RS OGH 2024/3/5 14Os110/14d; 14Os8/15f; 12Os148/16t; 13Os101/16a; 12Os131/17g; 14Os54/18z; 13Os96/18

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.12.2014
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Norm

StGB §20
StGB §20a
StPO §366
  1. StGB § 20 heute
  2. StGB § 20 gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2010
  3. StGB § 20 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  4. StGB § 20 gültig von 01.03.1997 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  5. StGB § 20 gültig von 01.03.1988 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StGB § 20a heute
  2. StGB § 20a gültig ab 01.01.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2010
  3. StGB § 20a gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 20a gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 20a gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  6. StGB § 20a gültig von 01.03.1988 bis 28.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 366 heute
  2. StPO § 366 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 366 gültig von 01.07.1978 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 169/1978

Rechtssatz

Zuspruch an den Privatbeteiligten hindert die gleichzeitige Anordnung des Verfalls (anders als nach § 20a Abs 1 StGB in der Fassung vor BGBl I 2010/108 die Abschöpfung der Bereicherung) nicht. Der Ausschluss des Verfalls wird durch § 20a Abs 2 Z 2 StGB idgF auf Fälle beschränkt, in denen der Betroffene zivilrechtliche Ansprüche aus der Tat befriedigt oder für sie Sicherheit geleistet hat.Zuspruch an den Privatbeteiligten hindert die gleichzeitige Anordnung des Verfalls (anders als nach Paragraph 20 a, Absatz eins, StGB in der Fassung vor BGBl römisch eins 2010/108 die Abschöpfung der Bereicherung) nicht. Der Ausschluss des Verfalls wird durch Paragraph 20 a, Absatz 2, Ziffer 2, StGB idgF auf Fälle beschränkt, in denen der Betroffene zivilrechtliche Ansprüche aus der Tat befriedigt oder für sie Sicherheit geleistet hat.

Entscheidungstexte

  • RS0129916">14 Os 110/14d
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 14 Os 110/14d
    Beisatz: Zur Hintanhaltung (unerwünschter) mehrfacher Abnahme der durch die Tat erlangten Vermögenswerte oder von Ersatzwerten steht es dem Angeklagten frei, rechtzeitig freiwillig Entschädigungszahlungen an den Geschädigten zu leisten oder einen allenfalls noch vorhandenen Betrag (oder mündelsichere Wertpapiere) bei Gericht zu hinterlegen und so den Ausschluss der Anordnung des Verfalls nach § 20a Abs 2 Z 2 StGB zu bewirken. Zudem verpflichtet § 31a Abs 3 StGB das Gericht, die Entscheidung über den Verfall (auch) für den Fall nachträglicher Zahlungen an Geschädigte entsprechend zu ändern, während diese verlangen können, ihre rechtskräftig zuerkannte Entschädigung aus dem vom Bund vereinnahmten Vermögenswert zu befriedigen (§ 373b StPO). (T1)
  • RS0129916">14 Os 8/15f
    Entscheidungstext OGH 14.04.2015 14 Os 8/15f
    Vgl
  • 12 Os 148/16t
    Entscheidungstext OGH 02.03.2017 12 Os 148/16t
    Auch; Beis wie T1
  • RS0129916">13 Os 101/16a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2017 13 Os 101/16a
  • RS0129916">12 Os 131/17g
    Entscheidungstext OGH 21.06.2018 12 Os 131/17g
    Auch
  • RS0129916">14 Os 54/18z
    Entscheidungstext OGH 03.08.2018 14 Os 54/18z
    Auch
  • RS0129916">13 Os 96/18v
    Entscheidungstext OGH 10.10.2018 13 Os 96/18v
    Auch
  • RS0129916">12 Os 103/18s
    Entscheidungstext OGH 06.12.2018 12 Os 103/18s
    Auch
  • RS0129916">11 Os 154/18h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 11 Os 154/18h
    nur: Ein Zuspruch an die Privatbeteiligte hindert die gleichzeitige Anordnung des Verfalls nicht. (T2)
  • RS0129916">13 Os 41/19g
    Entscheidungstext OGH 09.10.2019 13 Os 41/19g
    Vgl; nur T2
  • RS0129916">12 Os 31/19d
    Entscheidungstext OGH 12.09.2019 12 Os 31/19d
    Vgl; Beisatz: Für das Unterbleiben des Verfalls gemäß § 20a StGB idgF reicht es nicht aus, wenn sich der Angeklagte in vollstreckbarer Form zur Befriedigung der zivilrechtlichen Ansprüche aus den Taten verpflichtet hat. Eine zivilrechtliche Verurteilung, ein Vergleich im Sinn des § 1 Z 5 EO oder ein vollstreckbarer Notariatsakt im Sinn des § 1 Z 17 EO schließen den Verfall nicht aus. (T3)
  • RS0129916">15 Os 137/19i
    Entscheidungstext OGH 04.03.2020 15 Os 137/19i
    Vgl
  • RS0129916">13 Os 26/20b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 13 Os 26/20b
  • RS0129916">12 Os 142/20d
    Entscheidungstext OGH 21.01.2021 12 Os 142/20d
    Vgl
  • RS0129916">13 Os 1/21b
    Entscheidungstext OGH 16.03.2021 13 Os 1/21b
    Vgl
  • RS0129916">11 Os 127/21t
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 11 Os 127/21t
    Vgl
  • RS0129916">11 Os 129/21m
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 11 Os 129/21m
    Vgl
  • RS0129916">15 Os 128/21v
    Entscheidungstext OGH 01.12.2021 15 Os 128/21v
    Vgl; Beis wie T3
  • RS0129916">13 Os 1/22d
    Entscheidungstext OGH 22.06.2022 13 Os 1/22d
    Vgl; Beisatz: Auch aus dem Grund des § 20a Abs 2 Z 3 StGB hindert der bloße Zuspruch an den Privatbeteiligten die gleichzeitige Anordnung des Verfalls nicht. (T4)
  • RS0129916">11 Os 2/23p
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 2/23p
    vgl; Beisatz wie T3
    Beisatz: Hier: Die rechtskräftige Bestätigung eines Zahlungsplans im Privatkonkursverfahren des Angeklagten schließt einen Ausspruch über einen Verfall noch nicht per se aus. (T5)
  • RS0129916">1 Ob 101/23v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 05.03.2024 1 Ob 101/23v

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2014:RS0129916

Im RIS seit

10.03.2015

Zuletzt aktualisiert am

16.04.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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