RS OGH 1966/8/10 12Os132/66, 12Os253/69, 13Os4/74, 11Os39/75, 11Os183/75, 12Os8/76, 12Os23/76, 11Os1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.08.1966
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Norm

StPO §3
StPO §118 Abs1
StPO §150
StPO §258 Abs2 Ba
ZPO §272 B

Rechtssatz

Zur Beurteilung von Kinderaussagen müssen in geeigneten Fällen Sachverständige deshalb hinzugezogen werden, weil ihnen Erkenntnismittel zu Gebote stehen, die das Gericht nicht haben kann. BGH vom 14.12.1954, 5 StR 416/54; Veröff: NJW 1955,599

Entscheidungstexte

  • 12 Os 132/66
    Entscheidungstext OGH 10.08.1966 12 Os 132/66
    Veröff: EvBl 1966/530 S 668
  • 12 Os 253/69
    Entscheidungstext OGH 07.11.1969 12 Os 253/69
    Vgl; Beisatz: Wenn das Gericht an der Aussage eines Kindes aus bestimmten Gründen keinen Zweifel hegt, ist es nicht gehalten einen Sachverständigen aus dem Gebiet der Kinderpsychologie beizuziehen. (T1)
  • 13 Os 4/74
    Entscheidungstext OGH 24.01.1974 13 Os 4/74
    Vgl; Beisatz: Stellt der kinderpsychologische Sachverständige bei einem siebenjährigen Mädchen, das Opfer einer Schändung wurde, eine verminderte Merkfähigkeit fest, so schließt diese keineswegs aus, daß das Mädchen sich affektstarke Ereignisse - wie etwa eine Schändung - gar wohl merken könne. (T2)
  • 11 Os 39/75
    Entscheidungstext OGH 03.04.1975 11 Os 39/75
    Beisatz: Jugendpsychiatrische Begutachtung grundsätzlich nur in ganz besonders gelagerten Fällen. (T3)
  • 11 Os 183/75
    Entscheidungstext OGH 02.02.1976 11 Os 183/75
    Beis wie T1
  • 12 Os 23/76
    Entscheidungstext OGH 09.03.1976 12 Os 23/76
    Beis wie T1
  • 12 Os 8/76
    Entscheidungstext OGH 16.03.1976 12 Os 8/76
    Beisatz: Eine psychiatrische Untersuchung zwecks Beurteilung der Aussagefähigkeit oder Aussageehrlichkeit einer zu vernehmenden Person (einschließlich des Angeklagten) ist nur in besonders gelagerten Fällen zulässig, in denen die richtige Auswertung der Aussage (zB bei einem Kind, einer seelisch gestörten oder abartigen Person) eines bestimmten Fachwissens bedarf. (T4)
  • 11 Os 188/76
    Entscheidungstext OGH 16.02.1977 11 Os 188/76
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Ohne psychische oder charakterliche Abartigkeiten, Entwicklungsstörungen oder sonstige Defekte des Unmündigen kein Sachverständiger nötig. (T5)
  • 11 Os 186/76
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 11 Os 186/76
    Vgl; Beis wie T5
  • 13 Os 24/80
    Entscheidungstext OGH 28.02.1980 13 Os 24/80
    Vgl; Beis wie T3
  • 9 Os 24/80
    Entscheidungstext OGH 09.05.1980 9 Os 24/80
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Zweifel an der Aussagefähigkeit und Aussageehrlichkeit des Kindes müssen in konkreten Umständen begründet sein; die bloße hypothetische Möglichkeit einer falschen Aussage genügt nicht (so schon 11 Os 188/76). (T6)
  • 13 Os 21/80
    Entscheidungstext OGH 22.05.1980 13 Os 21/80
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 12 Os 163/81
    Entscheidungstext OGH 17.12.1981 12 Os 163/81
    Vgl; Beis wie T1
  • 9 Os 70/82
    Entscheidungstext OGH 04.05.1982 9 Os 70/82
    Vgl auch
  • 9 Os 108/83
    Entscheidungstext OGH 30.08.1983 9 Os 108/83
    Vgl; Beis wie T5
  • 11 Os 105/83
    Entscheidungstext OGH 14.09.1983 11 Os 105/83
    Vgl; Beis wie T3
  • 10 Os 62/84
    Entscheidungstext OGH 17.04.1984 10 Os 62/84
    Vgl; Beis wie T6
  • 11 Os 129/84
    Entscheidungstext OGH 02.10.1984 11 Os 129/84
    Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5
  • 11 Os 71/86
    Entscheidungstext OGH 03.06.1986 11 Os 71/86
    Vgl; Beis wie T6
  • 9 Os 24/87
    Entscheidungstext OGH 01.04.1987 9 Os 24/87
    Vgl; Beisatz: Fachpsychologische Begutachtung eines unmündigen Zeugen nur bei Anhaltspunkten für besondere abweichende Züge und Eigenschaften oder bei konkreten Hinweisen auf eine phantastische Veranlagung oder Neigung zur Pseudologie. (T7)
  • 12 Os 144/88
    Entscheidungstext OGH 15.12.1988 12 Os 144/88
    Vgl; Beis wie T7
  • 13 Os 161/89
    Entscheidungstext OGH 08.02.1990 13 Os 161/89
    Vgl; Beis wie T3
  • 15 Os 151/92
    Entscheidungstext OGH 11.03.1993 15 Os 151/92
    Vgl; Beis wie T3
  • 11 Os 131/92
    Entscheidungstext OGH 06.04.1993 11 Os 131/92
    Vgl; Beis wie T5
  • 13 Os 39/94
    Entscheidungstext OGH 21.06.1994 13 Os 39/94
    Beisatz: Zur richtigen Auswertung der Angaben des (unmündigen) Tatopfers vor der Polizei ist ein Sachverständiger (mit Zustimmung der Zeugin bzw ihres gesetzlichen Vertreters zu einer Untersuchung) jedenfalls dann beizuziehen, wenn diese von Fachkenntnissen abhängt, deren Vorliegen bei den Tatrichtern, denen im vorliegenden Fall sogar die Möglichkeit fehlte, sich einen persönlichen Eindruck von der Zeugin zu verschaffen und sie mit den behaupteten Vorbehalten zu konfrontieren, nicht ohne weiteres vorausgesetzt werden kann (EvBl 1966/530). (T8)
  • 14 Os 9/95
    Entscheidungstext OGH 31.01.1995 14 Os 9/95
    Vgl aber; Beis wie T6
  • 13 Os 98/95
    Entscheidungstext OGH 16.08.1995 13 Os 98/95
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0040198

Dokumentnummer

JJR_19660810_OGH0002_0120OS00132_6600000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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