der Anklage (Z 8) nicht vorliegt (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 502).Zu den unter dem Titel „Nichtigkeitsgrund gemäß Ziff 5, 5a und 8" erhobenen Einwänden ist zunächst festzuhalten, dass hinsichtlich des Vorwurfs amtsmissbräuchlichen Handelns im Prüfungsfall I***** OEG (A/a) Anklage- (ON 2260 S 249 f, ON 2265 S 295) und Urteilssachverhalt (US 3 f, 122 f) übereinstimmen, sodass insofern eine Überschreitung der Anklage (Ziffer 8,) nicht vorliegt (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 502).

Unter dem Aspekt der Z 5 wurde das diesbezügliche Vorbringen bereits behandelt, die Erklärung, dieses auch auf § 281 Abs 1 Z 5a StPO zu gründen, orientiert sich nicht an den Kriterien des angesprochenen Nichtigkeitsgrundes. Dieser setzt nämlich die hier nicht erfolgte Bezugnahme auf in der Hauptverhandlung vorgekommenes Beweismaterial oder solche Beweismittel voraus, die so rechtzeitig zum Akt gekommen sind, dass sie in der Hauptverhandlung noch hätten vorkommen können und rechtens hätten vorkommen dürfen und dass sie Anlass zur Durchführung von Beweisaufnahmen gegeben hätten (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 481).Unter dem Aspekt der Ziffer 5, wurde das diesbezügliche Vorbringen bereits behandelt, die Erklärung, dieses auch auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 5 a, StPO zu gründen, orientiert sich nicht an den Kriterien des angesprochenen Nichtigkeitsgrundes. Dieser setzt nämlich die hier nicht erfolgte Bezugnahme auf in der Hauptverhandlung vorgekommenes Beweismaterial oder solche Beweismittel voraus, die so rechtzeitig zum Akt gekommen sind, dass sie in der Hauptverhandlung noch hätten vorkommen können und rechtens hätten vorkommen dürfen und dass sie Anlass zur Durchführung von Beweisaufnahmen gegeben hätten (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 481).

Die Rechtsrüge (Z 9 lit a, der Sache nach wohl Z 10), nach welcher der Beschwerdeführer rechtsirrig „in drei Fällen" des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt schuldig erkannt worden sei, übergeht, dass der Schuldspruch unter zutreffender Anwendung des Zusammenrechnungsgrundsatzes des § 29 StGB (RIS-Justiz RS0121981) ohnedies nur wegen eines Verbrechens nach § 302 Abs 1 und Abs 2 zweiter Satz StGB erfolgt ist (US 11, 325, 330), und entzieht sich solcherart einer inhaltlichen Erwiderung.Die Rechtsrüge (Ziffer 9, Litera a,, der Sache nach wohl Ziffer 10,), nach welcher der Beschwerdeführer rechtsirrig „in drei Fällen" des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt schuldig erkannt worden sei, übergeht, dass der Schuldspruch unter zutreffender Anwendung des Zusammenrechnungsgrundsatzes des Paragraph 29, StGB (RIS-Justiz RS0121981) ohnedies nur wegen eines Verbrechens nach Paragraph 302, Absatz eins, und Absatz 2, zweiter Satz StGB erfolgt ist (US 11, 325, 330), und entzieht sich solcherart einer inhaltlichen Erwiderung.

Die weitere Rechtsrüge (Z 9 lit b) leitet nicht aus dem Gesetz ab, aus welchem Grund der Umstand, dass der Beschwerdeführer eine zuvor als (im Übrigen nicht berechtigter) steuerlicher Vertreter begangene Abgabenverkürzung als Betriebsprüfer amtsmissbräuchlich nicht aufgedeckt hat, hinsichtlich des ihm angelasteten Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt „rechtfertigend" wirken soll, und verfehlt damit die prozessordnungskonforme Darstellung des herangezogenen Nichtigkeitsgrundes (Ratz, WK-StPO § 281 Rz 588).Die weitere Rechtsrüge (Ziffer 9, Litera b,) leitet nicht aus dem Gesetz ab, aus welchem Grund der Umstand, dass der Beschwerdeführer eine zuvor als (im Übrigen nicht berechtigter) steuerlicher Vertreter begangene Abgabenverkürzung als Betriebsprüfer amtsmissbräuchlich nicht aufgedeckt hat, hinsichtlich des ihm angelasteten Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt „rechtfertigend" wirken soll, und verfehlt damit die prozessordnungskonforme Darstellung des herangezogenen Nichtigkeitsgrundes (Ratz, WK-StPO Paragraph 281, Rz 588).

Der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass der mit diesem Vorbringen allenfalls angesprochene Entschuldigungsgrund des § 10 StGB dem Täter nicht zu Gute zu halten ist, wenn er sich der in Rede stehenden Gefahr ohne einen von der Rechtsordnung anerkannten Grund bewusst ausgesetzt hat (§ 10 Abs 2 erster Satz StGB), was jedenfalls dann anzunehmen ist, wenn jemand - wie hier eingewendet - eine Straftat begangen hat und sich gegen die diesbezügliche Strafverfolgung mit weiteren Straftaten zur Wehr setzt (Moos SbgK § 10 Rz 79).Der Vollständigkeit halber sei festgehalten, dass der mit diesem Vorbringen allenfalls angesprochene Entschuldigungsgrund des Paragraph 10, StGB dem Täter nicht zu Gute zu halten ist, wenn er sich der in Rede stehenden Gefahr ohne einen von der Rechtsordnung anerkannten Grund bewusst ausgesetzt hat (Paragraph 10, Absatz 2, erster Satz StGB), was jedenfalls dann anzunehmen ist, wenn jemand - wie hier eingewendet - eine Straftat begangen hat und sich gegen die diesbezügliche Strafverfolgung mit weiteren Straftaten zur Wehr setzt (Moos SbgK Paragraph 10, Rz 79).

