RS OGH 2025/10/28 5Ob4/64; 6Ob732/78; 1Ob554/79; 7Ob599/83; 1Ob1533/86; 4Ob514/90; 8Ob623/90; 1Ob574

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.01.1964
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Norm

ZPO §502 Abs3 Z2 J
ZPO §502 Abs5 Z2 L
JN §49 Abs2 Z5
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. ZPO § 502 heute
  2. ZPO § 502 gültig von 01.01.2031 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. ZPO § 502 gültig ab 01.01.2031 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ZPO § 502 gültig von 01.05.2022 bis 31.12.2030 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  5. ZPO § 502 gültig von 01.01.2021 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  6. ZPO § 502 gültig von 01.07.2009 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  7. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  8. ZPO § 502 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  9. ZPO § 502 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  10. ZPO § 502 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. ZPO § 502 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. ZPO § 502 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  1. JN § 49 heute
  2. JN § 49 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  3. JN § 49 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  4. JN § 49 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 78/2014
  5. JN § 49 gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  6. JN § 49 gültig von 01.01.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  7. JN § 49 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  8. JN § 49 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  9. JN § 49 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2003
  10. JN § 49 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  11. JN § 49 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  12. JN § 49 gültig von 01.07.1993 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Klagen auf Räumung von Wohnräumen und Geschäftsräumen gehören, wenn sie die Benützung des Objektes ohne Rechtsgrund geltend machen, nicht zu den Streitigkeiten, die ohne Rücksicht auf den Wert des Streitgegenstandes gemäß § 49 Abs 2 Z 5 JN den Bezirksgerichten zugewiesen sind (vgl Neumann, Kommentar zur ZPO, 4.Auflage S 122, Fasching, Kommentar zur ZPO I Bd, S 305; MietSlg 2098).Klagen auf Räumung von Wohnräumen und Geschäftsräumen gehören, wenn sie die Benützung des Objektes ohne Rechtsgrund geltend machen, nicht zu den Streitigkeiten, die ohne Rücksicht auf den Wert des Streitgegenstandes gemäß Paragraph 49, Absatz 2, Ziffer 5, JN den Bezirksgerichten zugewiesen sind vergleiche Neumann, Kommentar zur ZPO, 4.Auflage S 122, Fasching, Kommentar zur ZPO römisch eins Bd, S 305; MietSlg 2098).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 4/64
    Entscheidungstext OGH 23.01.1964 5 Ob 4/64
    Veröff: MietSlg 16639
  • 6 Ob 732/78
    Entscheidungstext OGH 16.11.1978 6 Ob 732/78
  • 1 Ob 554/79
    Entscheidungstext OGH 14.03.1979 1 Ob 554/79
    Veröff: JBl 1980,103
  • 7 Ob 599/83
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 7 Ob 599/83
  • RS0046865">1 Ob 1533/86
    Entscheidungstext OGH 22.10.1986 1 Ob 1533/86
  • RS0046865">4 Ob 514/90
    Entscheidungstext OGH 13.03.1990 4 Ob 514/90
  • RS0046865">8 Ob 623/90
    Entscheidungstext OGH 13.09.1990 8 Ob 623/90
    Abweichend; Beisatz: Unter § 49 Abs 2 Z 5 JN fallen nicht nur Feststellungsklagen auf Bestehen oder Nichtbestehen des Bestandverhältnisses; darunter fällt auch der sich aus dem (behaupteten) Nichtbestehen ergebende Leistungsanspruch, nämlich das Begehren auf Räumung des Bestandobjektes. (T1) Veröff: WoBl 1991,67
  • RS0046865">1 Ob 574/90
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 574/90
  • RS0046865">7 Ob 629/91
