Entscheidungen zu § 25 Abs. 5 WG 2001

Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG)

16 Dokumente

Entscheidungen 1-16 von 16

TE OGH 2007/4/24 17Ob5/07w

Entscheidungsgründe: Die Klägerin, ein deutsches Unternehmen, erzeugt Eierteigwaren und vertreibt diese unter anderem in Österreich und in Deutschland unter den für sie in Österreich und Deutschland für die Warenklasse 30 jeweils geschützten Wortbildmarken: Die österreichische Marke IR 605 451 ist seit 29. 7. 1993 registriert, die deutsche Basismarke DE 2035658 wurde am 5. 5. 1993 eingetragen. Die Beklagte, ein Unternehmen mit Sitz in Vorarlberg, ist Lebensmittelgroßhändler und ve... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 24.04.2007

TE OGH 1999/3/9 4Ob57/99g

Begründung: Rechtliche Beurteilung Die Urteilsveröffentlichung soll nach Lehre und ständiger Rechtsprechung eine durch den Wettbewerbsverstoß hervorgerufene unrichtige Meinung richtigstellen und verhindern, daß diese Meinung weiter um sich greift; sie dient der Aufklärung des Publikums über einen bestimmten Gesetzesverstoß, der auch in Zukunft noch nachteilige Auswirkungen besorgen läßt. Normzweck ist demnach das Bedürfnis, den entstandenen Schaden ... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 09.03.1999

TE OGH 1996/6/25 4Ob2153/96p

Entscheidungsgründe: Einer Samstagausgabe der Vorarlberger Nachrichten war ein ca 28 cm breiter und ca 40 cm hoher farbiger Werbeprospekt der Beklagten mit folgender ca 7 mm hoher Überschrift am oberen Rand des Titelblattes angeschlossen: "Was hat der Lutz, was andere nicht haben?" Auf dem Titelblatt der Broschüre war zudem ein mit Kochmütze und Kochmantel bekleideter Mann dargestellt, der sich über einen Computerbildschirm beugt, auf dem eine graphische Küchengestaltung darge... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 25.06.1996

RS OGH 1996/6/25 4Ob2153/96p

Norm: UWG §25 Abs5
Rechtssatz: Kann der Veröffentlichung des Urteilsspruches auch ein unbeteiligter Laie unschwer entnehmen, daß der Beklagte bestimmte, vom Kläger beanstandete, im einzelnen auch angeführte Behauptungen in Werbebroschüren und Werbemitteln wegen ihrer Unrichtigkeit zu unterlassen hat, so ist die durch die Urteilsveröffentlichung angestrebte Aufklärung der Öffentlichkeit gewährleistet. Einer ergänzenden Veröffentlichung der Wie... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 25.06.1996

RS OGH 1996/6/25 4Ob2153/96p, 4Ob57/99g, 17Ob5/07w

Norm: MSchG §55PatG 1970 §149 Abs2UWG §25 Abs5
Rechtssatz: In der Erkenntnis, dass mit der Veröffentlichung des Urteilsspruches allein die angestrebte Aufklärung der Öffentlichkeit nicht immer gewährleistet ist, eröffnete der Gesetzgeber in § 25 Abs 5 erster Satz UWG in der Fassung der UWG-Novelle 1980 die Möglichkeit der Veröffentlichung einer vom Urteilsspruch abweichenden oder ihn ergänzenden, auch für einen unbeteiligten Laien erfassbaren k... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 25.06.1996

TE OGH 1996/1/30 4Ob1/96

Entscheidungsgründe: Die Klägerin und die Beklagte handeln mit Möbeln. Die Beklagte warb in den Oberösterreich-Ausgaben der Tageszeitung "Neue Kronenzeitung" vom 1.10.1993, 24.10.1993, 4.11.1993 und 18.11.1993 sowie in Postwurfsendungen mit den Behauptungen "Die Nr. 1 zwischen München und Wien!" und (in den beiden erstgenannten Ausgaben) - etwas darunter in einem Kasten - "Wunderland des Wohnens". Im Inserat in der "Neuen Kronenzeitung" vom 4.11.1993 und vom 18.11.1993 war de... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 30.01.1996

TE OGH 1995/4/25 4Ob38/95

Entscheidungsgründe: Die Beklagte bot auf Seite 3 ihres in ganz Österreich verteilten Prospektes für Juli 1993 das Brillenmodell der Klägerin Nr. M 2159 um S 1.800 an und führte dazu aus, daß diese Brille am 13.5.1993 bei der Firma "D***** S 5.230 gekostet habe. Unterhalb der Brillenabbildungen und den dazu angeführten Preisen stand zu lesen: "Gleiche Fassung - Gleiche Glasstärke 190 % Preisunterschied". Weiters hieß es auf den Seiten 2 und 3: "DAS BESTE 1. Große Auswahl an mo... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 25.04.1995

TE OGH 1993/11/2 4Ob127/93(4Ob128/93)

Entscheidungsgründe: Die Erstklägerin und die Beklagte betreiben in Leoben Taxiunternehmen; der Zweitkläger hat seine Gewerbeberechtigung als Taxiunternehmer während des Verfahrens zurückgelegt und sein Begehren auf Kostenersatz eingeschränkt. Im Jahre 1984 erarbeiteten die in Leoben im Funktaxiring zusammengeschlossenen Taxiunternehmer und die freien Taxiunternehmer gemeinsam mit der Kammer der gewerblichen Wirtschaft eine Preisliste für Taxifahrten ab dem Standort Hauptpla... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 02.11.1993

