RS Vwgh 2023/5/4 Ra 2020/16/0114

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Veröffentlicht am 04.05.2023
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
23/04 Exekutionsordnung
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

AbgEO §15
BAO §229
EO §1 Z13
EO §7 Abs4
VwRallg
  1. AbgEO § 15 heute
  2. AbgEO § 15 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. AbgEO § 15 gültig von 01.07.2020 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  4. AbgEO § 15 gültig von 01.01.1963 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 53/1963
  1. BAO § 229 heute
  2. BAO § 229 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. BAO § 229 gültig von 19.04.1980 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. EO § 1 heute
  2. EO § 1 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. EO § 1 gültig von 01.07.2021 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  4. EO § 1 gültig von 24.12.2020 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  5. EO § 1 gültig von 01.10.2014 bis 23.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 69/2014
  6. EO § 1 gültig von 01.01.2014 bis 30.09.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  7. EO § 1 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  8. EO § 1 gültig von 01.08.2010 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2010
  9. EO § 1 gültig von 01.07.2010 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  10. EO § 1 gültig von 01.03.2008 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 37/2008
  11. EO § 1 gültig von 01.01.2005 bis 29.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  12. EO § 1 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  13. EO § 1 gültig von 01.05.1983 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 135/1983
  1. EO § 7 heute
  2. EO § 7 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 7 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  4. EO § 7 gültig von 31.07.1929 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 222/1929

Rechtssatz

Einwendungen gegen die Richtigkeit des Rückstandsausweises (samt Vollstreckbarkeitsbestätigung) können grundsätzlich nur auf Umstände gestützt werden, die bereits im Zeitpunkt der Ausstellung des Rückstandsausweises eingetreten waren (vgl. VwGH 2.7.2015, 2012/16/0247); die Rechtmäßigkeit des Rückstandsausweises ist dementsprechend nach der Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt seiner Erlassung zu beurteilen (vgl. VwGH 17.11.2014, 2012/17/0376, mwN; vgl. dazu bereits die Gesetzesmaterialien zur AbgEO, ErlRV 788 BlgNR 5. GP 34, wonach Gegenstand eines Antrags nach § 15 AbgEO ausschließlich "Gesichtspunkte, die bereits im Zeitpunkt des Entstehens des Exekutionstitels gegeben waren", sein können; vgl. OGH 14.12.2010, 3 Ob 189/10f). Dies gilt - jedenfalls im Hinblick auf die Vollstreckung von Abgabenforderungen - für das gerichtliche und abgabenbehördliche Vollstreckungsverfahren gleichermaßen, zumal nach der ständigen Rechtsprechung der Höchstgerichte das Verfahren (und der Instanzenzug), in dem die Rechtmäßigkeit des Rückstandsausweises geprüft wird, nach den für das Titelverfahren geltenden Vorschriften zu führen ist (vgl. VwGH 7.4.1995, 94/02/0539; OGH 21.12.2015, 9 ObA 151/15v; 12.5.1993, 3 Ob 97/92; 30.11.1988, 1 Ob 635/88), womit die Prüfung eines gemäß § 229 BAO erlassenen Rückstandsausweises - der zu den in § 1 Z 13 EO angeführten Exekutionstiteln gehört - auf Grundlage der Bestimmungen der BAO und der AbgEO zu erfolgen hat (vgl. in diesem Sinn VwGH 29.5.2013, 2013/16/0036; 21.3.2005, 2004/17/0168, und 25.3.2004, 2002/16/0266, jeweils mwN).Einwendungen gegen die Richtigkeit des Rückstandsausweises (samt Vollstreckbarkeitsbestätigung) können grundsätzlich nur auf Umstände gestützt werden, die bereits im Zeitpunkt der Ausstellung des Rückstandsausweises eingetreten waren vergleiche VwGH 2.7.2015, 2012/16/0247); die Rechtmäßigkeit des Rückstandsausweises ist dementsprechend nach der Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt seiner Erlassung zu beurteilen vergleiche VwGH 17.11.2014, 2012/17/0376, mwN; vergleiche dazu bereits die Gesetzesmaterialien zur AbgEO, ErlRV 788 BlgNR 5. Gesetzgebungsperiode 34, wonach Gegenstand eines Antrags nach Paragraph 15, AbgEO ausschließlich "Gesichtspunkte, die bereits im Zeitpunkt des Entstehens des Exekutionstitels gegeben waren", sein können; vergleiche OGH 14.12.2010, 3 Ob 189/10f). Dies gilt - jedenfalls im Hinblick auf die Vollstreckung von Abgabenforderungen - für das gerichtliche und abgabenbehördliche Vollstreckungsverfahren gleichermaßen, zumal nach der ständigen Rechtsprechung der Höchstgerichte das Verfahren (und der Instanzenzug), in dem die Rechtmäßigkeit des Rückstandsausweises geprüft wird, nach den für das Titelverfahren geltenden Vorschriften zu führen ist vergleiche VwGH 7.4.1995, 94/02/0539; OGH 21.12.2015, 9 ObA 151/15v; 12.5.1993, 3 Ob 97/92; 30.11.1988, 1 Ob 635/88), womit die Prüfung eines gemäß Paragraph 229, BAO erlassenen Rückstandsausweises - der zu den in Paragraph eins, Ziffer 13, EO angeführten Exekutionstiteln gehört - auf Grundlage der Bestimmungen der BAO und der AbgEO zu erfolgen hat vergleiche in diesem Sinn VwGH 29.5.2013, 2013/16/0036; 21.3.2005, 2004/17/0168, und 25.3.2004, 2002/16/0266, jeweils mwN).

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2020160114.L03

Im RIS seit

06.06.2023

Zuletzt aktualisiert am

06.06.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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