    Entscheidungstext OGH 28.11.1991 7 Ob 629/91
    Beisatz: Sie gehören auch nicht zu den nach § 58 Abs 2 JN zu bewertenden Streitigkeiten, wonach der Betrag des auf die gesamte streitige Zeit entfallenden Zinses der Bewertung zugrundezulegen ist. § 502 Abs 2 ZPO gilt nicht. (T2) Veröff: RZ 1993/80 S 213
  • RS0046865">5 Ob 1110/92
    Entscheidungstext OGH 02.02.1993 5 Ob 1110/92
    Auch
  • RS0046865">2 Ob 501/94
    Entscheidungstext OGH 23.03.1995 2 Ob 501/94
    Auch
  • RS0046865">1 Ob 1702/94
    Entscheidungstext OGH 10.01.1995 1 Ob 1702/94
    Auch
  • RS0046865">2 Ob 78/98d
    Entscheidungstext OGH 19.03.1998 2 Ob 78/98d
    Vgl auch; Beisatz: Wird die Räumung einer Kleingartenparzelle wegen titelloser Benützung begehrt, ohne dass irgendein Zusammenhang mit einem zwischen den Parteien geschlossenen Bestandvertrag besteht, liegt keine Bestandsstreitigkeit im Sinn des § 49 Abs 2 Z 5 JN vor. Die in § 502 Abs 3 ZPO vorgesehene Ausnahme von der wertmäßigen Zulässigkeitsschranke ist daher nicht gegeben, weswegen es einer Bewertung des nicht in einem Geldbetrag bestehenden Entscheidungsgegenstandes durch das Berufungsgericht bedarf. (T3)
  • RS0046865">1 Ob 155/98w
    Entscheidungstext OGH 09.06.1998 1 Ob 155/98w
    Vgl auch
  • RS0046865">9 Ob 314/98m
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 Ob 314/98m
    Auch; Beis wie T3 nur: Die in § 502 Abs 3 ZPO vorgesehene Ausnahme von der wertmäßigen Zulässigkeitsschranke ist daher nicht gegeben, weswegen es einer Bewertung des nicht in einem Geldbetrag bestehenden Entscheidungsgegenstandes durch das Berufungsgericht bedarf. (T4); Beisatz: Entfernung und Räumung des Kellers von titellos gelagerten Gegenständen. (T5)
  • RS0046865">1 Ob 242/98i
    Entscheidungstext OGH 23.02.1999 1 Ob 242/98i
  • RS0046865">9 Ob 107/99x
    Entscheidungstext OGH 05.05.1999 9 Ob 107/99x
  • RS0046865">1 Ob 138/99x
    Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 138/99x
    Ähnlich; Beisatz: Stützt der Kläger sein Begehren, der Beklagte sei schuldig, bestimmte allgemeine Teile des Hauses zu räumen, auf die Behauptung einer von Anfang an titellosen Benützung, so fällt ein solcher Streitgegenstand nicht unter den Ausnahmetatbestand nach § 502 Abs 5 Z 2 ZPO. (T6)
  • RS0046865">4 Ob 281/99y
    Entscheidungstext OGH 09.11.1999 4 Ob 281/99y
    Vgl; Beis wie T6
  • RS0046865">7 Ob 244/99d
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 7 Ob 244/99d
    Beisatz: Sie unterliegen nicht der Ausnahmebestimmung des § 502 Abs 5 Z 2 JN (idF WGN 1997). (T7)
  • RS0046865">2 Ob 360/99a
    Entscheidungstext OGH 13.01.2000 2 Ob 360/99a
    Auch; nur T4; Beis wie T7
  • RS0046865">10 Ob 11/00s
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 10 Ob 11/00s
    Vgl auch; Beisatz: Im Regelfall wird auch beim Streit über eine "Räumung", wenn auch nur als Vorfrage, über das Dauerschuldverhältnis selbst und seine wirksame Beendigung zu entscheiden sein, ist daher das Bestehen oder Nichtbestehen eines Bestandvertrages im Rahmen des Räumungsstreites strittig, hängt die Zulässigkeit der Revision nicht vom Streitwert ab. (T8)
  • RS0046865">7 Ob 76/00b
    Entscheidungstext OGH 26.04.2000 7 Ob 76/00b
    Vgl auch
  • RS0046865">9 Ob 35/01i
    Entscheidungstext OGH 28.03.2001 9 Ob 35/01i
    Beis wie T8
  • RS0046865">1 Ob 115/01w
    Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 115/01w
    Beisatz: Feststellungsansprüche, die auf die Behauptung, die Beklagte habe einen ihr bloß prekaristisch überlassenen Vorraum nach dem Widerruf des Prekariums nicht zurückgestellt, sondern titellos weiterbenützt, gestützt werden, stellen keine Schadenersatzansprüche nach § 49 Abs 2 Z 5 JN dar. (T9)
  • RS0046865">1 Ob 319/01w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 1 Ob 319/01w
