RS OGH 1976/5/11 4Ob369/75 (4Ob370/75), 1Ob549/77, 4Ob337/80, 4Ob406/81, 6Ob631/83 (6Ob632/83), 4Ob5

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.05.1976
beobachten
merken

Norm

ABGB §1041 A1

Rechtssatz

Der allgemeine Bereicherungsanspruch gemäß § 1041 ABGB richtet sich gegen denjenigen, der eine fremde Sache ohne Rechtsgrund zum eigenen Vorteil benützt und sich dabei im Einzelfall nicht auf eine Leistung des Eigentümers oder sonst Berechtigten stützen kann. "Sache" ist im weiteren Sinn des § 285 ABGB zu verstehen; umfasst auch die sogenannten "Immaterialgüter", welche kraft des dem Berechtigten von der Rechtsordnung eingeräumten Ausschließungsrechts eine wirtschaftliche Verwertung zum Nutzen des Inhabers zulassen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 369/75
    Entscheidungstext OGH 11.05.1976 4 Ob 369/75
    Veröff: EvBl 1977/17 S 41 = GRURInt 1977,337 = JBl 1977,423
  • 1 Ob 549/77
    Entscheidungstext OGH 27.04.1977 1 Ob 549/77
    Beisatz: Auch elektrische Energie. (T1)
  • 4 Ob 337/80
    Entscheidungstext OGH 29.04.1980 4 Ob 337/80
    nur: "Sache" ist im weiteren Sinn des § 285 ABGB zu verstehen; umfasst auch die sogenannten "Immaterialgüter", welche kraft des dem Berechtigten von der Rechtsordnung eingeräumten Ausschließungsrechts eine wirtschaftliche Verwertung zum Nutzen des Inhabers zulassen. (T2)
    Beisatz: Es fallen darunter nicht nur körperliche Sachen, Forderungsrechte und Namensrechte, sondern auch Arbeitsleistungen und die "Immaterialgüter", die kraft des dem Berechtigten hier von der Rechtsordnung eingeräumten Ausschließungsrechts eine wirtschaftliche Verwendung zum Nutzen des Inhabers zulassen, wie Markenrechte, Patentrechte und Urheberrechte. (T3)
  • 4 Ob 406/81
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 4 Ob 406/81
    nur T2; Beisatz: Bild eines Fußballers. (T4)
    Veröff: SZ 55/12 = ÖBl 1983,118 = GRURInt 1984,367 (siehe auch Nowakowski in ÖBl 1983,97)
  • 6 Ob 631/83
    Entscheidungstext OGH 15.11.1984 6 Ob 631/83
    nur: "Sache" ist im weiteren Sinn des § 285 ABGB zu verstehen. (T5)
  • 4 Ob 513/88
    Entscheidungstext OGH 12.04.1988 4 Ob 513/88
    nur T5; Beisatz: Insbesondere Forderungen. (T6)
    Veröff: RdW 1988,288 = ÖBA 1989,85
  • 1 Ob 703/89
    Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 703/89
    nur T5; Veröff: JBl 1990,453
  • 2 Ob 600/89
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 2 Ob 600/89
    Beis wie T1
  • 4 Ob 147/90
    Entscheidungstext OGH 23.10.1990 4 Ob 147/90
    nur T5; Beisatz: Hier: Bekanntheitsgrad eines Sängers. (T7)
    Veröff: MR 1991,68
  • 4 Ob 166/93
    Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 166/93
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Werbeslogan: "Bis bald im Wienerwald". (T8)
  • 5 Ob 525/94
    Entscheidungstext OGH 27.04.1994 5 Ob 525/94
    Veröff. SZ 67/79
    Beis wie T3; Beisatz: Hier: Forderungsrechte (T9)
  • 4 Ob 2259/96a
    Entscheidungstext OGH 15.10.1996 4 Ob 2259/96a
    nur T5; Beis wie T6; Veröff: SZ 69/229
  • 4 Ob 66/01m
    Entscheidungstext OGH 10.07.2001 4 Ob 66/01m
    Vgl auch; nur T5; Beis wie T9
    Veröff: SZ 74/121
  • 6 Ob 294/00d
    Entscheidungstext OGH 23.08.2001 6 Ob 294/00d
    Auch; Beisatz: Eine nicht ausgenützte und bereits gelöschte Anmerkung der Rangordnung für die beabsichtigte Verpfändung ist daher keine "Sache" im Sinn des § 1041 ABGB. (T10)
  • 3 Ob 133/01g
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 133/01g
    nur T5; Beis wie T9
  • 6 Ob 54/06v
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 54/06v
    Vgl auch; Beisatz: Der weite Sachbegriff des § 1041 ABGB in Verbindung mit § 285 ABGB umfasst auch Forderungsrechte. (T11)
  • 4 Ob 62/07g
    Entscheidungstext OGH 04.09.2007 4 Ob 62/07g
    nur: Der allgemeine Bereicherungsanspruch gemäß § 1041 ABGB richtet sich gegen denjenigen, der eine fremde Sache ohne Rechtsgrund zum eigenen Vorteil benützt und sich dabei im Einzelfall nicht auf eine Leistung des Eigentümers oder sonst Berechtigten stützen kann. "Sache" ist im weiteren Sinn des § 285 ABGB zu verstehen; umfasst auch die sogenannten "Immaterialgüter". (T12)
    Veröff: SZ 2007/138
  • 6 Ob 57/06k
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 6 Ob 57/06k
    Auch; nur T2; Beisatz: Briefmarke mit dem Portrait von Ernst Happel. (T13)
    Veröff: SZ 2007/171
  • 5 Ob 168/08d
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 168/08d
    nur: Der allgemeine Bereicherungsanspruch gemäß § 1041 ABGB richtet sich gegen denjenigen, der eine fremde Sache ohne Rechtsgrund zum eigenen Vorteil benützt und sich dabei im Einzelfall nicht auf eine Leistung des Eigentümers oder sonst Berechtigten stützen kann. (T14)
  • 10 Ob 23/11x
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 23/11x
    Auch
  • 4 Ob 89/11h
    Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 89/11h
    Vgl auch
  • 4 Ob 59/13z
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Ob 59/13z
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Domain als Rechtsgut. (T15)
  • 6 Ob 138/14h
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 138/14h
    ähnlich nur T2; Beis ähnlich wie T3
    Beisatz: Die Vermietung entgegen der vertraglichen Konkurrenzklausel an Mitbewerber der Kläger stellt zwar eine Vertragsverletzung, aber selbst bei weitester noch denkbarer Auslegung gerade keine „Verwendung“ dieses Rechts durch die Beklagte darf. Insoweit fehlt es an der erforderlichen Korrelation zwischen Rechtsverletzung und „verwendetem“ Rechtsgut. (T16)
    Beisatz: ausdrückliche Ablehnung der von Vonkilch vertretenen Meinung. (T17)
    Beisatz: Die Beklagte hat kein fremdes Gut verwendet, sondern vielmehr ihr Eigentum ohne Zustimmung der Klägerin in Bestand gegeben. Damit hat sie zwar ihre vertragliche Verpflichtung (Konkurrenzklausel) verletzt, jedoch nicht einen der Klägerin ausschließlich zugewiesenen Vermögenswert verwendet. (T18)
  • 1 Ob 130/21f
    Entscheidungstext OGH 18.05.2022 1 Ob 130/21f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0019926

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

12.07.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten