RS OGH 2025/12/16 14Os51/16f; 14Os105/16x; 14Os78/16a; 13Os138/16t; 13Os78/17w; 11Os153/17k; 15Os2/1

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.12.2025
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Norm

StGB §70
SMG §28a Abs2 Z1
  1. SMG § 28a heute
  2. SMG § 28a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007

Rechtssatz

Für die Subsumtion des Täterverhaltens nach § 28a Abs 2 Z 1 SMG müssen neben den  Voraussetzungen dieser Bestimmung auch die des § 70 StGB vorliegen. Dabei reicht eine einzige Verurteilung aus, wenn diese sowohl den Kriterien des § 28a Abs 2 Z1 letzter Halbsatz SMG als auch jenen des § 70 Abs 1 Z 3 zweiter Fall StGB entspricht und seit ihrer Rechtskraft bis zur folgenden Tat ? abzüglich Zeiten behördlicher Anhaltung ? nicht mehr als ein Jahr vergangen ist (§ 70 Abs 3 StGB).Für die Subsumtion des Täterverhaltens nach Paragraph 28 a, Absatz 2, Ziffer eins, SMG müssen neben den  Voraussetzungen dieser Bestimmung auch die des Paragraph 70, StGB vorliegen. Dabei reicht eine einzige Verurteilung aus, wenn diese sowohl den Kriterien des Paragraph 28 a, Absatz 2, Z1 letzter Halbsatz SMG als auch jenen des Paragraph 70, Absatz eins, Ziffer 3, zweiter Fall StGB entspricht und seit ihrer Rechtskraft bis zur folgenden Tat ? abzüglich Zeiten behördlicher Anhaltung ? nicht mehr als ein Jahr vergangen ist (Paragraph 70, Absatz 3, StGB).

Entscheidungstexte

  • RS0130966">14 Os 51/16f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2016 14 Os 51/16f
    Beisatz: § 70 Abs 1 Z 3 StGB meint die Verwirklichung jenes Tatbestandes in objektiver und subjektiver Hinsicht, dessen gewerbsmäßige Begehung geprüft wird. Es muss also eine Subsumtion nach den jeweiligen – nach gedanklicher Eliminierung des Wortes „gewerbsmäßig“ verbleibenden – Tatbestand möglich sein. (T1)
    Beisatz: Im Fall des § 28a Abs 2 Z 1 SMG können als (innerhalb Jahresfrist zwei Mal begangene oder bereits verurteilte) Vortaten nur solche herangezogen werden, die alle Tatbestandsmerkmale des § 28a Abs 1 SMG aufweisen, wobei es ? wie für die Absicht auf „ihre“ wiederkehrende Begehung – nicht auf die jeweilige Begehungsweise innerhalb des § 28a Abs 1 SMG ankommt. (T2)
  • RS0130966">14 Os 105/16x
    Entscheidungstext OGH 29.11.2016 14 Os 105/16x
    Vgl auch; Beisatz: Gewerbsmäßige Begehung nach Maßgabe des § 70 Abs 1 Z 3 erster Fall StGB kann erst ab der dritten Tat vorliegen. Wird daher die Qualifikation des § 28a Abs 2 Z 1 SMG deswegen angenommen, weil der Angeklagte im Sinn des § 70 Abs 1 Z 3 erster Fall StGB bereits zwei solche (ebenfalls verfahrensgegenständliche) Taten begangen hat, ist er wegen zweier Verbrechen des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 SMG und eines oder mehrerer Verbrechen des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1, Abs 2 Z 1 SMG schuldig zu erkennen. (T3)
  • RS0130966">14 Os 78/16a
    Entscheidungstext OGH 24.01.2017 14 Os 78/16a
  • RS0130966">13 Os 138/16t
    Entscheidungstext OGH 22.02.2017 13 Os 138/16t
    Vgl
  • RS0130966">13 Os 78/17w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 78/17w
    Auch; Beisatz: Beisatz: Allerdings verlangt diese Qualifikationsnorm (ua) die Absicht des Täters, sich durch die wiederkehrende Begehung von (nicht „Suchtmittelverkäufen“ schlechthin, sondern) Taten nach § 28a Abs 1 SMG, also solchen Taten längere Zeit hindurch ein den Voraussetzungen des § 70 Abs 2 StGB entsprechendes Einkommen zu verschaffen, die (nicht bloß insgesamt, sondern) jeweils in Bezug auf eine (allenfalls durch sukzessive Tatbestandsverwirklichung mit entsprechendem Additionsvorsatz) die Grenzmenge (§ 28b SMG) übersteigende Suchtgiftquantität begangen werden. (T4)
  • RS0130966">11 Os 153/17k
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 11 Os 153/17k
    Vgl
  • RS0130966">15 Os 2/18k
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 15 Os 2/18k
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0130966">15 Os 7/18w
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 15 Os 7/18w
    Auch
  • 12 Os 20/18k
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 12 Os 20/18k
    Auch; Beis wie T4
  • RS0130966">11 Os 23/18v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2018 11 Os 23/18v
    Auch
  • RS0130966">12 Os 2/18p
    Entscheidungstext OGH 05.07.2018 12 Os 2/18p
    Auch; Beis wie T4
  • RS0130966">12 Os 125/18a
    Entscheidungstext OGH 06.11.2018 12 Os 125/18a
    Auch; Beis wie T4
  • RS0130966">15 Os 52/19i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2019 15 Os 52/19i
    Beis wie T3
  • RS0130966">15 Os 88/19h
    Entscheidungstext OGH 22.08.2019 15 Os 88/19h
    Vgl; Beis wie T4
  • RS0130966">14 Os 72/19y
    Entscheidungstext OGH 03.09.2019 14 Os 72/19y
  • RS0130966">12 Os 79/20i
    Entscheidungstext OGH 10.09.2020 12 Os 79/20i
    Vgl
  • RS0130966">14 Os 73/21y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 73/21y
    Vgl
  • RS0130966">11 Os 93/21t
    Entscheidungstext OGH 02.11.2021 11 Os 93/21t
    Vgl
  • RS0130966">11 Os 84/22w
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 11 Os 84/22w
    Vgl; Beis wie T4
  • RS0130966">12 Os 63/23s
    Entscheidungstext OGH 27.07.2023 12 Os 63/23s
    vgl; Beisatz wie T3
  • RS0130966">15 Os 130/23s
    Entscheidungstext OGH 14.12.2023 15 Os 130/23s
    vgl; Beisatz wie T3
  • RS0130966">12 Os 61/24y
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 61/24y
    vgl; Beisatz wie T3
  • RS0130966">13 Os 112/24f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2025 13 Os 112/24f
    vgl; nur T4
  • RS0130966">11 Os 103/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.12.2025 11 Os 103/25v
    vgl; Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130966

Im RIS seit

27.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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