RS OGH 1957/11/13 3Ob471/57, 7Ob90/74, 4Ob10/77, 4Ob320/77, 1Ob658/83, 4Ob391/86 (4Ob392/86), 4Ob11/

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.11.1957
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Norm

ABGB §1330 Abs2 BI

Rechtssatz

Anspruch auf Unterlassung.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 471/57
    Entscheidungstext OGH 13.11.1957 3 Ob 471/57
    Veröff: JBl 1958,233
  • 7 Ob 90/74
    Entscheidungstext OGH 30.05.1974 7 Ob 90/74
    Veröff: JBl 1974,527 = ÖBl 1975,86; hiezu kritisch Schönherr ÖBl 1975,77
  • 4 Ob 10/77
    Entscheidungstext OGH 22.02.1977 4 Ob 10/77
    Veröff: ZAS 1980,16 (mit Anmerkung von Böhm) = IndS 1978 H2/1097 = ÖBl 1977,122
  • 4 Ob 320/77
    Entscheidungstext OGH 14.06.1977 4 Ob 320/77
    Veröff: SZ 50/86 = EvBl 1978/38 S 122 = ÖBl 1978,3 mit Anmerkung von Schönherr
  • 1 Ob 658/83
    Entscheidungstext OGH 31.08.1983 1 Ob 658/83
    Veröff: SZ 56/124 = EvBl 1984/60 S 241 = ÖBl 1984,18 = GRURInt 1985,340 = JBl 1984,492
  • 4 Ob 391/86
    Entscheidungstext OGH 19.05.1987 4 Ob 391/86
  • 4 Ob 11/90
    Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 11/90
    Auch; Beisatz: Nach ganz herrschender Lehre und der neueren Rechtsprechung ist nämlich der - hier allein geltend gemachte - Anspruch auf Unterlassung der weiteren Verbreitung einer herabsetzenden Äußerung verschuldensunabhängig, ist doch allein schon die Rufgefährdung durch objektiv unwahre Behauptungen von der Rechtsordnung verpönt. (T1)
    Veröff: MR 1990,183 (Korn)
  • 6 Ob 1002/95
    Entscheidungstext OGH 26.01.1995 6 Ob 1002/95
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Unterlassungsanspruch steht schon dann zu, wenn die Verbreitung rufschädigender unwahrer Tatsachenbehauptungen drohend bevorsteht. (T2)
  • 4 Ob 266/00x
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 266/00x
    Vgl auch
  • 6 Ob 175/09t
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 175/09t
    Auch; Beisatz: Auf die Einhaltung von Verfahrensvorschriften, hier jener des § 230a StPO, besteht für sich allein kein gegen jedermann durchsetzbarer Individualanspruch, ein solcher setzt vielmehr die Verletzung von konkreten Persönlichkeitsrechten voraus. (T3)
  • 6 Ob 106/14b
    Entscheidungstext OGH 09.10.2014 6 Ob 106/14b
    Auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 203/16w
    Entscheidungstext OGH 22.12.2016 6 Ob 203/16w
    Vgl; Beisatz: § 1330 ABGB normiert zum einen eine deliktische Haftung, für die zumindest leichte Fahrlässigkeit Voraussetzung ist. Nach neuerer Auffassung handelt es sich bei § 1330 ABGB aber nicht nur um eine deliktische Haftungsregelung. Dahinter stehen vielmehr die Ehre und der wirtschaftliche Ruf als absolute Rechte im Sinne des § 16 ABGB. Daher gewährt die jüngere Rechtsprechung bei beiden Tatbeständen des § 1330 ABGB einen ? abgesehen vom Fall des § 1330 Abs 2 Satz 3 ABGB ? verschuldensunabhängigen Unterlassungsanspruch. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0032423

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

26.01.2017
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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