RS OGH 2025/9/9 6Ob882/82; 1Ob693/85; 8Ob683/88; 2Ob604/88; 8Ob568/90; 1Ob505/92; 6Ob162/99p; 9Ob29/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 20.01.1983
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Norm

EheG §82
EheG §82 Abs1
  1. EheG § 82 heute
  2. EheG § 82 gültig ab 01.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2009
  3. EheG § 82 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/1999
  4. EheG § 82 gültig von 01.07.1978 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 280/1978
  1. EheG § 82 heute
  2. EheG § 82 gültig ab 01.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2009
  3. EheG § 82 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 125/1999
  4. EheG § 82 gültig von 01.07.1978 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 280/1978

Rechtssatz

Wurden nach § 82 Abs 1 EheG von der Aufteilung ausgenommene Vermögensteile ausdrücklich oder schlüssig (vor allem durch entsprechende tatsächliche Verwendung) zur Anschaffung ehelichen Gebrauchsvermögens oder zur Bildung ehelicher Ersparnisse gewidmet, so verlieren sie ihre besondere aufteilungsrechtliche Eigenschaft im Sinn des § 82 EheG.Wurden nach Paragraph 82, Absatz eins, EheG von der Aufteilung ausgenommene Vermögensteile ausdrücklich oder schlüssig (vor allem durch entsprechende tatsächliche Verwendung) zur Anschaffung ehelichen Gebrauchsvermögens oder zur Bildung ehelicher Ersparnisse gewidmet, so verlieren sie ihre besondere aufteilungsrechtliche Eigenschaft im Sinn des Paragraph 82, EheG.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 882/82
    Entscheidungstext OGH 20.01.1983 6 Ob 882/82
    Veröff: RZ 1983/73 S 300
  • RS0057298">1 Ob 693/85
    Entscheidungstext OGH 11.12.1985 1 Ob 693/85
    Vgl
  • RS0057298">8 Ob 683/88
    Entscheidungstext OGH 27.04.1989 8 Ob 683/88
  • RS0057298">2 Ob 604/88
    Entscheidungstext OGH 10.05.1989 2 Ob 604/88
  • RS0057298">8 Ob 568/90
    Entscheidungstext OGH 12.12.1991 8 Ob 568/90
  • RS0057298">1 Ob 505/92
    Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 505/92
    Auch
  • RS0057298">6 Ob 162/99p
    Entscheidungstext OGH 29.09.1999 6 Ob 162/99p
    Vgl auch; Beisatz: So, wenn die Investitionen der Schaffung der Ehewohnung und der gemeinsamen Nutzung der Eheleute und nicht mehr dem alleinigen Nutzen des Mannes dienen sollten und dienten. Die zu beurteilende Wertsteigerung (zum "Restverkehrswert": 6 Ob 560/84) ist der Aufteilung nicht entzogen und gehört zur Aufteilungsmasse. (T1)
  • RS0057298">9 Ob 29/00f
    Entscheidungstext OGH 15.03.2000 9 Ob 29/00f
  • RS0057298">7 Ob 129/05d
    Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 129/05d
    Vgl
  • RS0057298">3 Ob 148/08y
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 148/08y
    Auch; Beisatz: Nur wenn keine Umwidmung erfolgte, bleibt das angeschaffte Äquivalent, unter der Voraussetzung, dass es klar abgrenzbar ist, von der Aufteilung ausgenommen. (T2)
  • RS0057298">4 Ob 115/10f
    Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 115/10f
    Auch
  • RS0057298">1 Ob 25/12a
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 25/12a
    nur: Wurden nach § 82 Abs 1 EheG von der Aufteilung ausgenommene Vermögensteile ausdrücklich oder schlüssig zur Bildung ehelicher Ersparnisse gewidmet, so verlieren sie ihre besondere aufteilungsrechtliche Eigenschaft im Sinn des § 82 EheG. (T3)
  • RS0057298">1 Ob 86/13y
    Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 86/13y
    Auch
  • RS0057298">1 Ob 187/14b
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 1 Ob 187/14b
  • RS0057298">1 Ob 49/17p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 49/17p
    Vgl; Beisatz: Hier: Die im Alleineigentum des Mannes stehende Liegenschaft wurde während der aufrechten ehelichen Lebensgemeinschaft mit überwiegenden finanziellen Mitteln des Mannes und seiner Mutter angeschafft und unterliegt der Aufteilung. (T4)
  • RS0057298">1 Ob 58/17m
    Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 58/17m
  • RS0057298">1 Ob 147/18a
    Entscheidungstext OGH 23.01.2019 1 Ob 147/18a
  • RS0057298">1 Ob 49/19s
    Entscheidungstext OGH 30.04.2019 1 Ob 49/19s
    Vgl; nur T3; Beisatz: Soweit ein § 82 Abs 1 Z 1 EheG unterliegendes Vermögensgut zur Anschaffung ehelichen Gebrauchsvermögens verwendet wird, geht zwar die besondere aufteilungsrechtliche Qualität iSd § 82 EheG verloren, allerdings ist es eben zugunsten des Einbringenden wertverfolgend zu berücksichtigen. (T5)
    Beisatz: Wurde etwa mit dem Wert des von der Aufteilung ausgenommenen Vermögens eines Ehegatten (irgendwie) der Erwerb und/oder die Errichtung des Hauses finanziert, wäre er weiter verfolgbar; sollte sich hingegen herausstellen, dass dieser für die Lebensführung oder sonstige laufende Ausgaben verbraucht wurde, käme mangels "Fortwirkens in einem aufzuteilenden Vermögensgut weder eine wertverfolgende Berücksichtigung, noch - mangels Beitrags zur Vermehrung der der Aufteilung unterliegenden ehelichen Errungenschaft - eine Auswirkung auf die Aufteilungsquote in Betracht. (T6)
  • RS0057298">1 Ob 85/22i
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 1 Ob 85/22i
    Vgl; Beisatz: Hier: Umwidmung in Aufteilungsvermögen verneint. (T7)
  • RS0057298">1 Ob 69/25s
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 31.07.2025 1 Ob 69/25s
    Beisatz nur wie T5
  • RS0057298">1 Ob 94/25t
    Entscheidungstext OGH 09.09.2025 1 Ob 94/25t
    Beisatz wie T5
    Beisatz: Es würde dem Grundgedanken der gerechten Verteilung des während der ehelichen Lebensgemeinschaft geschaffenen Vermögens widersprechen, einen Ehegatten (auch bloß wertmäßig) an solchen Vermögensbestandteilen partizipieren zu lassen, die der andere in die Ehe eingebracht hat oder die ihm als geschenkt oder geerbt allein zustehen. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0057298

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.10.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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