RS OGH 1979/7/4 3Ob538/78 (3Ob539/78), 14ObA10/87, 9ObA6/87, 1Ob682/89 (1Ob683/89), 4Ob618/89, 9ObA8

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 04.07.1979
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Norm

ABGB §861
ABGB §863 CI
ABGB §914 I

Rechtssatz

Der objektive Erklärungswert verliert seine Bedeutung, wenn sich die Parteien in der Sache einig sind. Es gilt dann ihr übereinstimmender Wille, gleichgültig, ob die Ausdrucksmittel diesen Willen nach objektiven Kriterien zutreffend wiedergeben.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 538/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1979 3 Ob 538/78
  • 14 ObA 10/87
    Entscheidungstext OGH 21.01.1987 14 ObA 10/87
    Auch; Veröff: SZ 60/63 = JBl 1988,128
  • 9 ObA 6/87
    Entscheidungstext OGH 17.06.1987 9 ObA 6/87
    Vgl auch; Veröff: Arb 10637 = JBl 1988,257
  • 1 Ob 682/89
    Entscheidungstext OGH 13.12.1989 1 Ob 682/89
    Veröff: WBl 1990/149
  • 4 Ob 618/89
    Entscheidungstext OGH 20.02.1990 4 Ob 618/89
    Veröff: ÖBA 1990,558
  • 9 ObA 84/90
    Entscheidungstext OGH 04.04.1990 9 ObA 84/90
    Vgl auch
  • 10 ObS 190/90
    Entscheidungstext OGH 08.05.1990 10 ObS 190/90
    Vgl auch; Beisatz: Der vom Objektiven Erklärungswert abweichende Wille, den der andere Teil erkannt hat, geht vor. Das muss umsomehr gelten, wenn bei beiden Parteien Übereinstimmung über einen vom schriftlichen Text abweichenden Inhalt einer Vereinbarung besteht. (T1) Veröff: JBl 1991,56 = SSV-NF 4/75 = ZAS 1991/6 S 31 ( Selb )
  • 10 ObS 276/90
    Entscheidungstext OGH 25.09.1990 10 ObS 276/90
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SSV-NF 4/115
  • 10 ObS 339/91
    Entscheidungstext OGH 24.11.1992 10 ObS 339/91
    Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SSV-NF 6/132
  • 9 ObA 107/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 9 ObA 107/93
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 167/97h
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 167/97h
  • 1 Ob 1/97x
    Entscheidungstext OGH 15.07.1997 1 Ob 1/97x
    Veröff: SZ 70/143
  • 10 Ob 120/97p
    Entscheidungstext OGH 04.11.1997 10 Ob 120/97p
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 3 Ob 2316/96a
    Entscheidungstext OGH 27.05.1998 3 Ob 2316/96a
  • 10 Ob 310/00m
    Entscheidungstext OGH 05.12.2000 10 Ob 310/00m
  • 5 Ob 188/04i
    Entscheidungstext OGH 28.09.2004 5 Ob 188/04i
    Vgl auch; Beisatz: Das hat auch für einseitige empfangsbedürftige Willenserklärungen zu gelten, wenn bei den Beteiligten - in Analogie zum gemeinsamen Wollen der Vertragsteile - ein gemeinsames Verstehen der Willenserklärung vorliegt. (T2)
  • 4 Ob 229/07s
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 229/07s
    Veröff: SZ 2008/65
  • 9 Ob 50/08f
    Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 Ob 50/08f
    Beis wie T1 nur: Der vom Objektiven Erklärungswert abweichende Wille, den der andere Teil erkannt hat, geht vor. (T3)
  • 7 Ob 68/13w
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 7 Ob 68/13w
  • 7 Ob 11/14i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2014 7 Ob 11/14i
    Bem: Zur Regel falsa demonstratio non nocet siehe RS0017839. (T4)
  • 5 Ob 82/14s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 82/14s
  • 1 Ob 126/14g
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 126/14g
    Auch
  • 9 Ob 65/16y
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 9 Ob 65/16y
    Auch; Beisatz: Der natürliche Konsens der Parteien geht dem objektiven Erklärungswert (also auch dem allfälligen Urkundeninhalt) vor. (T5)
  • 4 Ob 143/18k
    Entscheidungstext OGH 26.02.2019 4 Ob 143/18k
    Beis wie T5
  • 2 Ob 30/19d
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 2 Ob 30/19d
  • 2 Ob 156/19h
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 2 Ob 156/19h
    Vgl
  • 9 Ob 11/20p
    Entscheidungstext OGH 16.04.2020 9 Ob 11/20p
    Vgl; Beis wie T5
  • 6 Ob 36/20t
    Entscheidungstext OGH 20.05.2020 6 Ob 36/20t

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0014005

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.07.2020
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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