RS OGH 2015/11/17 4Ob58/07v, 4Ob78/07k, 4Ob174/07b, 4Ob184/15k

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.05.2007
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Norm

AMG §50a Abs3 Z3
UWG §1 C2
  1. AMG § 50a heute
  2. AMG § 50a gültig ab 01.01.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 186/2023
  3. AMG § 50a gültig von 15.12.2012 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2012
  4. AMG § 50a gültig von 16.07.2009 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/2009
  5. AMG § 50a gültig von 02.01.2006 bis 15.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2005
  6. AMG § 50a gültig von 01.01.1989 bis 01.01.2006 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 748/1988
  1. UWG § 1 heute
  2. UWG § 1 gültig ab 20.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2022
  3. UWG § 1 gültig von 12.12.2007 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2007
  4. UWG § 1 gültig von 23.11.1984 bis 11.12.2007

Rechtssatz

Die Auffassung, dass § 50a Abs 3 Z 3 AMG idF des BG BGBl I 153/2005 (früher § 50 Abs 2 Z 3 AMG aF) nicht verlangt, dass Werbeaussagen zu Arzneimitteln von der Fachinformation positiv (ausdrücklich) gedeckt sein müssen, ist mit guten Gründen vertretbar. Gegen § 1 UWG iVm § 50a Abs 3 Z 3 AMG verstößt eine Werbung daher nur dann, wenn sie Angaben enthält, die mit dem Inhalt der Fachinformation im engeren Sinn unvereinbar sind, dh in einem sachlichen Widerspruch dazu stehen.Die Auffassung, dass Paragraph 50 a, Absatz 3, Ziffer 3, AMG in der Fassung des BG Bundesgesetzblatt Teil eins, 153 aus 2005, (früher Paragraph 50, Absatz 2, Ziffer 3, AMG aF) nicht verlangt, dass Werbeaussagen zu Arzneimitteln von der Fachinformation positiv (ausdrücklich) gedeckt sein müssen, ist mit guten Gründen vertretbar. Gegen Paragraph eins, UWG in Verbindung mit Paragraph 50 a, Absatz 3, Ziffer 3, AMG verstößt eine Werbung daher nur dann, wenn sie Angaben enthält, die mit dem Inhalt der Fachinformation im engeren Sinn unvereinbar sind, dh in einem sachlichen Widerspruch dazu stehen.

Entscheidungstexte

  • RS0122128">4 Ob 58/07v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 58/07v
  • RS0122128">4 Ob 78/07k
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 78/07k
    Beisatz: Für Arzneimittelspezialitäten, die nicht in die gesetzlich strenger geregelte Gruppe der Homöopathika fallen, ist daher die Werbung mit (tatsächlich zutreffenden) Wirkungen, die in der Fachinformation nicht genannt sind, den dort enthaltenen Informationen aber auch nicht widersprechen, nicht unlauter (iS eines Verstoßes gegen §1 UWG). (T1); Beisatz: Hier: Hinweis auf Reduktion der Diabetesinzidenz in Werbung an Ärzte, obwohl Arzneimittel nur für Bluthochdruck zugelassen ist. (T2)
  • RS0122128">4 Ob 174/07b
    Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 174/07b
    nur: Gegen § 1 UWG iVm § 50a Abs 3 Z 3 AMG verstößt eine Werbung nur dann, wenn sie Angaben enthält, die mit dem Inhalt der Fachinformation im engeren Sinn unvereinbar sind, dh in einem sachlichen Widerspruch dazu stehen. (T3); Beis ähnlich wie T1 jedoch: Eine (nicht irreführende) Werbung mit Wirkungen, die nicht in der Fachinformation genannt sind, ist grundsätzlich zulässig. (T4)
  • RS0122128">4 Ob 184/15k
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 184/15k
    Auch; Beisatz: Hier: § 50a Abs3 Z3 AMG idF BGBl I 110/2012. (T5), nur T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0122128

Im RIS seit

21.06.2007

Zuletzt aktualisiert am

13.01.2016
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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