RS OGH 2023/7/13 6Ob202/74; 7Ob8/75; 5Ob243/75; 1Ob566/76; 2Ob507/77; 7Ob564/77; 1Ob764/77; 1Ob581/7

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Veröffentlicht am 19.12.1974
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Rechtssatz

Eine Partei kann sich nicht auf das Nichtvorhandensein oder den Wegfall einer Vertragsvoraussetzung berufen, wenn diese sich auf Tatsachen der eigenen Sphäre (hier Kreditbeschaffung) bezieht; jeder Vertragspartner muss die Gefahr aller Umstände tragen, die sich in seinem Bereich ereignen (Koziol - Welser, Grundriss des bürgerlichen Rechts 3. Auflage, I 101).Eine Partei kann sich nicht auf das Nichtvorhandensein oder den Wegfall einer Vertragsvoraussetzung berufen, wenn diese sich auf Tatsachen der eigenen Sphäre (hier Kreditbeschaffung) bezieht; jeder Vertragspartner muss die Gefahr aller Umstände tragen, die sich in seinem Bereich ereignen (Koziol - Welser, Grundriss des bürgerlichen Rechts 3. Auflage, römisch eins 101).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 202/74
    Entscheidungstext OGH 19.12.1974 6 Ob 202/74
  • RS0017504">7 Ob 8/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
    Beisatz: Hier: Fortdauernde Beistellung eines Betriebsortes und Betriebskonzession für gekaufte Getränkeautomaten. (T1) Veröff: JBl 1976,145
  • RS0017504">5 Ob 243/75
    Entscheidungstext OGH 03.02.1976 5 Ob 243/75
    Beisatz: Insbesondere kann sich eine Partei in der Regel nicht auf das Nichtvorhandensein einer, wenngleich typischen, Voraussetzung berufen, die sich auf Tatsachen der eigenen persönlichen Sphäre bezieht. (T2) Veröff: SZ 49/13 = EvBl 1976/193 S 398
  • RS0017504">1 Ob 566/76
    Entscheidungstext OGH 21.09.1976 1 Ob 566/76
    Veröff: EvBl 1977/68 S 155
  • 2 Ob 507/77
    Entscheidungstext OGH 31.03.1977 2 Ob 507/77
    Veröff: MietSlg 29102
  • 7 Ob 564/77
    Entscheidungstext OGH 12.05.1977 7 Ob 564/77
    Ähnlich
  • 1 Ob 764/77
    Entscheidungstext OGH 11.01.1978 1 Ob 764/77
    Beisatz: Grundsätzlich muss also jeder Vertragsteil das Risiko eines Fehlschlages seiner Erwartungen tragen. (T3) Veröff: EvBl 1978/137 S 435
  • 1 Ob 581/78
    Entscheidungstext OGH 12.04.1978 1 Ob 581/78
    Veröff: JBl 1981,30
  • 4 Ob 43/78
    Entscheidungstext OGH 27.06.1978 4 Ob 43/78
    Veröff: Ind 1978 6,1120 = ZAS 1979,145 (mit Anmerkung von Koziol) = DRdA 1979/8 S 128 (mit Anmerkung von Neuwirth)
  • 5 Ob 553/79
    Entscheidungstext OGH 22.05.1979 5 Ob 553/79
    Beis wie T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 24/79
    Entscheidungstext OGH 13.07.1979 1 Ob 24/79
  • 1 Ob 770/79
    Entscheidungstext OGH 14.12.1979 1 Ob 770/79
    Beis wie T3; Veröff: SZ 52/189
  • 5 Ob 669/79
    Entscheidungstext OGH 04.12.1979 5 Ob 669/79
    Beisatz: Beschaffung der Kaufpreissumme ist Sache des Käufers. (T4) Veröff: NZ 1981,85
  • 7 Ob 549/80
    Entscheidungstext OGH 13.03.1980 7 Ob 549/80
    nur: Eine Partei kann sich nicht auf das Nichtvorhandensein oder den Wegfall einer Vertragsvoraussetzung berufen, wenn diese sich auf Tatsachen der eigenen Sphäre (hier Kreditbeschaffung) bezieht. (T5)
  • 4 Ob 543/79
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 543/79
    Beisatz: Müllabfuhrvertrag (T6)
  • 6 Ob 777/80
    Entscheidungstext OGH 17.12.1980 6 Ob 777/80
