RS OGH 2026/1/7 14Os113/97 (14Os122/97); 11Os6/06a; 11Os76/07x; 13Os9/09m; 14Os19/09i; 11Os69/09w; 1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 07.10.1997
beobachten
merken

Norm

StGB §33 Z2
StGB §39
  1. StGB § 33 heute
  2. StGB § 33 gültig ab 01.09.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 159/2021
  3. StGB § 33 gültig von 01.01.2020 bis 31.08.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  4. StGB § 33 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  5. StGB § 33 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  6. StGB § 33 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2011
  7. StGB § 33 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  8. StGB § 33 gültig von 01.01.1975 bis 28.02.1997
  1. StGB § 39 heute
  2. StGB § 39 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2019
  3. StGB § 39 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 599/1988

Rechtssatz

Aus der Rechtsnatur des § 39 StGB als fakultativ anzuwendender Strafbemessungsvorschrift, die keine Änderung des Strafsatzes bewirkt (SSt 46/40; siehe dazu Leukauf/Steininger Komm3 § 39 RN 18), folgt, dass das Vorliegen der Rückfallsvoraussetzungen nach dieser Gesetzesstelle dem Erschwerungsgrund des § 33 Z 2 StGB jedenfalls erhöhte Bedeutung verleiht, was sogar zur Überschreitung der gesetzlichen Höchststrafe führen kann. Dieser Umstand ist daher bei den Erschwerungsgründen immer und unabhängig davon anzuführen, ob von der Strafschärfungsmöglichkeit - eben wegen dessen besonderen Gewichts - Gebrauch gemacht wird oder nicht.Aus der Rechtsnatur des Paragraph 39, StGB als fakultativ anzuwendender Strafbemessungsvorschrift, die keine Änderung des Strafsatzes bewirkt (SSt 46/40; siehe dazu Leukauf/Steininger Komm3 Paragraph 39, RN 18), folgt, dass das Vorliegen der Rückfallsvoraussetzungen nach dieser Gesetzesstelle dem Erschwerungsgrund des Paragraph 33, Ziffer 2, StGB jedenfalls erhöhte Bedeutung verleiht, was sogar zur Überschreitung der gesetzlichen Höchststrafe führen kann. Dieser Umstand ist daher bei den Erschwerungsgründen immer und unabhängig davon anzuführen, ob von der Strafschärfungsmöglichkeit - eben wegen dessen besonderen Gewichts - Gebrauch gemacht wird oder nicht.

Entscheidungstexte

  • RS0108868">14 Os 113/97
    Entscheidungstext OGH 07.10.1997 14 Os 113/97
  • RS0108868">11 Os 6/06a
    Entscheidungstext OGH 25.04.2006 11 Os 6/06a
    Auch; Beisatz: Dass die Vorstrafenbelastung den formellen Voraussetzungen des § 39 StGB entspricht, kann nach ständiger Rechtsprechung durchaus ohne Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot zusätzlich als erschwerend gewertet werden. (T1)
  • RS0108868">11 Os 76/07x
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 76/07x
    Auch
  • RS0108868">13 Os 9/09m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 9/09m
    Vgl; Beisatz: Kein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot bei aggravierender Veranschlagung sowohl raschen Rückfalls als auch des Vorliegens der Voraussetzungen des § 39 StGB. (T2)
  • RS0108868">14 Os 19/09i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 19/09i
    Vgl; Beisatz: Ohne Verstöße gegen das Doppelverwertungsverbot konnte das Erstgericht ungeachtet des Widerrufs einer bedingten Entlassung das durch (18, davon 2 Zusatzstrafen) Vorstrafen belastete Vorleben des Angeklagten ebenso als erschwerend werten, wie den „äußerst raschen Rückfall" neben dem Vorliegen der Rückfallsvoraussetzungen (§ 39 StGB). (T3)
  • RS0108868">11 Os 69/09w
    Entscheidungstext OGH 26.05.2009 11 Os 69/09w
    Beisatz: Kein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot. Indem das Erstgericht über das - schon durch die Grunddelikte (nämlich § 28a Abs 1 zweiter und dritter Fall SMG und § 28a Abs 1 fünfter Fall SMG) gegebene - Zusammentreffen zweier Verbrechen (§ 17 StGB) hinaus die bei beiden, somit mehrfach, vorliegende Qualifikation nach § 28a Abs 4 Z 3 SMG als aggravierend veranschlagte, nahm es gesetzeskonform (vgl § 32 Abs 3 StGB) auf den besonderen Erfolgsunwert der Taten Bedacht. (T4)
  • RS0108868">15 Os 110/11g
    Entscheidungstext OGH 21.09.2011 15 Os 110/11g
    Vgl auch
  • RS0108868">11 Os 151/12h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2012 11 Os 151/12h
    Auch; Beis wie T3
  • RS0108868">13 Os 21/13g
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 21/13g
    Vgl; Vgl auch Beis wie T1
  • RS0108868">11 Os 144/16k
    Entscheidungstext OGH 17.01.2017 11 Os 144/16k
    Auch
  • RS0108868">14 Os 32/18i
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 32/18i
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3
  • RS0108868">11 Os 53/18f
    Entscheidungstext OGH 19.06.2018 11 Os 53/18f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • RS0108868">13 Os 14/23t
    Entscheidungstext OGH 31.05.2023 13 Os 14/23t
    vgl; nur T2
  • RS0108868">11 Os 34/25x
    Entscheidungstext OGH 03.06.2025 11 Os 34/25x
    vgl; Beisatz wie T2
  • RS0108868">13 Os 107/25x
    Entscheidungstext OGH 07.01.2026 13 Os 107/25x
    vgl; Beisatz wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108868

Im RIS seit

06.11.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten