RS OGH 1999/5/5 4Ob95/77, 4Ob103/78, 4Ob137/79, 4Ob45/82, 9ObA154/89, 9ObA95/89, 9ObA140/90, 9ObA250

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.10.1977
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Norm

ABGB §878
ABGB §1157
ABGB §1295 IIf3
AuslBG §19
AuslBG §29
  1. ABGB § 878 heute
  2. ABGB § 878 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1157 heute
  2. ABGB § 1157 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. ABGB § 1295 heute
  2. ABGB § 1295 gültig ab 01.01.1917 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916
  1. AuslBG § 19 heute
  2. AuslBG § 19 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2013
  3. AuslBG § 19 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 126/2002
  4. AuslBG § 19 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/1997
  5. AuslBG § 19 gültig von 01.06.1996 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 895/1995
  6. AuslBG § 19 gültig von 01.07.1994 bis 31.05.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1994
  7. AuslBG § 19 gültig von 01.10.1990 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 450/1990
  1. AuslBG § 29 heute
  2. AuslBG § 29 gültig ab 01.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2011
  3. AuslBG § 29 gültig von 01.07.1988 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 231/1988

Rechtssatz

Der Arbeitgeber ist nach dem AuslBG allein verpflichtet, die notwendige Beschäftigungsbewilligung zu erlangen und damit die rechtlichen Voraussetzungen für das Zustandekommen eines gültigen Arbeitsvertrages zu schaffen. Hat er diese Verpflichtung im Einzelfall schuldhaft verletzt und nicht alles Notwendige vorgekehrt, um die Nichtigkeit des Arbeitsvertrages zu vermeiden, dann wird er dem ausländischen Arbeitnehmer gegenüber nach allgemeinen Grundsätzen schadenersatzpflichtig.

Entscheidungstexte

  • RS0018199">4 Ob 95/77
    Entscheidungstext OGH 18.10.1977 4 Ob 95/77
    Veröff: EvBl 1978/87 S 243 = SZ 50/132
  • 4 Ob 103/78
    Entscheidungstext OGH 28.11.1978 4 Ob 103/78
    Beisatz: Cic - negatives Vertragsinteresse des Ausländers (wie auch nicht erworbener Anspruch auf Familienbeihilfe). (T1) Veröff: Arb 9745 = DRdA 1979,390 (mit Anmerkung von Rummel) = SozM IA/c,1151
  • 4 Ob 137/79
    Entscheidungstext OGH 25.03.1980 4 Ob 137/79
    Vgl; Beisatz: Der Arbeitgeber ist auch verpflichtet, rechtzeitig die Verlängerung der Arbeitsbewilligung zu erreichen. Tut er dies nicht und kündigt auch nicht rechtzeitig, steht dem Arbeitnehmer eine Kündigungsentschädigung zu. (T2) Veröff: ZAS 1982,140
  • 4 Ob 45/82
    Entscheidungstext OGH 18.05.1982 4 Ob 45/82
    Auch; Veröff: Arb 10111
  • RS0018199">9 ObA 95/89
    Entscheidungstext OGH 24.05.1989 9 ObA 95/89
    Beisatz: § 48 ASGG (T3) Beisatz: Ersatz des Erfüllungsschadens. Daraus, daß sich der Arbeitnehmer mit der Zusicherung des Arbeitgeber begnügte, er habe die Beschäftigungsbewilligung eingeholt und nicht die Einsicht in den Bescheid verlangte, kann sein Mitverschulden im Sinne des § 1304 ABGB nicht abgeleitet werden. (T4) Veröff: JBl 1990,196
  • RS0018199">9 ObA 154/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 9 ObA 154/89
    Vgl auch; Veröff: WBl 1990,22
  • RS0018199">9 ObA 140/90
    Entscheidungstext OGH 13.06.1990 9 ObA 140/90
    Beis wie T2; Beis wie T4 nur: Ersatz des Erfüllungsschadens. (T5)
  • RS0018199">9 ObA 250/92
    Entscheidungstext OGH 21.10.1992 9 ObA 250/92
    Vgl auch; Beis wie T3
  • RS0018199">9 ObA 99/99w
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 ObA 99/99w
    Auch; Beisatz: Die bloße Behauptung des Ausländers, keine Beschäftigungsbewilligung zu benötigen, könne den Arbeitgeber von seinen Handlungspflichten nicht entbinden. (T6) Beisatz: Der Ausländer behält seine Ansprüche aus § 29 Abs 2 AuslBG sowie aus culpa in contrahendo auch dann, wenn ihn nur Fahrlässigkeit an der Unerlaubtheit der Beschäftigung trifft. Er verliere die Ansprüche lediglich dann, wenn er selbst vorsätzlich handelt. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0018199

Dokumentnummer

JJR_19771018_OGH0002_0040OB00095_7700000_006
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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