RS OGH 1993/7/27 4Ob91/93, 4Ob127/93 (4Ob128/93), 4Ob38/95, 4Ob74/95, 4Ob1/96, 4Ob245/06t

Norm: UWG §25 Abs5
Rechtssatz: Die Auffassung, auch die Kostenentscheidung sei, weil Bestandteil des Spruches, mitzuveröffentlichen, kann nicht aufrechterhalten werden. Damit wird das Publikum nicht über einen maßgeblichen Umstand aufgeklärt. Entscheidungstexte 4 Ob 91/93 Entscheidungstext OGH 27.07.1993 4 Ob 91/93 Veröff: SZ 66/91 ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 27.07.1993

RS OGH 1993/7/27 4Ob91/93, 4Ob38/95

Norm: UWG §25 Abs5
Rechtssatz: Die Veröffentlichung der Ermächtigung zur Urteilsveröffentlichung hat insofern auch einen entsprechenden Aufklärungswert, als damit klargestellt wird, daß das Gericht ein berechtigtes Interesse des Klägers zur Urteilsveröffentlichung bejaht hat und nicht etwa der Kläger aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten die Veröffentlichung vornimmt. Entscheidungstexte 4... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 27.07.1993

TE OGH 1989/11/7 4Ob134/89 (4Ob1012/89)

Entscheidungsgründe: Die Beklagte vertreibt in Italien (ua) Hemden und Jogginganzüge mit der Markenaufschrift "B***". Sie steht mit der GI.RO Moda Italiana Textilgroßhandel GmbH Klagenfurt in Geschäftsverbindung; deren Geschäftsführer Willibald G*** hat bei der Beklagten in Italien einmal Waren mit der Aufschrift "B***" gekauft. Im Zuge dieser Geschäftsverbindung führte G*** im allgemeinen die gekauften Waren in der Form nach Österreich ein, daß er sie entweder mit dem Firmenlas... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 07.11.1989

TE OGH 1988/4/12 4Ob16/88

Entscheidungsgründe: Die beklagte Partei betreibt in Innsbruck in mehreren Verkaufsstellen das Blumenbindergewerbe. Sie hat seit Beginn des Jahres 1986 bis zur Erlassung der einstweiligen Verfügung vom 14.5.1986 (und weitgehend auch danach) die Betriebsstätten Höttinger Au 40 a, Amraserstraße 50 und Amraser Seestraße 6 jeweils an Sonn- und Feiertagen - und damit insgesamt an mehr als 6 Sonn- und Feiertagen im Jahr - offengehalten. Die Betriebsstätte Höttinger Au 40 a liegt vom (nä... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 12.04.1988

TE OGH 1988/3/15 4Ob12/88

Entscheidungsgründe: Die beklagte Partei betreibt in mehr als 50 Verkaufsstellen, darunter auch in der Zweigniederlassung in Linz, Mozartstraße 36 (Ecke Dinghoferstraße), das Gewerbe der Gärtner und Blumenbinder. Sie hielt dieses Geschäft vom Ostersonntag den 30.3.1986, bis zum 1.6.1986 an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet, ebenso an den weiteren Sonntagen 29.6., 13.7. und 20.7.1986. Die klagende Landesinnung (§ 14 UWG) begehrte zuletzt (ON 17, 34) die beklagte Partei schuldig z... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 15.03.1988

RS OGH 1984/4/17 4Ob322/84, 4Ob377/85, 4Ob336/87 (4Ob337/87), 4Ob12/88, 4Ob16/88, 4Ob134/89 (4Ob1012

Norm: UWG §25 Abs5
Rechtssatz: Die Entscheidung über die Prozeßkosten sowie der Ausspruch über die Ermächtigung zur Urteilsveröffentlichung gehören zum Urteilsspruch und sind, wenn die Voraussetzungen des § 25 Abs 5 UWG nicht vorliegen, in die Veröffentlichung des Urteilsspruches mitaufzunehmen. Entscheidungstexte 4 Ob 322/84 Entscheidungstext OGH 17.04.1984 4 Ob 322/84 Veröff: RdW 1... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 17.04.1984

RS OGH 1981/3/17 4Ob340/80 (4Ob341/80)

Norm: UWG §25 Abs5
Rechtssatz: Sind mehrere, für den beanstandeten Wettbewerbsverstoß in unterschiedlichem Ausmaß mitverantwortliche Beklagte vorhanden, ist eine Differenzierung bei der Veröffentlichung des Urteilsspruches dahingehend zulässig, daß die Beklagten nur in dem Teil des Urteilsspruches genannt werden, der ihnen zur Last gelegt worden ist. Entscheidungstexte 4 Ob 340/80 Ents... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 17.03.1981

RS OGH 1954/12/15 3Ob758/54

Norm: UWG §25 Abs5
Rechtssatz: Das Ausmaß der Veröffentlichung und der damit zu erzielenden Aufklärung hängt von dem Ausmaß der irreführenden Reklame ab. Entscheidungstexte 3 Ob 758/54 Entscheidungstext OGH 15.12.1954 3 Ob 758/54 Veröff: SZ 27/318 = ÖBl 1955,14 European Case Law Identifier (ECLI) ECLI:AT:OGH0002:1954:RS007... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 15.12.1954

Entscheidungen 1-16 von 16

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten