RS OGH 2026/1/20 12Os70/69; 11Os119/74; 11Os32/76; 12Os104/79; 11Os85/84; 13Os185/84; 13Os133/85; 12

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.04.1969
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Norm

StPO §258 Abs2 A
StPO §281 Abs1 Z9
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

In der Behauptung, es sei der Grundsatz "in dubio pro reo" zum Nachteil der Angeklagten verletzt worden, kann im Hinblick darauf, daß es sich bei diesem Grundsatz um keinen für das materielle Strafrecht, sondern nur für das Strafverfahren gültigen Grundsatz handelt, der übrigens das richterliche Recht der freien Beweiswürdigung (§ 258 StPO) nicht berührt, keine gesetzmäßige Darstellung einer Rechtsrüge gelegen sein.In der Behauptung, es sei der Grundsatz "in dubio pro reo" zum Nachteil der Angeklagten verletzt worden, kann im Hinblick darauf, daß es sich bei diesem Grundsatz um keinen für das materielle Strafrecht, sondern nur für das Strafverfahren gültigen Grundsatz handelt, der übrigens das richterliche Recht der freien Beweiswürdigung (Paragraph 258, StPO) nicht berührt, keine gesetzmäßige Darstellung einer Rechtsrüge gelegen sein.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 70/69
    Entscheidungstext OGH 18.04.1969 12 Os 70/69
  • 11 Os 119/74
    Entscheidungstext OGH 20.12.1974 11 Os 119/74
    Vgl auch; Beisatz: Der Grundsatz "in dubio pro reo" ermöglicht keineswegs eine Bekämpfung der Beweiswürdigung im Nichtigkeitsverfahren. (T1)
  • 11 Os 32/76
    Entscheidungstext OGH 25.03.1976 11 Os 32/76
    Vgl auch; Beis wie T1
  • RS0098325">12 Os 104/79
    Entscheidungstext OGH 13.09.1979 12 Os 104/79
    Ähnlich; Beisatz: In der schriftlichen Rechtsbelehrung (§ 321 StPO) ist darauf nicht einzugehen. (T2)
  • 11 Os 85/84
    Entscheidungstext OGH 03.07.1984 11 Os 85/84
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 13 Os 185/84
    Entscheidungstext OGH 06.12.1984 13 Os 185/84
    Vgl auch; Beisatz: § 3 StPO und der strafprozessuale Zweifelsgrundsatz sind für die Subsumtion eines festgestellten Verhaltens ohne Belang. (T3)
  • RS0098325">13 Os 133/85
    Entscheidungstext OGH 05.09.1985 13 Os 133/85
    Vgl auch
  • 12 Os 13/91
    Entscheidungstext OGH 14.02.1991 12 Os 13/91
    Vgl; Beisatz: Ein Rekurs auf den Zweifelsgrundsatz ("in dubio pro reo") zeigt keinen formellen Nichtigkeitsgrund auf. (T4)
  • RS0098325">11 Os 148/93
    Entscheidungstext OGH 23.11.1993 11 Os 148/93
    Vgl auch
  • RS0098325">13 Os 103/02
    Entscheidungstext OGH 14.05.2003 13 Os 103/02
    Vgl auch; Beisatz: Mit dem Einwand, es liege hinsichtlich der Verurteilung ein Verstoß gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" vor, gibt der Nichtigkeitswerber zu erkennen, dass er die Urteilskonstatierungen in Zweifel zieht anstatt von diesen ausgehend einen allfälligen Rechtsfehler des Erstgerichtes nachzuweisen. (T5)
  • RS0098325">12 Os 19/17m
    Entscheidungstext OGH 06.04.2017 12 Os 19/17m
    Auch; Beis wie T5
  • RS0098325">13 Os 72/17p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 72/17p
    Auch
  • RS0098325">12 Os 86/19t
    Entscheidungstext OGH 12.08.2019 12 Os 86/19t
    Vgl; Beis wie T5
  • RS0098325">14 Os 43/20k
    Entscheidungstext OGH 09.06.2020 14 Os 43/20k
    Vgl
  • RS0098325">15 Os 123/22k
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 123/22k
    Vgl
  • RS0098325">14 Os 45/23h
    Entscheidungstext OGH 06.09.2023 14 Os 45/23h
    vgl; Beisatz wie T5
  • RS0098325">15 Os 68/24z
    Entscheidungstext OGH 04.09.2024 15 Os 68/24z
    vgl; Beisatz wie T5
  • RS0098325">15 Os 12/25s
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 12/25s
    vgl
  • RS0098325">15 Os 120/25y
    Entscheidungstext OGH 20.01.2026 15 Os 120/25y
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0098325

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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