RS OGH 1975/1/23 7Ob8/75, 5Ob748/79, 1Ob778/81, 7Ob792/81, 1Ob718/82 (1Ob719/82), 3Ob541/84, 7Ob722/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.01.1975
beobachten
merken

Norm

ABGB §870 CII

Rechtssatz

List ist bewusste Täuschung (Betrug) und setzt daher ein für die Entstehung des Irrtums vorsätzliches, ja ihn bezweckendes Verhalten des Irreführenden voraus.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 8/75
    Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
    Veröff: JBl 1976,145
  • 5 Ob 748/79
    Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
  • 1 Ob 778/81
    Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
    nur: List ist bewusste Täuschung. (T1) Veröff: SZ 55/51
  • 7 Ob 792/81
    Entscheidungstext OGH 01.07.1982 7 Ob 792/81
    nur T1; Beisatz: Sie besteht im Regelfall in der bewussten Herbeiführung des Irrtums durch täuschende Erklärungen oder sonstige Verhaltensweisen, die darauf gerichtet sind, dem anderen Teil die Kenntnis des wahren Sachverhaltes zu verschließen. (T2)
  • 1 Ob 718/82
    Entscheidungstext OGH 15.12.1982 1 Ob 718/82
    Auch; nur T1; Beis wie T2
  • 3 Ob 541/84
    Entscheidungstext OGH 19.09.1984 3 Ob 541/84
    nur T1; Beisatz: Die beim Vertragspartner einen Irrtum hervorruft, der dann für den Vertragsabschluss kausal ist. (T3)
  • 7 Ob 722/86
    Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 722/86
    Auch; nur T1; Beisatz: Hier: List ist die rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung. (T4) Veröff: WBl 1987,345
  • 1 Ob 547/88
    Entscheidungstext OGH 13.04.1988 1 Ob 547/88
    nur T1
  • 8 Ob 600/89
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 8 Ob 600/89
    Beis wie T3; Beis wie T4
  • 7 Ob 529/91
    Entscheidungstext OGH 04.04.1991 7 Ob 529/91
    nur T1; Beisatz: Diese kann auch durch Unterlassung der gebotenen Aufklärung erfolgen. (T5)
  • 6 Ob 521/94
    Entscheidungstext OGH 20.01.1994 6 Ob 521/94
  • 1 Ob 1538/95
    Entscheidungstext OGH 17.10.1995 1 Ob 1538/95
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Listige Irreführung beim Vertragsabschluss setzt daher in tatsächlicher Hinsicht stets Irreführungsabsicht voraus. (T6)
  • 1 Ob 617/95
    Entscheidungstext OGH 23.10.1995 1 Ob 617/95
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6
  • 3 Ob 563/95
    Entscheidungstext OGH 31.08.1995 3 Ob 563/95
  • 3 Ob 520/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 520/94
    Veröff: SZ 68/152
  • 5 Ob 217/99v
    Entscheidungstext OGH 28.09.1999 5 Ob 217/99v
    Vgl auch
  • 2 Ob 112/00k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2001 2 Ob 112/00k
    nur T1; Beis wie T2
  • 8 ObA 58/01i
    Entscheidungstext OGH 30.08.2001 8 ObA 58/01i
  • 6 Ob 40/03f
    Entscheidungstext OGH 02.10.2003 6 Ob 40/03f
    Vgl auch; nur T1
  • 6 Ob 7/06g
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 7/06g
    Vgl auch; Beisatz: List im Sinne des § 870 ABGB ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung (Betrug). Der Vertragschließende wird durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen in Irrtum geführt oder durch Unterdrückung wahrer Tatsachen in seinem Irrtum belassen oder bestärkt und dadurch zum Vertragsabschluss bestimmt. Täuschung durch Verschweigen erfordert zudem, dass eine Aufklärungspflicht verletzt wurde, was nach den Anschauungen des redlichen Verkehrs zu beurteilen ist. Dabei kommt es maßgeblich auf die Umstände des Einzelfalls an. (T7); Veröff: SZ 2006/22
  • 3 Ob 75/06k
    Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 75/06k
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T7 nur: List im Sinne des § 870 ABGB ist rechtswidrige, vorsätzliche Täuschung (Betrug). Der Vertragschließende wird durch die Vorspiegelung falscher Tatsachen in Irrtum geführt oder durch Unterdrückung wahrer Tatsachen in seinem Irrtum belassen oder bestärkt und dadurch zum Vertragsabschluss bestimmt. Täuschung durch Verschweigen erfordert zudem, dass eine Aufklärungspflicht verletzt wurde, was nach den Anschauungen des redlichen Verkehrs zu beurteilen ist. (T8)
  • 6 Ob 257/08z
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 6 Ob 257/08z
    Beis wie T5
  • 5 Ob 113/09t
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 113/09t
    Beis ähnlich wie T7
  • 10 Ob 10/11k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 10 Ob 10/11k
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 11/13s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 91/17s
    Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 91/17s
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T7
  • 3 Ob 81/17h
    Entscheidungstext OGH 20.09.2017 3 Ob 81/17h
    Beis wie T6
  • 8 Ob 106/17x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2017 8 Ob 106/17x
    Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 2017/139
  • 6 Ob 244/17a
    Entscheidungstext OGH 28.02.2018 6 Ob 244/17a
    Beisatz: Die bloße Erkennbarkeit eines Umstands erreicht die Schwelle des zivilrechtlichen Betrugs im Sinn des § 870 ABGB noch nicht. (T9)
  • 5 Ob 214/19k
    Entscheidungstext OGH 20.02.2020 5 Ob 214/19k
  • 5 Ob 144/20t
    Entscheidungstext OGH 30.09.2020 5 Ob 144/20t
  • 6 Ob 101/22d
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 6 Ob 101/22d
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0014821

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.08.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten