RS OGH 2024/4/25 5Ob89/75; 3Ob638/81; 6Ob678/82; 3Ob562/85; 1Ob307/01f (1Ob43/02h); 6Ob265/01s; 4Ob2

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Veröffentlicht am 14.10.1975
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Rechtssatz

1.) Wird ein gültiger Vertrag wieder durch Parteienvereinbarung aufgehoben, so sind die Rechtsfolgen nicht nach § 877 ABGB, sondern nach § 1435 ABGB (zufolge nachträglichen Wegfalls des zunächst vorhandenen Leistungsgrundes) zu beurteilen.1.) Wird ein gültiger Vertrag wieder durch Parteienvereinbarung aufgehoben, so sind die Rechtsfolgen nicht nach Paragraph 877, ABGB, sondern nach Paragraph 1435, ABGB (zufolge nachträglichen Wegfalls des zunächst vorhandenen Leistungsgrundes) zu beurteilen.

2.) Daher ist von beiden Teilen das Empfangene zurückzustellen: primär Naturalrestitution; bei Unmöglichkeit oder Untunlichkeit analog § 1323 ABGB angemessenes Entgelt , dessen Höhe sich im Sinne des § 1431 ABGB nach dem verschafften Nutzen richtet (SZ 24/16; EvBl 1974/287).2.) Daher ist von beiden Teilen das Empfangene zurückzustellen: primär Naturalrestitution; bei Unmöglichkeit oder Untunlichkeit analog Paragraph 1323, ABGB angemessenes Entgelt , dessen Höhe sich im Sinne des Paragraph 1431, ABGB nach dem verschafften Nutzen richtet (SZ 24/16; EvBl 1974/287).

Entscheidungstexte

  • RS0016360">5 Ob 89/75
    Entscheidungstext OGH 14.10.1975 5 Ob 89/75
  • 3 Ob 638/81
    Entscheidungstext OGH 10.02.1982 3 Ob 638/81
    Auch
  • 6 Ob 678/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1982 6 Ob 678/82
    nur: Daher ist von beiden Teilen das Empfangene zurückzustellen: primär Naturalrestitution. (T1)
  • RS0016360">3 Ob 562/85
    Entscheidungstext OGH 19.03.1986 3 Ob 562/85
    Auch; nur: Daher ist von beiden Teilen das Empfangene zurückzustellen: primär Naturalrestitution; bei Unmöglichkeit oder Untunlichkeit analog § 1323 ABGB angemessenes Entgelt , dessen Höhe sich im Sinne des § 1431 ABGB nach dem verschafften Nutzen richtet (SZ 24/16; EvBl 1974/287). (T2)
    Beisatz: Bei Ermittlung des Nutzens ist auch die Umsatzsteuer zu berücksichtigen. (T3)
  • RS0016360">1 Ob 307/01f
    Entscheidungstext OGH 30.04.2002 1 Ob 307/01f
    nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Ist der primäre Anspruch des Kondiktionsgläubigers auf Rückgabe in Natur wie hier unmöglich, so schuldet der Empfänger Wertersatz nach Maßgabe seines Nutzens im Zeitpunkt der Leistung und nicht entsprechend dem Schaden des Leistenden. (T4)
  • RS0016360">6 Ob 265/01s
    Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 265/01s
    Auch
  • 4 Ob 217/02v
    Entscheidungstext OGH 11.02.2003 4 Ob 217/02v
    Auch; nur T2
  • RS0016360">2 Ob 10/11a
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 2 Ob 10/11a
    Vgl auch; Vgl Beis wie T4
  • RS0016360">2 Ob 8/14m
    Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 8/14m
    Vgl
  • RS0016360">8 Ob 97/16x
    Entscheidungstext OGH 28.03.2017 8 Ob 97/16x
    Vgl auch; Beisatz: Grundsätzlich ist der Kondiktionsanspruch auf Rückerstattung in Natur gerichtet, bei Untunlichkeit auf Wertersatz. (T5)
  • RS0016360">8 Ob 13/24f
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.04.2024 8 Ob 13/24f
    Beisatz wie T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0016360

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.06.2024
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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