RS OGH 2025/1/29 13Os106/89; 14Os165/89; 12Os138/90; 15Os54/91; 13Os46/92; 13Os38/92; 11Os108/92; 15

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 09.11.1989
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Norm

SGG §12 Abs3 Z3 IIIC
SMG §28 Abs3 A
SMG §28 Abs4 Z3 A
StGB §32 Abs2
StPO §281 Abs1 Z11
  1. SMG § 28 heute
  2. SMG § 28 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2015
  3. SMG § 28 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007
  4. SMG § 28 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. SMG § 28 gültig von 01.06.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2001
  6. SMG § 28 gültig von 01.01.1998 bis 31.05.2001
  1. SMG § 28 heute
  2. SMG § 28 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2015
  3. SMG § 28 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007
  4. SMG § 28 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. SMG § 28 gültig von 01.06.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2001
  6. SMG § 28 gültig von 01.01.1998 bis 31.05.2001
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Zwar wirkt schon die "übergroße" Menge qualifikationsbegründend (§ 12 Abs 3 Z 3 SGG). Indes muss die Überschreitung dieses für sich allein schon die Qualifikation herstellenden Quantums bis auf das Einhundertsechzigfache auf den aktuellen Strafausspruch, soll die Strafzumessung nach der Größe der Gefährdung (§ 32 Abs 3 StGB) überhaupt noch einen Sinn haben, von Einfluss sein. Die Annahme der angeführten Überschreitung der "übergroßen" Menge als erschwerender Umstand verstößt folglich nicht gegen das Doppelverwertungsverbot des § 32 Abs 2 StGB (keine Nichtigkeit nach Z 11, dritter Fall).Zwar wirkt schon die "übergroße" Menge qualifikationsbegründend (Paragraph 12, Absatz 3, Ziffer 3, SGG). Indes muss die Überschreitung dieses für sich allein schon die Qualifikation herstellenden Quantums bis auf das Einhundertsechzigfache auf den aktuellen Strafausspruch, soll die Strafzumessung nach der Größe der Gefährdung (Paragraph 32, Absatz 3, StGB) überhaupt noch einen Sinn haben, von Einfluss sein. Die Annahme der angeführten Überschreitung der "übergroßen" Menge als erschwerender Umstand verstößt folglich nicht gegen das Doppelverwertungsverbot des Paragraph 32, Absatz 2, StGB (keine Nichtigkeit nach Ziffer 11,, dritter Fall).

