RS OGH 1972/3/28 5Ob16/72, 1Ob105/75, 7Ob668/76, 6Ob553/77, 7Ob560/77, 3Ob16/77 (3Ob17/77), 3Ob558/7

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Veröffentlicht am 28.03.1972
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Rechtssatz

Die "wirkliche Übergabe" (§§ 943 ABGB, 1 NZwG) muss sinnfällig nach außen bemerkbar und so beschaffen sein, dass aus ihr der Wille des Geschenkgebers hervorgeht, das Objekt der Schenkung sofort aus seiner Gewahrsame in den Besitz des Beschenkten zu übertragen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 16/72
    Entscheidungstext OGH 28.03.1972 5 Ob 16/72
    Veröff: SZ 45/35 = NZ 1973,126
  • 1 Ob 105/75
    Entscheidungstext OGH 25.06.1975 1 Ob 105/75
    Beisatz: Hier Pfandrechtsbegründung. (T1)
    Veröff: SZ 48/75 = EvBl 1976/62 S 124
  • 7 Ob 668/76
    Entscheidungstext OGH 07.10.1976 7 Ob 668/76
    Beisatz: Dass der Geschenkgeber die geschenkte Sache geradezu von Hand zu Hand übergibt, ist nicht erforderlich. (Übergabe von Kleidungsstücken und Schmuckstücken, Aufforderung Bankguthaben abzuheben). (T2)
  • 6 Ob 553/77
    Entscheidungstext OGH 26.05.1977 6 Ob 553/77
    Beisatz: Wirkliche Übergang durch Übergabe einer urkundlichen Anweisung zur Verfügung über den Inhalt eines Schrankfaches. (T3)
  • 7 Ob 560/77
    Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 560/77
  • 3 Ob 16/77
    Entscheidungstext OGH 12.07.1977 3 Ob 16/77
  • 3 Ob 558/78
    Entscheidungstext OGH 23.05.1978 3 Ob 558/78
    Beisatz: Hier: Außerbücherliche Übergabe einer Liegenschaft. (T4)
    Veröff: RZ 1979/17 S 62
  • 1 Ob 734/78
    Entscheidungstext OGH 08.11.1978 1 Ob 734/78
    Veröff: JBl 1979,548
  • 7 Ob 631/80
    Entscheidungstext OGH 02.10.1980 7 Ob 631/80
  • 6 Ob 802/80
    Entscheidungstext OGH 10.12.1980 6 Ob 802/80
    Vgl
  • 4 Ob 522/80
    Entscheidungstext OGH 20.01.1981 4 Ob 522/80
  • 3 Ob 573/80
    Entscheidungstext OGH 25.02.1981 3 Ob 573/80
    Beis wie T2; Veröff: RZ 1982/22 S 61 = NZ 1982,65
  • 1 Ob 567/81
    Entscheidungstext OGH 08.04.1981 1 Ob 567/81
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Besitzanweisung (T5)
    Veröff: SZ 54/51 = JBl 1982,143
  • 4 Ob 517/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 4 Ob 517/82
    Veröff: EvBl 1982/137 S 461
  • 5 Ob 681/83
    Entscheidungstext OGH 22.11.1983 5 Ob 681/83
  • 3 Ob 599/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 3 Ob 599/83
  • 2 Ob 608/83
    Entscheidungstext OGH 27.11.1984 2 Ob 608/83
  • 3 Ob 71/84
    Entscheidungstext OGH 12.12.1984 3 Ob 71/84
  • 14 Ob 96/86
    Entscheidungstext OGH 03.05.1986 14 Ob 96/86
  • 6 Ob 501/88
    Entscheidungstext OGH 14.01.1988 6 Ob 501/88
    Vgl; Veröff: NZ 1989,66
  • 6 Ob 575/88
    Entscheidungstext OGH 19.05.1988 6 Ob 575/88
  • 4 Ob 560/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 560/89
    Beisatz: Der Ausdruck "wirkliche Übergabe" bedeutet nicht anderes als das Gegenteil der bloßen Zusicherung oder des bloßen Schenkungsversprechens. (T6)
    Veröff: NZ 1991,11
  • 7 Ob 506/92
    Entscheidungstext OGH 16.01.1992 7 Ob 506/92
    Beis wie T6; Beis wie T2; Veröff: ÖA 1992,746
  • 7 Ob 579/92
    Entscheidungstext OGH 17.09.1992 7 Ob 579/92
    Veröff: WBl 1993,95
  • 5 Ob 21/94
    Entscheidungstext OGH 01.02.1994 5 Ob 21/94
    Vgl auch; Beisatz: Im Grundbuchsverfahren genügt in der Vertragsurkunde ein Hinweis darauf, dass die wirkliche Übergabe (hier: ideeller Liegenschaftsanteile) bereits erfolgt ist; ein Notariatsakt ist dann entbehrlich. (T7)
  • 8 Ob 626/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1994 8 Ob 626/93
    Beisatz: Hier: Blinder Erblasser wurde vom Bankbeamten befragt, ob er die Sparbücher auch wirklich schenken hatte wollen. (T8)
  • 4 Ob 516/95
    Entscheidungstext OGH 28.03.1995 4 Ob 516/95
    Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Auch: die Übergabe eines schenkungshalber ausgestellten Wechsels oder Schecks an den Beschenkten. (T9)
  • 5 Ob 1022/96
    Entscheidungstext OGH 13.03.1996 5 Ob 1022/96
    Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Es bedarf nicht der Anführung konkreter Übergabsakte. (T10)
  • 1 Ob 39/97k
