RS OGH 2026/2/6 5Nd507/84; 8Nd512/89; 1Ob588/91; 4Nd509/92; 6Nd505/93; 3Nd503/94; 6Nd503/95; 7Nd504/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.11.1984
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Norm

ABGB §283 Abs3
JN §111 Abs1
  1. ABGB § 283 heute
  2. ABGB § 283 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2018
  3. ABGB § 283 gültig von 01.07.2018 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  4. ABGB § 283 gültig von 01.07.2007 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/2006
  5. ABGB § 283 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2004
  6. ABGB § 283 gültig von 01.07.1984 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 136/1983
  1. JN § 111 heute
  2. JN § 111 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  3. JN § 111 gültig von 01.07.2001 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2000
  4. JN § 111 gültig von 01.05.1983 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983

Rechtssatz

Die Übertragung der Zuständigkeit zur Besorgung der pflegschaftsgerichtlichen Geschäfte an das Gericht, in dessen Sprengel sich der Betroffene aufhält, wird dann zu genehmigen sein, wenn sie im Interesse des Betroffenen gelegen erscheint, insbesondere wenn dadurch die wirksame Handhabung des dem Pflegebefohlenen zugedachten pflegschaftsgerichtlichen Schutzes voraussichtlich gefördert wird, mag auch der Sachwalter weiterhin seinen Aufenthalt im Sprengel des bisher zuständigen Bezirksgerichtes haben.

