RS OGH 2023/8/1 12Os159/89; 15Os10/91; 15Os11/92; 11Os139/93; 12Os2/95; 14Os81/21z; 15Os12/22m; 14Os

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.12.1989
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Norm

StGB nF §201
StGB nF §202
StGB §205
  1. StGB § 205 heute
  2. StGB § 205 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2013
  3. StGB § 205 gültig von 01.06.2009 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  4. StGB § 205 gültig von 01.05.2004 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  5. StGB § 205 gültig von 01.01.1975 bis 30.04.2004

Rechtssatz

Die einem erzwungenen (vollendeten oder versuchten) Beischlaf nachfolgenden Unzuchtshandlungen, die einem einheitlichen, auf die Erzwingung eines geschlechtlichen Mißbrauchs gerichteten Tätervorsatz entspringen, sind nicht gesondert strafbar, sondern durch Subsumtion unter den Tatbestand der Vergewaltigung (§ 201 Abs 1 oder Abs 2 StGB nF) konsumiert. Beruhen dagegen Unzuchtsakte in der Nachphase des erzwungenen Beischlafs auf gesonderten Willensentschlüssen, ist Realkonkurrenz mit geschlechtlicher Nötigung (§ 202 StGB nF) anzunehmen.Die einem erzwungenen (vollendeten oder versuchten) Beischlaf nachfolgenden Unzuchtshandlungen, die einem einheitlichen, auf die Erzwingung eines geschlechtlichen Mißbrauchs gerichteten Tätervorsatz entspringen, sind nicht gesondert strafbar, sondern durch Subsumtion unter den Tatbestand der Vergewaltigung (Paragraph 201, Absatz eins, oder Absatz 2, StGB nF) konsumiert. Beruhen dagegen Unzuchtsakte in der Nachphase des erzwungenen Beischlafs auf gesonderten Willensentschlüssen, ist Realkonkurrenz mit geschlechtlicher Nötigung (Paragraph 202, StGB nF) anzunehmen.

Entscheidungstexte

  • RS0094869">12 Os 159/89
    Entscheidungstext OGH 21.12.1989 12 Os 159/89
  • RS0094869">15 Os 10/91
    Entscheidungstext OGH 21.03.1991 15 Os 10/91
    nur: Beruhen dagegen Unzuchtsakte in der Nachphase des erzwungenen Beischlafs auf gesonderten Willensentschlüssen, ist Realkonkurrenz mit geschlechtlicher Nötigung (§ 202 StGB nF) anzunehmen. (T1)
  • 15 Os 11/92
    Entscheidungstext OGH 23.04.1992 15 Os 11/92
    Vgl auch; nur: Die einem erzwungenen (vollendeten oder versuchten) Beischlaf nachfolgenden Unzuchtshandlungen, die einem einheitlichen, auf die Erzwingung eines geschlechtlichen Mißbrauchs gerichteten Tätervorsatz entspringen, sind nicht gesondert strafbar, sondern durch Subsumtion unter den Tatbestand der Vergewaltigung (§ 201 Abs 1 oder Abs 2 StGB nF) konsumiert. (T2) Veröff: EvBl 1992/180 S 766 = JBl 1992,729 (Schwaighofer)
  • 11 Os 139/93
    Entscheidungstext OGH 19.10.1993 11 Os 139/93
    nur T1
  • 12 Os 2/95
    Entscheidungstext OGH 09.03.1995 12 Os 2/95
    Vgl auch
  • RS0094869">14 Os 81/21z
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 81/21z
    Vgl
  • RS0094869">15 Os 12/22m
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 15 Os 12/22m
    Vgl
  • RS0094869">14 Os 39/23a
    Entscheidungstext OGH 01.08.2023 14 Os 39/23a
    vgl; Beisatz: Das gilt auch für § 205 Abs 2 StGB im Verhältnis zu Abs 1 dieser Bestimmung. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0094869

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

23.10.2023
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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