Entscheidungstexte

  • RS0088028">13 Os 106/89
    Entscheidungstext OGH 09.11.1989 13 Os 106/89
    Veröff: JBl 1990,332
  • RS0088028">14 Os 165/89
    Entscheidungstext OGH 06.03.1990 14 Os 165/89
    Vgl auch
  • RS0088028">12 Os 138/90
    Entscheidungstext OGH 04.07.1991 12 Os 138/90
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Das übergroße Quantum (§ 12 Abs 3 Z 3 SGG) um das Mehrhundertfache übersteigende Heroinmenge. (T1)
  • RS0088028">15 Os 54/91
    Entscheidungstext OGH 27.06.1991 15 Os 54/91
    Vgl auch
  • 13 Os 46/92
    Entscheidungstext OGH 11.06.1992 13 Os 46/92
    Vgl auch
  • 13 Os 38/92
    Entscheidungstext OGH 20.05.1992 13 Os 38/92
    Vgl; Beisatz: Eine Überschreitung (bloß) um etwa das Dreifache der übergroßen Menge ist (noch) nicht erschwerend. (T2)
  • RS0088028">11 Os 108/92
    Entscheidungstext OGH 03.11.1992 11 Os 108/92
    Vgl auch
  • 15 Os 118/92
    Entscheidungstext OGH 14.01.1993 15 Os 118/92
    Vgl auch
  • RS0088028">12 Os 135/92
    Entscheidungstext OGH 28.01.1993 12 Os 135/92
    Vgl auch; Beisatz: Überschreitung der übergroßen Menge um das rund Zwanzigfache. (T3)
  • 14 Os 58/95
    Entscheidungstext OGH 20.06.1995 14 Os 58/95
    Vgl auch
  • RS0088028">11 Os 179/95
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 11 Os 179/95
    Dagegen; Beisatz: Die Annahme einer besonderen Verwerflichkeit der "Gewinnabsicht" wegen der Größe der eingeführten Suchtgiftmenge mit der hieraus resultierenden (abstrakten) Gemeingefahr als Erschwerungsgrund bewirkt einen Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot (Z 11). (T4)
  • RS0088028">14 Os 105/97
    Entscheidungstext OGH 09.09.1997 14 Os 105/97
    Vgl auch; Beisatz: Hier 65,6 kg Haschisch, sohin eine das 25-fache der in § 12 Abs 1 SGG angeführten Menge mehrfach überschreitende Quantum. (T5)
  • RS0088028">13 Os 101/98
    Entscheidungstext OGH 29.07.1998 13 Os 101/98
    Auch
  • RS0088028">13 Os 5/99
    Entscheidungstext OGH 10.02.1999 13 Os 5/99
  • RS0088028">14 Os 26/00
    Entscheidungstext OGH 02.05.2000 14 Os 26/00
    Auch; Beisatz: Kein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot, wenn die mehrfache - nämlich nach § 28 Abs 3 und Abs 4 Z 3 SMG verwirklichte - Qualifikation des Verbrechens nach § 28 Abs 2 SMG ebenso als erschwerend beurteilt wird wie die erhebliche Überschreitung der Qualifikationsgrenze des § 28 Abs 4 Z 3 SMG. (T6)
  • RS0088028">11 Os 23/05z
    Entscheidungstext OGH 03.05.2005 11 Os 23/05z
    Auch; Beisatz: Die Berücksichtigung großer oder übergroßer Mengen ist nach ihrer Ausformung im Einzelfall geboten und berührt von vornherein das Problem der Doppelverwertung nicht. (T7)
  • RS0088028">14 Os 137/07i
    Entscheidungstext OGH 04.12.2007 14 Os 137/07i
    Vgl auch; Beisatz: Die erschwerende Annahme der mehrfachen Überschreitung der Übermenge verstößt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot, weil dieser Umstand weder Strafbarkeit noch Strafdrohung bestimmt (sachlich Z 11 zweiter Fall). (T8)
  • RS0088028">12 Os 146/07y
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 146/07y
    Gegenteilig; Beis wie T4; Beisatz: Die damit angesprochene besondere kriminelle Tendenz wird schon von der Gewerbsmäßigkeitsqualifikation der fallbezogen verwirklichten Delikte nach § 28 Abs 3 erster Fall SMG und §27 Abs 2 Z 2 erster Fall SMG erfasst und darf daher auch unter dem Gesichtspunkt der Schwere der dem Angeklagten anzulastenden Schuld nicht nochmals strafsteigernd ins Kalkül gezogen werden. (T9)
  • RS0088028">15 Os 114/09t
    Entscheidungstext OGH 09.09.2009 15 Os 114/09t
    Vgl auch; Beisatz: Kein Verstoß gegen das Doppelverwertungsverbot, wenn der Umstand, dass die „übergroße" Menge (also das Fünfundzwanzigfache der Grenzmenge von 3 Gramm, § 28a Abs 4 Z 3 SMG) in Hinblick auf insgesamt 7,183 Kilogramm Reingehalt Heroin um das insgesamt rund 95-fache überschritten wurde, als erschwerend gewertet wird. (T10)
  • RS0088028">13 Os 7/10v
    Entscheidungstext OGH 04.03.2010 13 Os 7/10v
    Auch; Beis wie T7
  • RS0088028">14 Os 170/10x
    Entscheidungstext OGH 28.12.2010 14 Os 170/10x
    Auch; Beis ähnlich wie T7
  • RS0088028">14 Os 71/11i
    Entscheidungstext OGH 04.10.2011 14 Os 71/11i
    Auch; Beis ähnlich wie T7
  • RS0088028">14 Os 63/12i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 14 Os 63/12i
    Auch; Beisatz: Die Annahme des Erschwerungsgrundes vielfacher Überschreitung des Fünfundzwanzigfachen der Grenzmenge des § 28b SMG verstößt nicht gegen das Doppelverwertungsverbot. (T11)
  • RS0088028">15 Os 128/13g
    Entscheidungstext OGH 02.10.2013 15 Os 128/13g
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T11
  • RS0088028">12 Os 150/15y
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 12 Os 150/15y
    Auch; Beis wie T8
  • RS0088028">14 Os 25/17h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 25/17h
    Auch
  • RS0088028">14 Os 28/17z
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 28/17z
    Auch
  • RS0088028">14 Os 33/17k
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 14 Os 33/17k
    Auch
  • RS0088028">14 Os 80/17x
    Entscheidungstext OGH 03.10.2017 14 Os 80/17x
    Auch
  • RS0088028">15 Os 38/18d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 15 Os 38/18d
    Auch
  • RS0088028">11 Os 96/20g
    Entscheidungstext OGH 02.11.2020 11 Os 96/20g
    Vgl
  • RS0088028">15 Os 135/21y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2022 15 Os 135/21y
    Vgl
  • RS0088028">12 Os 132/21k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 12 Os 132/21k
    Vgl
  • RS0088028">14 Os 61/22k
    Entscheidungstext OGH 24.08.2022 14 Os 61/22k
    Vgl
  • RS0088028">12 Os 122/23t
    Entscheidungstext OGH 23.11.2023 12 Os 122/23t
    vgl; Beisatz: Hier: das 15-fache der Grenzmenge des § 28b SMG wurde gerade nicht überschritten. (T12)
  • RS0088028">14 Os 67/24w
    Entscheidungstext OGH 03.09.2024 14 Os 67/24w
    vgl
  • RS0088028">12 Os 82/24m
    Entscheidungstext OGH 05.09.2024 12 Os 82/24m
    vgl
  • RS0088028">12 Os 132/24i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2025 12 Os 132/24i
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0088028

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.03.2025
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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