RS OGH 2025/3/25 12Os46/80; 12Os121/82; 13Os49/84; 13Os93/84; 14Os141/87; 14Os153/88; 17Os20/13i; 17

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.09.1980
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Norm

StGB §304 Abs1
StGB §307
  1. StGB § 304 heute
  2. StGB § 304 gültig ab 01.09.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2023
  3. StGB § 304 gültig von 28.12.2019 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2019
  4. StGB § 304 gültig von 01.09.2009 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2009
  5. StGB § 304 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  6. StGB § 304 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  7. StGB § 304 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  8. StGB § 304 gültig von 01.10.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  9. StGB § 304 gültig von 01.03.1988 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StGB § 307 heute
  2. StGB § 307 gültig ab 01.09.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2023
  3. StGB § 307 gültig von 28.12.2019 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2019
  4. StGB § 307 gültig von 01.09.2009 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2009
  5. StGB § 307 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  6. StGB § 307 gültig von 01.10.1998 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  7. StGB § 307 gültig von 29.07.1988 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 398/1988

Rechtssatz

Bei Ermessensentscheidungen kann eine Pflichtwidrigkeit (auch) dann vorliegen, wenn der Beamte dem Vermögensvorteil einen Einfluss auf seine - innerhalb des Ermessens liegende - Entscheidung einräumt.

Entscheidungstexte

  • RS0096099">12 Os 46/80
    Entscheidungstext OGH 04.09.1980 12 Os 46/80
  • RS0096099">12 Os 121/82
    Entscheidungstext OGH 17.05.1983 12 Os 121/82
    Beisatz: Hier: Parteilichkeit bei der Auswahl des Bestbieters im Vergabeverfahren bei öffentlichen Ausschreibungen. (T1)
    Veröff: EvBl 1984/18 S 49 = SSt 54/42 = JBl 1983,545
  • RS0096099">13 Os 49/84
    Entscheidungstext OGH 12.04.1984 13 Os 49/84
    Veröff: SSt 55/17 = JBl 1985,119 (zustimmend Liebscher) = ZVR 1986/103 S 249
  • RS0096099">13 Os 93/84
    Entscheidungstext OGH 07.03.1985 13 Os 93/84
    Beisatz: Auch die bevorzugte, raschere Abwicklung eines Amtsgeschäfts ist parteilich und damit pflichtwidrig. (T2)
    Veröff: SSt 56/19
  • RS0096099">14 Os 141/87
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 14 Os 141/87
    Beisatz: Auch im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung. (T3)
  • RS0096099">14 Os 153/88
    Entscheidungstext OGH 09.11.1988 14 Os 153/88
    Beisatz: Keineswegs sollte jedoch mit dieser Rechtsprechung dem § 304 Abs 2 StGB jeder Anwendungsbereich entzogen werden. (T4)
    Veröff: SSt 59/85 = JBl 1989,124
  • RS0096099">17 Os 20/13i
    Entscheidungstext OGH 26.11.2013 17 Os 20/13i
    Vgl auch; Beisatz: Ein Amtsgeschäft wird pflichtwidrig vorgenommen oder unterlassen, wenn der Täter dem Vorteil, den er fordert, annimmt oder sich versprechen lässt, einen Einfluss auf dessen Erledigung einräumt. (T5)
    Beisatz: Die Frage, ob die Einhaltung eines Ermessensspielraums Pflichtwidrigkeit ausschließt, stellt sich hier schon deshalb nicht, weil das vom Angeklagten angesprochene Ermessen einen Spielraum meint, den der Gesetzgeber Organwaltern der Vollziehung gewährt, wogegen den Bezugspunkt des angefochtenen Strafurteils Amtsgeschäfte eines Organwalters der Gesetzgebung bilden. (T6)
  • RS0096099">17 Os 13/14m
    Entscheidungstext OGH 11.08.2014 17 Os 13/14m
    Auch
  • RS0096099">13 Os 2/14i
    Entscheidungstext OGH 15.04.2015 13 Os 2/14i
    Auch; Beis wie T1
  • RS0096099">17 Os 10/17z
    Entscheidungstext OGH 12.06.2017 17 Os 10/17z
    Auch
  • RS0096099">17 Os 8/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 17 Os 8/18g
    Beisatz: Ein solcher Einfluss muss im Sinn einer Kausalbeziehung (für die Erledigung) relevant sein, also sachliche Gründe (die ein anderes Ergebnis nahelegen) überlagern, was durch entsprechende (konkrete) Feststellungen (auch zur subjektiven Tatseite) zu klären ist. (T7)
  • RS0096099">14 Os 10/20g
    Entscheidungstext OGH 23.04.2020 14 Os 10/20g
    Vgl; Beis wie T7
  • RS0096099">14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0096099

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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