RS OGH 2025/11/11 11Os134/80; 13Os30/92; 13Os158/93; 11Os165/95 (11Os169/95); 15Os23/06f; 13Os131/07

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 05.11.1980
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Norm

FSG §1 Abs4
StGB §223
StGB §224
  1. FSG § 1 heute
  2. FSG § 1 gültig ab 01.10.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/2015
  3. FSG § 1 gültig von 19.01.2013 bis 30.09.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2011
  4. FSG § 1 gültig von 01.01.2011 bis 18.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2010
  5. FSG § 1 gültig von 01.09.2009 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2009
  6. FSG § 1 gültig von 02.04.2005 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2005
  7. FSG § 1 gültig von 01.10.2002 bis 01.04.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2002
  8. FSG § 1 gültig von 01.07.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2001
  9. FSG § 1 gültig von 22.07.1998 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/1998
  10. FSG § 1 gültig von 01.11.1997 bis 21.07.1998

Rechtssatz

Im Gegensatz zu Reisepässen - gemäß § 39 PaßG idF des AnpassungsG BGBl 1974/510 - sind ausdrückliche Gleichstellungen ausländischer Führerscheine im Sinn des § 224 StGB mit inländischen Führerscheinen, welche inländische öffentliche Urkunden darstellen, durch Gesetz oder zwischenstaatliche Verträge nicht erfolgt. Die Tatsache, dass derartige Urkunden (zumindest in Ansehung bestimmter Ursprungsländer) im Inland in der Praxis "anerkannt" werden, kann nicht als ausdrückliche Gleichstellung gewertet werden.Im Gegensatz zu Reisepässen - gemäß Paragraph 39, PaßG in der Fassung des AnpassungsG BGBl 1974/510 - sind ausdrückliche Gleichstellungen ausländischer Führerscheine im Sinn des Paragraph 224, StGB mit inländischen Führerscheinen, welche inländische öffentliche Urkunden darstellen, durch Gesetz oder zwischenstaatliche Verträge nicht erfolgt. Die Tatsache, dass derartige Urkunden (zumindest in Ansehung bestimmter Ursprungsländer) im Inland in der Praxis "anerkannt" werden, kann nicht als ausdrückliche Gleichstellung gewertet werden.

Entscheidungstexte

  • RS0095731">11 Os 134/80
    Entscheidungstext OGH 05.11.1980 11 Os 134/80
  • 13 Os 30/92
    Entscheidungstext OGH 06.05.1992 13 Os 30/92
  • 13 Os 158/93
    Entscheidungstext OGH 10.11.1993 13 Os 158/93
    Vgl auch; Beisatz: Keine gesetzliche oder staatsvertragliche Gleichstellung von jugoslawischen und österreichischen Führerscheinen. (T1)
  • RS0095731">11 Os 165/95
    Entscheidungstext OGH 23.04.1996 11 Os 165/95
    Vgl auch; Beisatz: Mangels ausdrücklicher gesetzlicher Gleichstellung sind tschechische Führerscheine inländischen öffentlichen Urkunden nicht gleichzuhalten. (T2)
  • RS0095731">15 Os 23/06f
    Entscheidungstext OGH 19.04.2006 15 Os 23/06f
    Vgl; Beisatz: Nur Lenkerberechtigungen aus EWR-Staaten sind inländischen öffentlichen Urkunden gleichgestellt (§ 1 Abs 4 FSG). Führerscheine aus Nicht-EWR-Staaten genießen hingegen nur den gewöhnlichen Strafschutz nach §§ 223, 229 StGB (WK-StGB - 2 § 224 Rz 38). (T3)
  • RS0095731">13 Os 131/07z
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 131/07z
    Vgl auch; Beis wie T3 nur: Nur Lenkerberechtigungen aus EWR-Staaten sind inländischen öffentlichen Urkunden gleichgestellt (§ 1 Abs 4 FSG). (T4); Beisatz: Hier: Zur Beteiligung der Tschechischen Republik am Europäischen Wirtschaftsraum vgl BGBl III 2006/53. (T5)
  • RS0095731">11 Os 141/07f
    Entscheidungstext OGH 18.12.2007 11 Os 141/07f
    Vgl auch; Beis wie T4
  • RS0095731">15 Os 14/08k
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 15 Os 14/08k
    Vgl auch
  • RS0095731">11 Os 100/08b
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 100/08b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Mangels ausdrücklicher gesetzlicher oder staatsvertraglicher Gleichstellung sind ausländische Zulassungsscheine (hier: deutscher Fahrzeugschein) inländischen öffentlichen Urkunden nicht gleichzuhalten. (T6); Beisatz: Die bloße Anerkennung ausländischer Zulassungsscheine für den Rechtsverkehr in Österreich (§82 Abs1 und Abs3 KFG) verleiht diesen Urkunden lediglich Wirkung für den österreichischen Rechtsbereich, ohne dass daraus die von §224 StGB geforderte gesetzliche Gleichstellung abzuleiten wäre. (T7); Beisatz: Der deutsche Fahrzeugschein genießt demnach nur den Schutz des §223 StGB. (T8)
  • RS0095731">11 Os 156/12v
    Entscheidungstext OGH 11.12.2012 11 Os 156/12v
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Serbischer Führerschein. (T9)
  • RS0095731">11 Os 121/25s
    Entscheidungstext OGH 11.11.2025 11 Os 121/25s
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0095731

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2026
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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