RS OGH 2025/7/1 12Os1/03; 13Os151/03; 13Os24/05m; 13Os74/06s; 15Os131/06p; 12Os23/08m; 11Os124/08g;

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Veröffentlicht am 06.03.2003
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Rechtssatz

Unmittelbarer Täter nach § 12 erster Fall StGB ist, wer eine dem Wortlaut des Tatbestandes entsprechende Ausführungshandlung setzt, dessen Verhalten also der Schilderung der Tathandlung durch das Tatbild unmittelbar entspricht. Dies gilt nicht nur für den Alleintäter, sondern auch für im bewussten und gewollten Zusammenwirken handelnde Mittäter, von denen jeder eine wortlautkonforme Ausführungshandlung setzen muss.Unmittelbarer Täter nach Paragraph 12, erster Fall StGB ist, wer eine dem Wortlaut des Tatbestandes entsprechende Ausführungshandlung setzt, dessen Verhalten also der Schilderung der Tathandlung durch das Tatbild unmittelbar entspricht. Dies gilt nicht nur für den Alleintäter, sondern auch für im bewussten und gewollten Zusammenwirken handelnde Mittäter, von denen jeder eine wortlautkonforme Ausführungshandlung setzen muss.

Entscheidungstexte

  • RS0117320">12 Os 1/03
    Entscheidungstext OGH 06.03.2003 12 Os 1/03
  • RS0117320">13 Os 151/03
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 13 Os 151/03
    Auch
  • RS0117320">13 Os 24/05m
    Entscheidungstext OGH 30.03.2005 13 Os 24/05m
    nur: Unmittelbarer Täter nach § 12 erster Fall StGB ist, wer eine dem Wortlaut des Tatbestandes entsprechende Ausführungshandlung setzt. (T1)
  • RS0117320">13 Os 74/06s
    Entscheidungstext OGH 23.08.2006 13 Os 74/06s
    Vgl auch; Beisatz: Die abgesprochene Mitwirkung an einem von mehreren Gewaltakten beim Verbrechen des Raubes begründet Mit- und nicht Beitragstäterschaft. (T2)
  • RS0117320">15 Os 131/06p
    Entscheidungstext OGH 15.02.2007 15 Os 131/06p
  • RS0117320">12 Os 23/08m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 23/08m
    Vgl; Beisatz: Die Frage, ob beide Angeklagte zusammen oder bloß einer von ihnen dem Tatopfer die als Raubbeute ausersehene Jacke auszogen, ist im Hinblick darauf, dass beim angelasteten Verbrechen von einem bewussten und gewollten Zusammenwirken beider Angeklagter, insbesondere von der gemeinsamen Ausübung von Gewalt und damit von Tatausführungshandlungen beider Täter beim mehraktigen Delikt des Raubes ausgegangen wurde, nicht schuld- oder subsumtionserheblich. (T3)
  • RS0117320">11 Os 124/08g
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 124/08g
    nur T1; Beisatz: Nötigen zur Duldung des Beischlafs durch Festhalten des Opfers ist Ausführungshandlung des § 201 Abs 1 StGB. (T4)
  • RS0117320">11 Os 49/11g
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 49/11g
    Auch
  • RS0117320">15 Os 16/13m
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 15 Os 16/13m
    Vgl
  • RS0117320">13 Os 64/14g
    Entscheidungstext OGH 18.12.2014 13 Os 64/14g
  • RS0117320">15 Os 126/14i
    Entscheidungstext OGH 14.01.2015 15 Os 126/14i
    Auch
  • RS0117320">13 Os 65/16g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 65/16g
    Auch
  • RS0117320">15 Os 106/16a
    Entscheidungstext OGH 16.11.2016 15 Os 106/16a
    Auch; Beisatz: „Mittäterschaft“ bezeichnet mehrfache unmittelbare Täterschaft iSd § 12 erster Fall StGB. Bestimmungstäter, die in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken arbeitsteilig Bestimmungshandlungen zu einer Tat setzen, haften jeder für sich nach § 12 zweiter Fall StGB. (T5)
  • RS0117320">13 Os 143/17d
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 13 Os 143/17d
    Vgl; nur T1; Beis wie T5
  • RS0117320">11 Os 132/18y
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 11 Os 132/18y
    Auch
  • RS0117320">14 Os 103/19g
    Entscheidungstext OGH 07.10.2019 14 Os 103/19g
    Vgl; Beis wie T5
  • RS0117320">12 Os 116/19d
    Entscheidungstext OGH 15.10.2019 12 Os 116/19d
    Vgl
  • RS0117320">14 Os 98/19x
    Entscheidungstext OGH 14.01.2020 14 Os 98/19x
    Vgl
  • RS0117320">12 Os 41/21b
    Entscheidungstext OGH 29.07.2021 12 Os 41/21b
    Vgl; Beis wie T5
  • RS0117320">14 Os 71/21d
    Entscheidungstext OGH 10.08.2021 14 Os 71/21d
    Vgl
  • RS0117320">15 Os 142/21b
    Entscheidungstext OGH 07.04.2022 15 Os 142/21b
    Vgl
  • RS0117320">15 Os 92/22a
    Entscheidungstext OGH 18.10.2022 15 Os 92/22a
    Vgl
  • RS0117320">15 Os 76/22y
    Entscheidungstext OGH 18.10.2022 15 Os 76/22y
    Vgl
  • RS0117320">13 Os 126/22m
    Entscheidungstext OGH 22.02.2023 13 Os 126/22m
    Vgl; nur T1
  • RS0117320">15 Os 38/22k
    Entscheidungstext OGH 08.03.2023 15 Os 38/22k
    vgl; nur: Unmittelbarer Täter nach § 12 erster Fall StGB ist, wer eine dem Wortlaut des Tatbestands entsprechende Ausführungshandlung setzt. Dies gilt nicht nur für den Alleintäter, sondern auch für - im bewussten und gewollten Zusammenwirken handelnde - Mittäter, von denen jeder eine tatbildliche Ausführungshandlung setzen muss. (T6)
  • RS0117320">14 Os 31/23z
    Entscheidungstext OGH 27.06.2023 14 Os 31/23z
    vgl
  • RS0117320">13 Os 55/24y
    Entscheidungstext OGH 11.09.2024 13 Os 55/24y
    vgl; nur T1
  • RS0117320">13 Os 78/24f
    Entscheidungstext OGH 22.01.2025 13 Os 78/24f
    vgl; nur T1
  • RS0117320">14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl; Beisatz wie T1
  • RS0117320">12 Os 45/25x
    Entscheidungstext OGH 01.07.2025 12 Os 45/25x
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117320

Im RIS seit

05.04.2003

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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