    Entscheidungstext OGH 25.02.1997 1 Ob 39/97k
    Auch
  • 5 Ob 390/97g
    Entscheidungstext OGH 30.09.1997 5 Ob 390/97g
    Beis wie T7; Veröff: SZ 70/194
  • 1 Ob 169/98d
    Entscheidungstext OGH 29.09.1998 1 Ob 169/98d
    Beis wie T6
  • 1 Ob 47/99i
    Entscheidungstext OGH 23.11.1999 1 Ob 47/99i
    Auch; Veröff: SZ 72/182
  • 1 Ob 147/00z
    Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 147/00z
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T6; Beisatz: "Wirkliche Übergabe" liegt vor, wenn neben dem Schenkungsvertrag ein anderer, von diesem verschiedener und als Übergabe erkennbarer Akt gesetzt wird, der nach außen in Erscheinung tritt und geeignet ist, dem Willen des Geschenkgebers Ausdruck zu verleihen, das Schenkungsobjekt aus dessen Gewahrsame in die des Beschenkten zu übertragen. (T11)
    Beisatz: Aus der Übergabe mittels Zeichen muss der Übergang der Forderung in das Vermögen und in die Verfügungsgewalt des Zuwendungsempfängers unzweifelhaft und nach außen erkennbar zu entnehmen sein. (T12)
    Beisatz: Welche Zeichen zu einer wirklichen Übergabe von Forderungen ausreichen, ist nach den Umständen des einzelnen Falls und dem Zweck, den Zuwender vor übereilten Entschließungen zu schützen, zu beurteilen. (T13)
  • 5 Ob 294/01y
    Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 294/01y
    Auch; Beis wie T7
  • 1 Ob 115/02x
    Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 115/02x
    Beis wie T6; Beis wie T11; Beis wie T13; Beisatz: Ob ein Dritter die Schenkung erkannt hat, ist nicht wesentlich, denn das Gesetz verlangt lediglich einem zum Schenkungsversprechen hinzutretenden sinnfälligen, nach außen hin erkennbaren Akt, aus dem der ernstliche Wille des Schenkers hervorgeht, den Gegenstand der Schenkung aus seiner Gewahrsame sogleich in die des Beschenkten zu übertragen. (T14)
  • 1 Ob 274/02d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 274/02d
    Beis wie T12
  • 9 Ob 149/04h
    Entscheidungstext OGH 02.02.2005 9 Ob 149/04h
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T11; Veröff: SZ 2005/12
  • 9 Ob 151/04b
    Entscheidungstext OGH 06.04.2005 9 Ob 151/04b
    Beis wie T14
  • 7 Ob 188/05f
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 188/05f
  • 8 Ob 22/07d
    Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 22/07d
    Beis wie T6; Veröff: SZ 2007/74
  • 5 Ob 164/08s
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 164/08s
  • 2 Ob 246/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 246/08b
    Auch Beis wie T11
  • 4 Ob 151/11a
    Entscheidungstext OGH 19.10.2011 4 Ob 151/11a
    Beis wie T6
  • 1 Ob 29/12i
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 29/12i
  • 4 Ob 189/12s
    Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 189/12s
    Beis wie T6; Beisatz: Der vorliegende Fall ist dadurch gekennzeichnet, dass der Geschenkgeber einen Notar mit der Errichtung des Schenkungsvertrags beauftragte und diesem einen Liegenschaftsschlüssel übergab, den er an die Geschenknehmerin samt Vertragsentwurf weiterleitete. (T15)
  • 5 Ob 227/14i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 227/14i
    Vgl auch
  • 5 Ob 82/15t
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 82/15t
  • 5 Ob 184/15t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 184/15t
    Beis wie T6
  • 5 Ob 167/15t
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 167/15t
    Beis wie T4; Beis wie T6
  • 5 Ob 181/15a
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 181/15a
  • 5 Ob 8/16m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2016 5 Ob 8/16m
  • 1 Ob 229/16g
    Entscheidungstext OGH 20.12.2016 1 Ob 229/16g
    Beis wie T6; Beisatz: Hier: Schenkung eines Autos an im gemeinsamen Haushalt lebende Tochter infolge „wirklicher Übergabe“ durch tatsächliche Gebrauchsüberlassung; die beibehaltene Zulassung des Fahrzeugs auf den Schenker hinderte die Wirksamkeit der Schenkung nicht. (T16)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0011383

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2017
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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