Entscheidungstexte

  • 5 Nd 507/84
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 5 Nd 507/84
  • RS0049144">8 Nd 512/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 8 Nd 512/89
    Vgl; Beisatz: Hier: Sind aller Voraussicht nach pflegschaftsbehördliche Maßnahmen, die einen speziellen Bezug zum Aufenthaltsort der pflegebefohlenen Person haben, nicht erforderlich, so besteht dann - wenn noch eine Entscheidung über einen Antrag aussteht, der stärkere Beziehungen zum bisher mit der Sache befassten Gericht aufweist (Sitz des Regressberechtigten, letzter bekannter Wohnort der Regresspflichtigen) - kein Anlass zur Übertragung dieser Pflegschaftssache an das Bezirksgericht, in dessen Sprengel sich die Pflegebefohlenen aufhalten. (T1)
  • RS0049144">1 Ob 588/91
    Entscheidungstext OGH 30.10.1991 1 Ob 588/91
    Auch; nur: Die Übertragung der Zuständigkeit zur Besorgung der pflegschaftsgerichtlichen Geschäfte an das Gericht, in dessen Sprengel sich der Betroffene aufhält, wird dann zu genehmigen sein, wenn sie im Interesse des Betroffenen gelegen erscheint, insbesondere dadurch die wirksame Handhabung des dem Pflegebefohlenen zugedachten pflegschaftsgerichtlichen Schutzes voraussichtlich befördert wird. (T2)
  • RS0049144">4 Nd 509/92
    Entscheidungstext OGH 13.08.1992 4 Nd 509/92
    Auch
  • RS0049144">6 Nd 505/93
    Entscheidungstext OGH 19.08.1993 6 Nd 505/93
    nur T2; Beis wie T1
  • RS0049144">3 Nd 503/94
    Entscheidungstext OGH 31.03.1994 3 Nd 503/94
    Auch; nur T2
  • RS0049144">6 Nd 503/95
    Entscheidungstext OGH 13.07.1995 6 Nd 503/95
    Auch
  • RS0049144">7 Nd 504/99
    Entscheidungstext OGH 23.03.1999 7 Nd 504/99
    Auch; Beis wie T1; nur T2
  • RS0049144">4 Nd 518/99
    Entscheidungstext OGH 28.10.1999 4 Nd 518/99
    Auch; nur T2
  • RS0049144">9 Ob 229/02w
    Entscheidungstext OGH 13.11.2002 9 Ob 229/02w
    nur T2
  • RS0049144">7 Nc 76/03s
    Entscheidungstext OGH 11.12.2003 7 Nc 76/03s
    nur T2
  • RS0049144">7 Nc 5/07f
    Entscheidungstext OGH 17.04.2007 7 Nc 5/07f
    Auch; nur T2; Beisatz: Der Umstand, dass vor der Bestellung eines einstweiligen Sachwalters als Verfahrenssachwalter allenfalls neuerlich eine „Erstanhörung" vorzunehmen sein wird, ändert nichts daran, dass im Hinblick auf die weiteren notwendigen Verfahrensschritte die Übertragung der Zuständigkeit an das Bezirksgericht, in dessen Sprengel der Lebensschwerpunkt der Betroffenen liegt, zweckmäßig ist. (T3)
  • RS0049144">4 Ob 37/09h
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 37/09h
    Vgl auch
  • RS0049144">3 Nc 31/09b
    Entscheidungstext OGH 19.08.2009 3 Nc 31/09b
    Auch; Beisatz: Eine Übertragung der Zuständigkeit ist nur zu genehmigen, wenn sie im Interesse des Pflegebefohlenen liegt. Diese Voraussetzung ist nicht schon deshalb erfüllt, weil sich Mutter und Kind im Ausland aufhalten: Hier läge eine Übertragung der Zuständigkeit nur im Interesse des Vaters. (T4)
  • RS0049144">4 Nc 15/09g
    Entscheidungstext OGH 14.08.2009 4 Nc 15/09g
    Vgl; Beisatz: § 111 JN nimmt darauf Bedacht, dass ein örtliches Naheverhältnis zwischen dem Pflegschaftsgericht und dem Pflegebefohlenen in der Regel zweckmäßig und von wesentlicher Bedeutung ist, weshalb bei Kindern die Pflegschaftsaufgabe grundsätzlich von jenem Gericht wahrgenommen werden soll, in dessen Sprengel der Mittelpunkt ihrer Lebensführung liegt. (T5)
  • RS0049144">9 Nc 19/09g
    Entscheidungstext OGH 21.10.2009 9 Nc 19/09g
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Der pflegschaftsgerichtliche Schutz wird am Besten durch jenes Gericht gewährleistet, in dessen Sprengel sich das Kind aufhält. (T6)
  • RS0049144">3 Nc 17/10w
    Entscheidungstext OGH 08.07.2010 3 Nc 17/10w
    Vgl auch
  • RS0049144">10 Nc 14/11g
    Entscheidungstext OGH 31.08.2011 10 Nc 14/11g
    Auch
  • RS0049144">4 Nc 14/12i
    Entscheidungstext OGH 21.09.2012 4 Nc 14/12i
    Auch; nur T2
  • RS0049144">5 Nc 21/12a
    Entscheidungstext OGH 29.11.2012 5 Nc 21/12a
    Auch; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T6
  • RS0049144">6 Ob 154/13k
    Entscheidungstext OGH 09.09.2013 6 Ob 154/13k
    Auch
  • RS0049144">4 Nc 21/13w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2013 4 Nc 21/13w
    Auch; nur T2
  • RS0049144">7 Nc 5/16v
    Entscheidungstext OGH 06.04.2016 7 Nc 5/16v
  • RS0049144">3 Nc 6/16m
    Entscheidungstext OGH 31.03.2016 3 Nc 6/16m
    Auch
  • RS0049144">7 Nc 8/16k
    Entscheidungstext OGH 25.04.2016 7 Nc 8/16k
    Auch; Beis wie T5
  • RS0049144">7 Nc 13/16w
    Entscheidungstext OGH 11.08.2016 7 Nc 13/16w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T5
  • RS0049144">8 Ob 118/16k
    Entscheidungstext OGH 16.12.2016 8 Ob 118/16k
    Auch
  • RS0049144">4 Nc 14/17x
    Entscheidungstext OGH 06.06.2017 4 Nc 14/17x
    Auch; Beis wie T6
  • RS0049144">4 Nc 25/17i
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 4 Nc 25/17i
    Auch
  • RS0049144">9 Nc 24/17d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2018 9 Nc 24/17d
    Ähnlich; Beis wie T4
  • RS0049144">4 Nc 2/18h
    Entscheidungstext OGH 16.01.2018 4 Nc 2/18h
    Auch
  • RS0049144">7 Nc 2/19g
    Entscheidungstext OGH 14.02.2019 7 Nc 2/19g
    Auch
  • RS0049144">8 Nc 11/19p
    Entscheidungstext OGH 02.05.2019 8 Nc 11/19p
    Auch; Beis wie T5; Beis wie T6
  • RS0049144">6 Nc 20/19x
    Entscheidungstext OGH 12.08.2019 6 Nc 20/19x
    Vgl; Beis wie T5
  • RS0049144">8 Nc 10/20t
    Entscheidungstext OGH 20.05.2020 8 Nc 10/20t
    Beis wie T5
  • RS0049144">4 Nc 37/21k
    Entscheidungstext OGH 07.01.2022 4 Nc 37/21k
    Vgl; Beis wie T5; Beis wie T6
  • RS0049144">5 Nc 1/22z
    Entscheidungstext OGH 24.01.2022 5 Nc 1/22z
  • RS0049144">4 Nc 7/22z
    Entscheidungstext OGH 14.03.2022 4 Nc 7/22z
    Vgl
  • RS0049144">4 Nc 7/23a
    Entscheidungstext OGH 11.04.2023 4 Nc 7/23a
    vgl; nur: Mag auch der Erwachsenenvertreter weiterhin seinen Aufenthalt im Sprengel des bisher zuständigen Bezirksgerichtes haben (T7)
    Beisatz: Hier: Da die Erwachsenenvertreterin die Betroffene regelmäßig im Wohnheim besucht, wird es ihr auch möglich sein, erforderlichenfalls einen Gerichtstermin beim dortigen Bezirksgericht wahrzunehmen. (T8)
  • RS0049144">4 Nc 16/23z
    Entscheidungstext OGH 21.08.2023 4 Nc 16/23z
    vgl; Beisatz wie T6: Ist der aktuelle Aufenthaltsort des Betroffenen unbekannt, ist eine Übertragung nicht zweckmäßig. (T9)
  • RS0049144">5 Nc 3/24x
    Entscheidungstext OGH 29.04.2024 5 Nc 3/24x
    Beisatz wie T5
    Beisatz: Hier: Übertragung der Zuständigkeit an das Bezirksgericht in dessen Sprengel die Vollzugsanstalt für den Maßnahmenvollzug liegt. (T10)
  • RS0049144">9 Nc 16/24p
    Entscheidungstext OGH 24.10.2024 9 Nc 16/24p
    nur T2
  • RS0049144">10 Nc 30/25f
    Entscheidungstext OGH 18.11.2025 10 Nc 30/25f
    nur T7
  • RS0049144">5 Nc 1/26f
    Entscheidungstext OGH 06.02.2026 5 Nc 1/26f
    Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0049144

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.03.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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