RS OGH 1984/11/13 4Ob371/84, 4Ob341/87, 4Ob132/89, 10ObS386/89, 4Ob40/92, 1Ob644/92, 4Ob18/93, 4Ob51

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.11.1984
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Rechtssatz

Dienen Erfahrungssätze nicht zur Feststellung von Tatsachen, sondern zur Ergänzung, Ausfüllung und Konkretisierung unbestimmter Rechtsbegriffe, gehören sie nicht mehr zum Beweisverfahren, sondern sind Teil der rechtlichen Beurteilung und können damit - ebenso wie Rechtssätze - auch noch im Rechtsmittelverfahren vor dem OGH gerügt und überprüft werden. - "Blütenblattmarke".

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 371/84
    Entscheidungstext OGH 13.11.1984 4 Ob 371/84
    Veröff: RdW 1985,108 = GRURInt 1986,132 = ÖBl 1985,105
  • 4 Ob 341/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 341/87
    Auch; Beisatz: Hier: § 2 UWG. (T1)
    Veröff: MR 1987,181 (Korn)
  • 4 Ob 132/89
    Entscheidungstext OGH 07.11.1989 4 Ob 132/89
    Veröff. ÖBl 1990,176 = RdW 1990,114 = MR 1990,73 (Prumbauer)
  • 10 ObS 386/89
    Entscheidungstext OGH 19.12.1989 10 ObS 386/89
    Beisatz: Hier: Begriff "ständige Wartung mit Hilfe" nach § 105a ASVG. (T2)
  • 4 Ob 40/92
    Entscheidungstext OGH 12.05.1992 4 Ob 40/92
  • 1 Ob 644/92
    Entscheidungstext OGH 11.11.1992 1 Ob 644/92
    Auch; Beisatz: Auch das aus allgemeiner Lebenserfahrung entspringende Wissen des Richters kann vom Revisionsgericht überprüft werden. (T3)
    Veröff: SZ 65/149 = EvBl 1993/125 S 525 = JBl 1993,524 (Posch) = RdW 1993,179
  • 4 Ob 18/93
    Entscheidungstext OGH 23.03.1993 4 Ob 18/93
    Beisatz: Hier: Was unter "yellow press" zu verstehen ist, ist daher eine Rechtsfrage. (T4)
    Veröff: WBl 1993,300
  • 4 Ob 51/95
    Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 51/95
    Beisatz: Vorhandene Erfahrungssätze sind vom Amts wegen zu berücksichtigen. Daneben steht es den Parteien frei, Erfahrungssätze zu behaupten und unter Beweis zu stellen; der Beweis der Unrichtigkeit von Erfahrungssätzen ist grundsätzlich zulässig. (T5)
  • 2 Ob 207/99a
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 2 Ob 207/99a
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Das Ergebnis der vom Berufungsgericht anzustellenden Wertung kann daher wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung nach § 503 Z 4 ZPO angefochten werden. Dieses Ergebnis ist aber in der Regel vom Einzelfall abhängig und führt gerade die Berücksichtigung der konkreten Umstände zu einer fallbezogenen und damit nur eingeschränkt verallgemeinbaren Beurteilung, die sich regelmäßig einer Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof entziehen muss. (T6)
  • 8 Ob 44/09t
    Entscheidungstext OGH 19.05.2009 8 Ob 44/09t
    Auch
  • 6 Ob 182/09x
    Entscheidungstext OGH 12.11.2009 6 Ob 182/09x
    Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6; Bem: Hier: Frage der Produktsicherheit. (T7)
  • 4 Ob 134/15g
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 134/15g
    Vgl auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0040648

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.10.2015
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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