RS OGH 1979/6/12 4Ob348/79, 4Ob402/85, 4Ob134/90, 4Ob86/00a, 4Ob275/01x, 4Ob45/02z, 4Ob99/02s, 4Ob15

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.06.1979
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Norm

UWG §2 C1

Rechtssatz

Die Frage, ob eine bestimmte Werbeaussage eine objektiv überprüfbare Tatsachenbehauptung oder nur eine rein subjektive, jeder objektiven Nachprüfung entzogene Meinungskundgebung ist, ist immer nach dem Gesamteindruck der Ankündigung - unter Berücksichtigung ihres Gegenstandes, ihrer Form, des Zusammenhanges, in den sie gestellt wird, sowie aller sonstigen Umstände, die für das angesprochene Publikum maßgebend sein können - zu beurteilen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 348/79
    Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 348/79
    Veröff: SZ 52/94 = ÖBl 1980,7
  • 4 Ob 402/85
    Entscheidungstext OGH 04.02.1986 4 Ob 402/85
    Auch; Beisatz: Ob die Werbebehauptung zumindest von einem nicht unerheblichen Teil des angesprochenen Publikums als ernstzunehmende Inanspruchnahme einer Spitzenstellung aufgefasst werden kann, ist keine Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 4 Z 1 ZPO. (T1) Veröff: SZ 59/25 = ÖBl 1986,102
  • 4 Ob 134/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 4 Ob 134/90
    Auch; Beis wie T1
  • 4 Ob 86/00a
    Entscheidungstext OGH 03.05.2000 4 Ob 86/00a
    Ähnlich
  • 4 Ob 275/01x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2002 4 Ob 275/01x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Aussage, dass ein bestimmtes Notebook das beste sei, ist demnach eine überprüfbare Tatsachenbehauptung. (T2)
  • 4 Ob 45/02z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2002 4 Ob 45/02z
    Vgl auch
  • 4 Ob 99/02s
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 4 Ob 99/02s
    Auch; Beisatz: Die beanstandete Ankündigung "weltbestes Wasserbett" ist daher als Tatsachenbehauptung des Inhalts zu beurteilen, ein derart beworbenes Produkt erwecke die Vorstellung, die weltweit besten Ausstattungsmerkmale aufzuweisen und den weltweit höchsten Qualitätsansprüchen zu genügen. (T3)
  • 4 Ob 157/03x
    Entscheidungstext OGH 19.08.2003 4 Ob 157/03x
    Vgl auch; Beisatz: Ob die Voraussetzungen der durch § 2 UWG nF umgesetzten Richtlinie 84/450/EWG des Rates vom 10. 9. 1984 über irreführende und vergleichende Werbung vorliegen, richtet sich, wie bei der Beurteilung der Wirkung von Werbeaussagen ganz allgemein nach dem Gesamteindruck, den der Werbevergleich erweckt. (T4)
  • 4 Ob 20/08g
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 4 Ob 20/08g
    Auch
  • 4 Ob 11/09k
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 11/09k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 4 Ob 217/10f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 217/10f
    Beisatz: Mit Darstellung der von der Rsp beurteilten Fallgruppen. (T5); Beisatz: Hier: „das beste Service“. (T6)
  • 4 Ob 20/11m
    Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 20/11m
    Vgl auch; Beisatz: Dragon FX Garant ? Garantiezusage. (T7)
  • 4 Ob 201/13g
    Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 201/13g
    Beis ähnlich wie T1
  • 4 Ob 200/19v
    Entscheidungstext OGH 30.03.2020 4 Ob 200/19v
    Vgl
  • 4 Ob 70/20b
    Entscheidungstext OGH 05.06.2020 4 Ob 70/20b
    Beisatz: Hier: Hofer Preis - alles andere ist overpriced. (T8)
  • 4 Ob 61/21f
    Entscheidungstext OGH 27.05.2021 4 Ob 61/21f
  • 4 Ob 150/21v
    Entscheidungstext OGH 23.11.2021 4 Ob 150/21v
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0078340

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

04.02.2022
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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