RS OGH 2023/10/4 11Os78/85; 11Os123/88; 14Os32/02; 11Os81/07g (11Os82/07d; 11Os83/07a; 11Os84/07y);

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.06.1985
beobachten
merken

Norm

StGB §29
StGB §31
StPO §281 Abs1 Z11 B
StPO §282 C
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Mit der Bestimmung des § 31 StGB soll nur eine durch getrennte Verfahrensführung (Unanwendbarkeit des § 28 Abs 1 StGB) bedingte ungünstigere Behandlung des Angeklagten vermieden werden; keinesfalls war es aber Zielsetzung des Gesetzgebers, dass ein Angeklagter aus der getrennten Verfahrensführung einen sachlich nicht begründeten Vorteil ziehen sollte: Zur Umgehung einer qualifikationsbegründenden Zusammenrechnung (§ 29 StGB) darf die Vorschrift des § 31 StGB nicht herangezogen werden.Mit der Bestimmung des Paragraph 31, StGB soll nur eine durch getrennte Verfahrensführung (Unanwendbarkeit des Paragraph 28, Absatz eins, StGB) bedingte ungünstigere Behandlung des Angeklagten vermieden werden; keinesfalls war es aber Zielsetzung des Gesetzgebers, dass ein Angeklagter aus der getrennten Verfahrensführung einen sachlich nicht begründeten Vorteil ziehen sollte: Zur Umgehung einer qualifikationsbegründenden Zusammenrechnung (Paragraph 29, StGB) darf die Vorschrift des Paragraph 31, StGB nicht herangezogen werden.

Entscheidungstexte

  • RS0090817">11 Os 78/85
    Entscheidungstext OGH 25.06.1985 11 Os 78/85
  • RS0090817">11 Os 123/88
    Entscheidungstext OGH 20.12.1988 11 Os 123/88
    nur: Mit der Bestimmung des § 31 StGB soll nur eine durch getrennte Verfahrensführung (Unanwendbarkeit des § 28 Abs 1 StGB) bedingte ungünstigere Behandlung des Angeklagten vermieden werden. (T1) Veröff: EvBl 1989/86 S 310 = RZ 1989/47 S 121
  • RS0090817">14 Os 32/02
    Entscheidungstext OGH 07.05.2002 14 Os 32/02
    Vgl; Beisatz: § 31 StGB will den Angeklagten nur davor bewahren, der Vorteile gemeinsamer Aburteilung durch den Zufall getrennter Verfahrensführung verlustig zu gehen, sodass er durch die Verhängung einer Sanktion als Zusatzstrafe nicht benachteiligt wird. (T2)
  • RS0090817">11 Os 81/07g
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 81/07g
    Vgl; Beis ähnlich T2; Beisatz: Es kommt daher eine Maßnahme nach § 292 letzter Satz StPO hier nicht in Betracht. (T3)
  • RS0090817">13 Os 127/09i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2009 13 Os 127/09i
    Auch
  • RS0090817">15 Os 72/23m
    Entscheidungstext OGH 04.10.2023 15 Os 72/23m
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0090817

Im RIS seit

25.06.1985

Zuletzt aktualisiert am

15.11.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten