RS OGH 1996/5/7 12Os21/95, 11Os42/96 (11Os74/96)

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Veröffentlicht am 23.03.1995
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Rechtssatz

Nach § 23 Abs 2 FinStrG gelten bei Bemessung der Strafe sinngemäß die Bestimmungen der §§ 32 bis 35 StGB. Welche Vorstrafen nach § 33 Z 2 StGB als erschwerend zu berücksichtigen sind, richtet sich demnach nach § 71 StGB. Die Annahme, daß eine strafbare Handlung gegen fremdes Vermögen nach §§ 125 StGB auf der gleichen schädlichen Neigung beruht wie die Finanzvergehen der gewerbsmäßigen Abgabenhehlerei nach §§ 37 Abs 1 lit a, 38 Abs 1 lit a FinStrG und der Monopolhehlerei nach § 46 Abs 1 lit a (aF) FinStrG, ist rechtlich weder ausgeschlossen, noch ist das Gegenteil aus der Entscheidung des VwGH vom 27.01.1979, B 504,505/77, ableitbar.Nach Paragraph 23, Absatz 2, FinStrG gelten bei Bemessung der Strafe sinngemäß die Bestimmungen der Paragraphen 32 bis 35 StGB. Welche Vorstrafen nach Paragraph 33, Ziffer 2, StGB als erschwerend zu berücksichtigen sind, richtet sich demnach nach Paragraph 71, StGB. Die Annahme, daß eine strafbare Handlung gegen fremdes Vermögen nach Paragraphen 125, StGB auf der gleichen schädlichen Neigung beruht wie die Finanzvergehen der gewerbsmäßigen Abgabenhehlerei nach Paragraphen 37, Absatz eins, Litera a,, 38 Absatz eins, Litera a, FinStrG und der Monopolhehlerei nach Paragraph 46, Absatz eins, Litera a, (aF) FinStrG, ist rechtlich weder ausgeschlossen, noch ist das Gegenteil aus der Entscheidung des VwGH vom 27.01.1979, B 504,505/77, ableitbar.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0086289

Dokumentnummer

JJR_19950323_OGH0002_0120OS00021_9500000_001
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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