    Beisatz: Und zwar aus nach den Auffassungen des redlichen Verkehrs ihm zuzurechnenden Gründen (hier: Weinlieferungsvertrag als Dauerschuldverhältnis). (T7)
  • RS0017504">1 Ob 725/80
    Entscheidungstext OGH 14.01.1981 1 Ob 725/80
    Beis wie T3; Veröff: SZ 54/4 = JBl 1982,431
  • 6 Ob 514/81
    Entscheidungstext OGH 20.05.1981 6 Ob 514/81
    nur T5
  • 6 Ob 780/81
    Entscheidungstext OGH 20.01.1982 6 Ob 780/81
    Auch; nur T5
  • 1 Ob 504/82
    Entscheidungstext OGH 17.03.1982 1 Ob 504/82
    Vgl
  • RS0017504">5 Ob 796/81
    Entscheidungstext OGH 20.04.1982 5 Ob 796/81
    Auch
  • RS0017504">1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    nur: Jeder Vertragspartner muss die Gefahr aller Umstände tragen, die sich in seinem Bereich ereignen. (T8) Veröff: SZ 55/51
  • 8 Ob 532/82
    Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 532/82
    nur T5
  • 1 Ob 575/83
    Entscheidungstext OGH 23.03.1983 1 Ob 575/83
    Auch
  • 1 Ob 589/83
    Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 589/83
    Vgl; Beis wie T3
  • 6 Ob 523/84
    Entscheidungstext OGH 10.05.1984 6 Ob 523/84
    nur T5; Beisatz: Um so weniger kann sie sich auf den Wegfall einer Vertragsvoraussetzung berufen, wenn sie selbst diesen Wegfall durch ihr Verhalten herbeigeführt hat. (T9)
  • RS0017504">1 Ob 34/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 1 Ob 34/84
    nur T5
  • RS0017504">5 Ob 576/83
    Entscheidungstext OGH 20.12.1984 5 Ob 576/83
    Beisatz: Hier: Eheschließung und Geburt eines Kindes. (T10) Veröff: SZ 57/208
  • RS0017504">2 Ob 505/85
    Entscheidungstext OGH 11.06.1985 2 Ob 505/85
    nur T5; Beis wie T3
  • RS0017504">6 Ob 583/84
    Entscheidungstext OGH 11.07.1985 6 Ob 583/84
    nur T5; Beisatz: Es gehört nicht zu den geschäftstypischen Voraussetzungen eines Fertigteilhauskaufes, dass dieses auf einem dem Besteller als Eigentümer gehörenden Grundstück, geschweige denn auf einem dem Besteller unentgeltlich zugewendeten Baugrundstück errichtet wird. (T11)
  • RS0017504">3 Ob 598/85
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 3 Ob 598/85
    nur T5
  • RS0017504">1 Ob 665/85
    Entscheidungstext OGH 28.01.1986 1 Ob 665/85
  • RS0017504">7 Ob 542/86
    Entscheidungstext OGH 24.04.1986 7 Ob 542/86
    nur T5; Beisatz: Das Risiko, dass der Kaufgegenstand wie geplant verwendet werden kann, trägt, sofern vertraglich nichts anders vereinbart wurde, grundsätzlich der Käufer. (T12)
  • RS0017504">6 Ob 531/85
    Entscheidungstext OGH 12.06.1986 6 Ob 531/85
    Auch
  • RS0017504">7 Ob 716/86
    Entscheidungstext OGH 15.01.1987 7 Ob 716/86
  • RS0017504">3 Ob 502/87
    Entscheidungstext OGH 07.10.1987 3 Ob 502/87
    nur T5
  • RS0017504">1 Ob 641/87
    Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 641/87
    nur T8; Beisatz: Die Risikoverteilung ergibt sich dabei aus dem Vertrag, dem Vertragszweck und dem anzuwendenden dispositiven Recht. (T13) Veröff: SZ 60/218 = EvBl 1988/31 S 207
  • RS0017504">7 Ob 696/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1988 7 Ob 696/87
    Auch
  • RS0017504">1 Ob 569/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 569/88
    Beis wie T3; Veröff: SZ 61/148 = RdW 1988,419 = JBl 1988,723 = ÖBA 1989,901 (Aicher)
