RS OGH 2025/2/25 14Os87/90; 12Os45/04; 13Os52/07g; 13Os105/15p (13Os106/15k); 17Os15/16h; 17Os8/18g;

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.09.1990
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Norm

StGB §304 Abs4
StGB §305 Abs2
StGB §307 Abs2
StGB §309
  1. StGB § 304 heute
  2. StGB § 304 gültig ab 01.09.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2023
  3. StGB § 304 gültig von 28.12.2019 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2019
  4. StGB § 304 gültig von 01.09.2009 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2009
  5. StGB § 304 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  6. StGB § 304 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  7. StGB § 304 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  8. StGB § 304 gültig von 01.10.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  9. StGB § 304 gültig von 01.03.1988 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StGB § 305 heute
  2. StGB § 305 gültig ab 01.09.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2023
  3. StGB § 305 gültig von 28.12.2019 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2019
  4. StGB § 305 gültig von 01.01.2013 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  5. StGB § 305 gültig von 01.09.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2009
  6. StGB § 305 gültig von 01.10.1998 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 109/2007
  7. StGB § 305 gültig von 01.03.1988 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StGB § 307 heute
  2. StGB § 307 gültig ab 01.09.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2023
  3. StGB § 307 gültig von 28.12.2019 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2019
  4. StGB § 307 gültig von 01.09.2009 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2009
  5. StGB § 307 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  6. StGB § 307 gültig von 01.10.1998 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  7. StGB § 307 gültig von 29.07.1988 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 398/1988
  1. StGB § 309 heute
  2. StGB § 309 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 309 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2007 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 109/2007

Rechtssatz

In Bezug auf mehrere Geschenke auch desselben Geschenkgebers ist zwar der Zusammenrechnungsgrundsatz des § 29 StGB - ungeachtet dessen, dass § 304 Abs 2 StGB nunmehr eine Wertqualifikation normiert - weder im Fall des § 304 StGB noch in den Fällen der §§ 305 und 307 StGB anwendbar, dennoch ist bei mehreren, aus einem einheitlichen (Bestechungsvorsatz) Vorsatz aus demselben Anlass (vom selben Geschenkgeber) gewährten Geschenken für die Ermittlung des durch diese Geschenke vermittelten Vermögensvorteils von deren Gesamtwert auszugehen.In Bezug auf mehrere Geschenke auch desselben Geschenkgebers ist zwar der Zusammenrechnungsgrundsatz des Paragraph 29, StGB - ungeachtet dessen, dass Paragraph 304, Absatz 2, StGB nunmehr eine Wertqualifikation normiert - weder im Fall des Paragraph 304, StGB noch in den Fällen der Paragraphen 305 und 307 StGB anwendbar, dennoch ist bei mehreren, aus einem einheitlichen (Bestechungsvorsatz) Vorsatz aus demselben Anlass (vom selben Geschenkgeber) gewährten Geschenken für die Ermittlung des durch diese Geschenke vermittelten Vermögensvorteils von deren Gesamtwert auszugehen.

Entscheidungstexte

  • RS0096174">14 Os 87/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 14 Os 87/90
    Veröff: EvBl 1991/33 S 138
  • RS0096174">12 Os 45/04
    Entscheidungstext OGH 05.08.2004 12 Os 45/04
    Auch; Beisatz: Wenn die Geschenkgeber den Tatentschluss nicht anlässlich jeder einzelnen Amtshandlung neu fassten, sondern eine (zumindest stillschweigende) Vereinbarung mit den für sie zuständigen Beamten bestand, sie demnach mit von vornherein auf die (noch nicht absehbare) Summe der einzelnen Geschenke gerichteten Vorsatz handelten, haftet der erstgerichtlichen Zusammenrechnung der solcherart aus jeweils ein-und demselben Anlass (gleichsam institutionalisiert) gewährten Geldzuwendungen ein rechtlicher Fehler nicht an. (T1)
  • RS0096174">13 Os 52/07g
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 52/07g
    Auch
  • RS0096174">13 Os 105/15p
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 105/15p
    Auch; Beisatz: Die mit BGBl I 2009/98 (Inkrafttreten am 1. September 2009) neu geschaffene Wertqualifikation des § 307 Abs 2 StGB gestattet keine Zusammenrechnung (§ 29 StGB) der durch verschiedene Taten verschafften Vermögensvorteile. (T2)
  • RS0096174">17 Os 15/16h
    Entscheidungstext OGH 03.10.2016 17 Os 15/16h
    Auch; Beisatz: Die in § 304 Abs 2 StGB normierte Wertqualifikation gestattet keine Zusammenrechnung der aus verschiedenen Taten erlangten Vermögensvorteile. (T3)
  • RS0096174">17 Os 8/18g
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 17 Os 8/18g
    Beis wie T3
  • RS0096174">14 Os 118/19p
    Entscheidungstext OGH 25.02.2020 14 Os 118/19p
    Vgl; Beis wie T2
  • RS0096174">14 Os 47/20y
    Entscheidungstext OGH 15.12.2020 14 Os 47/20y
    Vgl; Beisatz: Eine Zusammenrechnung findet nur statt, wenn mehrere Einzelakte zu einer tatbestandlichen Handlungseinheit zusammenzufassen sind. (T4)
  • RS0096174">14 Os 58/24x
    Entscheidungstext OGH 05.11.2024 14 Os 58/24x
    vgl; Beisatz: Zusammenrechnung des Wertes mehrerer Vorteile zufolge tatbestandlicher Handlungseinheit in folgender Konstellation: zahlreiche Amtsträger (Mitarbeiter einer gemeindeeigenen "Unternehmung") vergeben gleichartige Aufträge (Reparaturarbeiten) aufgrund einer Rahmenvereinbarung mit einer Unternehmensgruppe, die eine einheitliche Vorgangsweise bei der Auftragserteilung und der korrespondierenden Gewährung von Vorteilen vorsieht. (T5)
  • RS0096174">14 Os 119/24t
    Entscheidungstext OGH 25.02.2025 14 Os 119/24t
    vgl; Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0096174

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.05.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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