RS OGH 1987/10/7 3Ob157/83; 3Ob101/87

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.02.1983
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Norm

EO §78
ZPO §517
ZPO §527 Abs1 C
  1. EO § 78 heute
  2. EO § 78 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. EO § 78 gültig von 01.05.2011 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  4. EO § 78 gültig von 01.01.1898 bis 30.04.2011
  1. ZPO § 517 heute
  2. ZPO § 517 gültig ab 01.05.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  3. ZPO § 517 gültig von 01.07.2009 bis 30.04.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  4. ZPO § 517 gültig von 01.01.2005 bis 30.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 128/2004
  5. ZPO § 517 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2001
  6. ZPO § 517 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  7. ZPO § 517 gültig von 01.03.1986 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 71/1986
  1. ZPO § 527 heute
  2. ZPO § 527 gültig ab 01.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  3. ZPO § 527 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989

Rechtssatz

Gemäß § 78 EO, § 527 Abs 1 ZPO hat das Gericht zweiter Instanz auch im Exekutionsverfahren auszusprechen, ob der von seiner Entscheidung betroffene Wert des Beschwerdegegenstandes 15.000,-- S übersteigt oder nicht, wenn dieser nicht ausschließlich in einem Geldbetrag besteht. Daß § 527 Abs 1 ZPO die Bewertung ausdrücklich nur für Entscheidungen anordnet, mit denen das Gericht zweiter Instanz dem Rekurs "stattgibt", bedeutet nicht, daß dann, wenn das Gericht zweiter Instanz einen an die zweite Instanz gerichteten Rekurs "zurückweist", keine Bewertung stattzufinden hätte. Weist aber das Rekursgericht den Rekurs gem § 517 ZPO zurück, ist darin der Ausspruch über den Wert des Beschwerdegegenstandes zwingend und implicite enthalten.Gemäß Paragraph 78, EO, Paragraph 527, Absatz eins, ZPO hat das Gericht zweiter Instanz auch im Exekutionsverfahren auszusprechen, ob der von seiner Entscheidung betroffene Wert des Beschwerdegegenstandes 15.000,-- S übersteigt oder nicht, wenn dieser nicht ausschließlich in einem Geldbetrag besteht. Daß Paragraph 527, Absatz eins, ZPO die Bewertung ausdrücklich nur für Entscheidungen anordnet, mit denen das Gericht zweiter Instanz dem Rekurs "stattgibt", bedeutet nicht, daß dann, wenn das Gericht zweiter Instanz einen an die zweite Instanz gerichteten Rekurs "zurückweist", keine Bewertung stattzufinden hätte. Weist aber das Rekursgericht den Rekurs gem Paragraph 517, ZPO zurück, ist darin der Ausspruch über den Wert des Beschwerdegegenstandes zwingend und implicite enthalten.

Entscheidungstexte

  • RS0002272">3 Ob 157/83
    Entscheidungstext OGH 22.02.1984 3 Ob 157/83
    JBl 1985,113 = SZ 57/42 = MietSlg 36/7
  • RS0002272">3 Ob 101/87
    Entscheidungstext OGH 07.10.1987 3 Ob 101/87
    nur: Gemäß § 78 EO, § 527 Abs 1 ZPO hat das Gericht zweiter Instanz
    auch im Exekutionsverfahren auszusprechen, ob der von seiner
    Entscheidung betroffene Wert des Beschwerdegegenstandes 15.000,-- S
    übersteigt oder nicht, wenn dieser nicht ausschließlich in einem
    Geldbetrag besteht. (T1) Beisatz: Geht es nur noch um die Frage, ob
    ein auf der versteigerten Liegenschaft eingetragenes Recht zu löschen
    ist (§ 237 EO), ist weder der Wert des betriebenen Anspruches noch
    der Wert des Meistbotes maßgebend. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0002272

Im RIS seit

22.02.1983

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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