RS OGH 1970/9/3 1Ob152/70, 5Ob501/76, 5Ob547/76, 8Ob514/77, 1Ob782/79, 1Ob647/80, 7Ob624/87, 5Ob2217

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Veröffentlicht am 03.09.1970
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Rechtssatz

Der Bestandnehmer muss für die durch den vertragsmäßigen Gebrauch bewirkte Abnutzung des Bestandgegenstandes nicht aufkommen. Die Entschädigung des Bestandgebers für die gewöhnliche Abnutzung ist bei freier Zinsbildung in dem vereinbarten Mietzins inbegriffen. Nur für übermäßige Abnützung und Missbrauch hat also grundsätzlich der Bestandnehmer zu haften.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 152/70
    Entscheidungstext OGH 03.09.1970 1 Ob 152/70
    Veröff: SZ 43/142 = EvBl 1971/75 S 123 = MietSlg 22150
  • 5 Ob 501/76
    Entscheidungstext OGH 20.01.1976 5 Ob 501/76
  • 5 Ob 547/76
    Entscheidungstext OGH 27.04.1976 5 Ob 547/76
    Veröff: ImmZ 1977,22 = MietSlg 28155
  • 8 Ob 514/77
    Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 514/77
    Vgl auch
  • 1 Ob 782/79
    Entscheidungstext OGH 09.01.1980 1 Ob 782/79
    nur: Der Bestandnehmer muss für die durch den vertragsmäßigen Gebrauch bewirkte Abnutzung des Bestandgegenstandes nicht aufkommen. (T1)
  • 1 Ob 647/80
    Entscheidungstext OGH 17.09.1980 1 Ob 647/80
    nur T1; Veröff: SZ 53/116
  • 7 Ob 624/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 624/87
    nur T1
  • 5 Ob 2217/96g
    Entscheidungstext OGH 29.10.1996 5 Ob 2217/96g
    nur T1; Veröff: SZ 69/243
  • 10 Ob 79/07a
    Entscheidungstext OGH 09.10.2007 10 Ob 79/07a
    nur T1; Veröff: SZ 2007/154
  • 8 Ob 44/09t
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 44/09t
    Auch; Beisatz: § 1111 ABGB legt fest, dass der Mieter haftet, wenn ihn an der Beschädigung des Mietgegenstands oder der „missbräuchlichen" Abnutzung ein Verschulden trifft, erfasst also nicht die gewöhnliche Abnutzung. (T2)
  • 6 Ob 104/09a
    Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 104/09a
    Vgl; Bem: Hier: „Ausmalverpflichtung" bei Beendigung des Mietverhältnisses im Vollanwendungsbereich des MRG wurde als unzulässig iSd § 879 Abs 3 ABGB beurteilt. (T3)
  • 6 Ob 81/09v
    Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 81/09v
    Vgl; nur T1; Bem: Hier: Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T4)
  • 2 Ob 73/10i
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 2 Ob 73/10i
    Auch; Vgl Beis wie T2; Vgl Bem wie T3; Beisatz: Eine Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern, die eine Verpflichtung des Mieters zur Renovierung des Bestandgegenstands auch bei Abnützung durch bloß bestimmungsgemäßen Gebrauch enthält, ist für den Mieter gröblich benachteiligend iSd § 879 Abs 3 ABGB (Klausel 3). (T5)
  • 2 Ob 215/10x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
    Auch; Vgl Bem wie T3; Vgl Beis wie T5; Beisatz: Eine derartige Abnutzung ist zwingende Folge des bestimmungsgemäßen Gebrauchs, für den der Vermieter ohnedies ein Entgelt erhält. (T6);
    Beisatz: Unwesentliche Veränderungen gehören in der Regel zum bestimmungsgemäßen Gebrauch eines Bestandobjekts und stellen per se noch keine Zustandsverschlechterung dar. Im Regelfall sind sie daher der „gewöhnlichen Abnutzung“ im Sinne des der vorgenannten Rechtsprechung zu § 1109 ABGB gleichzuhalten, für die der Mieter nach § 1111 ABGB nicht haftet und für die keine Wiederherstellungspflicht besteht. (T7)
    Veröff: SZ 2012/20

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0020760

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.05.2014
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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