  • RS0046865">6 Ob 73/02g
    Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 73/02g
    Vgl auch; Beis wie T8
  • RS0046865">7 Ob 16/03h
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 7 Ob 16/03h
    Auch; Beis wie T8
  • RS0046865">3 Ob 5/03m
    Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 5/03m
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7
  • RS0046865">5 Ob 274/02h
    Entscheidungstext OGH 03.12.2002 5 Ob 274/02h
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Das Räumungsbegehren wurde nicht nur auf eine von Anfang an titellose Benützung der streitgegenständlichen Wohnung durch den Beklagten, sondern auch darauf gestützt, dass ein Bestandvertrag - sollte er jemals mit dem Beklagten zustandegekommen sein - bereits durch eine außergerichtliche Kündigung aufgelöst wäre. (T10)
  • RS0046865">10 Ob 2/03x
    Entscheidungstext OGH 08.04.2003 10 Ob 2/03x
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: War die Frage des Bestehens eines Mietrechts des Beklagten an der zu räumenden Wohnung in einem Vorprozess für den Beklagten negativ entschieden. (T11)
  • RS0046865">3 Ob 91/03h
    Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 91/03h
    Auch; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Bei Beurteilung der Frage nach dem Vorliegen einer Bestandstreitigkeit gemäß § 49 Abs 2 Z 5 JN ist von den Klagsbehauptungen auszugehen. (T12); Beis wie T 8 nur: Ist das Bestehen oder Nichtbestehen eines Bestandvertrages im Rahmen des Räumungsstreites strittig, hängt die Zulässigkeit der Revision nicht vom Streitwert ab. (T13)
  • RS0046865">1 Ob 183/05a
    Entscheidungstext OGH 27.09.2005 1 Ob 183/05a
    Auch; nur T12
  • RS0046865">5 Ob 232/05m
    Entscheidungstext OGH 13.12.2005 5 Ob 232/05m
    Beis wie T12; Beisatz: Hier: Prekarium. (T14)
  • RS0046865">3 Ob 41/06k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 41/06k
  • RS0046865">2 Ob 145/06x
    Entscheidungstext OGH 10.08.2006 2 Ob 145/06x
    Auch; Beis wie T14
  • RS0046865">6 Ob 228/06g
    Entscheidungstext OGH 12.10.2006 6 Ob 228/06g
    Auch; Beis wie T13
  • RS0046865">1 Ob 57/07z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 57/07z
  • RS0046865">9 Ob 61/07x
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 Ob 61/07x
    Auch; Beis wie T12; Beis wie T14
  • RS0046865">7 Ob 37/08d
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 7 Ob 37/08d
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8
  • RS0046865">2 Ob 121/08w
    Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 121/08w
    Beis wie T6
  • RS0046865">10 Ob 68/08k
    Entscheidungstext OGH 09.09.2008 10 Ob 68/08k
    Vgl; Beisatz: Hier: Benützungsverhältnis aufgrund einer persönlichen Dienstbarkeit des Wohnungsrechts. (T15)
  • RS0046865">7 Ob 212/08i
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 7 Ob 212/08i
    Auch; Beisatz: Räumungsklagen sind daher nur dann als Bestandstreitigkeiten im Sinn des § 49 Abs 2 Z 5 JN anzusehen, wenn sie aus der Beendigung eines Bestand-, Nutzungs- oder Teilpachtverhältnisses resultieren, nicht hingegen, wenn sie sich auf die Benützung ohne Rechtsgrund beziehen. (T16); Beisatz: Die (Zuständigkeits-)Bestimmung des § 49 Abs 2 Z 5 JN - und damit gleichermaßen die darauf ausdrücklich Bezug nehmende Ausnahme vom Revisionsausschluss nach § 502 Abs 5 ZPO - darf nicht ausdehnend ausgelegt werden. Sie ist daher nur auf reine Bestand-, Nutzungs- oder Teilpachtverträge, nicht aber auf gemischte oder mietähnliche Verhältnisse anzuwenden. (T17); Beis wie T12
  • RS0046865">7 Ob 203/08s
    Entscheidungstext OGH 27.11.2008 7 Ob 203/08s
    Vgl; Beis wie T13
  • RS0046865">6 Ob 4/09w
    Entscheidungstext OGH 15.01.2009 6 Ob 4/09w
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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