Zur Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Wilfried L*****:

Das Vorbringen der Verfahrensrüge (Z 4) zur Abweisung (ON 2257 S 217 f) der Anträge auf Beischaffung sämtlicher Arbeitsbögen der Betriebsprüfungen sowie USO-Prüfungen, die Wilfried L***** durchgeführt und abgeschlossen hat, auf Einholung eines „Sachbefundes" aus dem Fachgebiet des Steuer- und Rechnungswesens zur Frage des Aufscheinens privater Ausgaben in Buchhaltungsunterlagen, auf Beschaffung einer österreichweiten Statistik über die Nebentätigkeiten von Mitarbeitern der Finanzverwaltung und auf zeugenschaftliche Vernehmung von Dr. Karl-Heinz Gras*****, Hermann Ma***** sowie Mag. Walter Ob***** (ON 2257 S 199 iVm ON 2222) entspricht dem insoweit in der Nichtigkeitsbeschwerde des Robert J***** enthaltenen, aus welchem Grund auf die diesbezüglichen Darlegungen verwiesen wird.Das Vorbringen der Verfahrensrüge (Ziffer 4,) zur Abweisung (ON 2257 S 217 f) der Anträge auf Beischaffung sämtlicher Arbeitsbögen der Betriebsprüfungen sowie USO-Prüfungen, die Wilfried L***** durchgeführt und abgeschlossen hat, auf Einholung eines „Sachbefundes" aus dem Fachgebiet des Steuer- und Rechnungswesens zur Frage des Aufscheinens privater Ausgaben in Buchhaltungsunterlagen, auf Beschaffung einer österreichweiten Statistik über die Nebentätigkeiten von Mitarbeitern der Finanzverwaltung und auf zeugenschaftliche Vernehmung von Dr. Karl-Heinz Gras*****, Hermann Ma***** sowie Mag. Walter Ob***** (ON 2257 S 199 in Verbindung mit ON 2222) entspricht dem insoweit in der Nichtigkeitsbeschwerde des Robert J***** enthaltenen, aus welchem Grund auf die diesbezüglichen Darlegungen verwiesen wird.

Zu dem auf die vom Beschwerdeführer verfassten Arbeitsbögen bezogenen Beweisantrag ist zu ergänzen, dass jener gar nicht des Verbrechens des Missbrauchs der Amtsgewalt schuldig erkannt worden ist, womit sich dieses Beweisbegehren nicht auf schuld- oder subsumtionsrelevante Umstände bezieht.

Auch durch die Abweisung des auf die Prüfungsfälle Dr. Christian Ku***** (B/I/a) und Robert H***** (B/I/c) bezogenen Antrags auf „Einholung eines Sachbefundes" aus dem Fachgebiet des Steuer- und Rechnungswesens zum Beweis dafür, dass die jeweiligen strafbestimmenden Wertbeträge unrichtig ermittelt worden sind, wurden Verteidigungsrechte nicht verletzt. Die Antragsbegründung, wonach im Prüfungsfall Dr. Ku***** sogenannte Negativfeststellungen von den Nachprüfern nicht betragsmindernd angerechnet worden seien, und im Prüfungsfall H***** sich abgabenbehördliche Feststellungen aufgrund einer Zeugenaussage als unrichtig erwiesen hätten, bezieht sich nämlich nicht auf Umstände, die dem Sachverständigenbeweis zugänglich sind, sondern vielmehr auf Fragen, die im Rahmen der freien tatrichterlichen Beweiswürdigung (§ 258 Abs 2 zweiter Satz StPO) zu lösen sind.Auch durch die Abweisung des auf die Prüfungsfälle Dr. Christian Ku***** (B/I/a) und Robert H***** (B/I/c) bezogenen Antrags auf „Einholung eines Sachbefundes" aus dem Fachgebiet des Steuer- und Rechnungswesens zum Beweis dafür, dass die jeweiligen strafbestimmenden Wertbeträge unrichtig ermittelt worden sind, wurden Verteidigungsrechte nicht verletzt. Die Antragsbegründung, wonach im Prüfungsfall Dr. Ku***** sogenannte Negativfeststellungen von den Nachprüfern nicht betragsmindernd angerechnet worden seien, und im Prüfungsfall H***** sich abgabenbehördliche Feststellungen aufgrund einer Zeugenaussage als unrichtig erwiesen hätten, bezieht sich nämlich nicht auf Umstände, die dem Sachverständigenbeweis zugänglich sind, sondern vielmehr auf Fragen, die im Rahmen der freien tatrichterlichen Beweiswürdigung (Paragraph 258, Absatz 2, zweiter Satz StPO) zu lösen sind.

Der Einwand der Mängelrüge (Z 5), das Erstgericht hätte zum Schuldspruch des Beschwerdeführers (B/I/a bis c) „selbständig Feststellungen zu treffen" gehabt (der Sache nach wohl Z 9 lit a), lässt nicht erkennen, aus welchem Grund die insoweit getroffenen Konstatierungen (US 118 bis 122) die vorgenommene Subsumtion (US 11) nicht tragen sollen.Der Einwand der Mängelrüge (Ziffer 5,), das Erstgericht hätte zum Schuldspruch des Beschwerdeführers (B/I/a bis c) „selbständig Feststellungen zu treffen" gehabt (der Sache nach wohl Ziffer 9, Litera a,), lässt nicht erkennen, aus welchem Grund die insoweit getroffenen Konstatierungen (US 118

Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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