  • RS0017504">2 Ob 509/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1989 2 Ob 509/89
    Beis wie T9; Beis wie T13 nur: Die Risikoverteilung ergibt sich dabei aus dem Vertrag. (T14) Veröff: JBl 1989,650 (Dullinger)
  • RS0017504">1 Ob 503/89
    Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 503/89
    Beis wie T3
  • RS0017504">8 Ob 684/89
    Entscheidungstext OGH 27.10.1989 8 Ob 684/89
    nur T5; Veröff: RdW 1990,249 = ecolex 1991,386 (Reich - Rohrwig)
  • RS0017504">8 Ob 46/89
    Entscheidungstext OGH 11.04.1991 8 Ob 46/89
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die grundverkehrsbehördliche Genehmigung des Kaufvertrages gehört nicht dem Risikobereich der beiden Parteien an, sie fällt in die neutrale Sphäre. (T15) Veröff: WBl 1991,243 = ÖBA 1991,759
  • RS0017504">6 Ob 571/91
    Entscheidungstext OGH 06.06.1991 6 Ob 571/91
  • RS0017504">4 Ob 506/93
    Entscheidungstext OGH 08.06.1993 4 Ob 506/93
    Veröff: SZ 66/70
  • RS0017504">3 Ob 2219/96m
    Entscheidungstext OGH 19.06.1996 3 Ob 2219/96m
    nur T8
  • RS0017504">7 Ob 2189/96d
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2189/96d
    Beis wie T2
  • RS0017504">4 Ob 255/97x
    Entscheidungstext OGH 07.10.1997 4 Ob 255/97x
    Auch; Beis wie T2
  • RS0017504">7 Ob 348/97w
    Entscheidungstext OGH 26.03.1998 7 Ob 348/97w
    Vgl; Beisatz: Tatsachen der eigenen Sphäre sind kein wichtiger Grund, entgegen einem erklärten Kündigungsverzicht den Mietvertrag ohne Verstoß gegen Vertragspflichten vorzeitig aufzulösen; sie befreien auch nicht von der für den Fall vorzeitiger Kündigung vereinbarten Konventionalstrafe. (T16)
  • RS0017504">8 Ob 112/99z
    Entscheidungstext OGH 09.09.1999 8 Ob 112/99z
    nur T5; Beis wie T9
  • RS0017504">7 Ob 163/00x
    Entscheidungstext OGH 26.07.2000 7 Ob 163/00x
    Auch; nur: Eine Partei kann sich nicht auf das Nichtvorhandensein oder den Wegfall einer Vertragsvoraussetzung berufen, wenn diese sich auf Tatsachen der eigenen Sphäre bezieht; jeder Vertragspartner muss die Gefahr aller Umstände tragen, die sich in seinem Bereich ereignen. (T17)
  • RS0017504">7 Ob 211/99a
    Entscheidungstext OGH 11.05.2000 7 Ob 211/99a
    Auch; nur: Eine Partei kann sich nicht auf das Nichtvorhandensein oder den Wegfall einer Vertragsvoraussetzung berufen, wenn diese sich auf Tatsachen der eigenen Sphäre bezieht. (T18); Beis wie T9; Beisatz: Ausgeschlossen sind auch Umstände, deren Wegfall vorhersehbar war. (T19)
  • RS0017504">3 Ob 98/00h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 98/00h
    Vgl auch; Beis wie T14; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Durch Bürgerproteste frustrierte Aufwendung. (T20)
  • RS0017504">8 ObA 72/03a
    Entscheidungstext OGH 18.09.2003 8 ObA 72/03a
    Beisatz: Hier: Es betrifft der Umstand der Betriebsfortführung, der mit den Erwartungen bei Abschluss des Sozialplanes nicht übereinstimmte, ausschließlich die Sphäre des Arbeitgebers. (T21)
  • RS0017504">1 Ob 95/08i
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 1 Ob 95/08i
    Auch; nur T18
  • RS0017504">7 Ob 192/12d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 7 Ob 192/12d
    Auch; Veröff: SZ 2012/144
  • RS0017504">5 Ob 152/14k
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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