Entscheidungen zu § 229 Abs. 1 StPO

Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG)

12 Dokumente

Entscheidungen 1-12 von 12

RS OGH 2018/5/29 14Os33/18m

Norm: StPO §228StPO §229 Abs1
Rechtssatz: Die
Gründe: für einen Ausschluss der Öffentlichkeit sind in § 229 Abs 1 StPO taxativ aufgezählt und eng auszulegen. Dem (bloßen) Interesse der Wahrheitsforschung (hier: der ersichtlich intendierten Förderung der wahrheitsgemäßen Aussage des Zeugen) kann zwar durch § 250 Abs 1 StPO Rechnung getragen werden, ein (allenfalls zusätzlicher) Ausschluss der Öffentlichkeit wäre aber nur dann zulässig, wenn (auch... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 29.05.2018

RS OGH 2018/5/23 15Os46/18f

Norm: StPO §229 Abs1 Z2
Rechtssatz: Die Erörterung der beim Opfer aufgetretenen psychischen Folgen der Tat stellt einen Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit der Hauptverhandlung dar. Entscheidungstexte 15 Os 46/18f Entscheidungstext OGH 23.05.2018 15 Os 46/18f Beisatz: Dies gilt auch für die Vorführung der Ton? und Bildaufnahme der kontradiktorischen Vernehmung des Tatopfers. (... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 23.05.2018

RS OGH 2014/11/25 11Os80/14w

Rechtssatz: Der vorübergehende Ausschluss der Öffentlichkeit ist nach § 229 Abs 1 Z 1 erster Fall StPO – mit Blick auf den gegen jedwede Propagierung nationalsozialistischen Gedankenguts gerichteten Schutzzweck des VerbotsG – gerechtfertigt, um ein ungestörtes Vorführen (§ 253 StPO) gewaltverherrlichender oder menschenverachtender (Lied-)Texte zu ermöglichen. Entscheidungstexte 11 Os 80/14w Entscheidungstext OGH 25.11.2014 ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 25.11.2014

TE OGH 2008/1/29 11Os148/07k

Gründe: Mit dem angefochtenen Urteil wurden (jeweils in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung des SMG) Vasilis K***** und Zoran S***** des beim Versuch (§ 15 Abs 1 StGB) gebliebenen Verbrechens nach § 28 Abs 2 vierter Fall, Abs 4 Z 3 SMG (2.), Vasilis K***** überdies des Verbrechens nach § 28 Abs 2 zweiter und dritter Fall, Abs 4 Z 3 SMG (1.) schuldig erkannt. Danach haben am 22. Mai 2007 den bestehenden Vorschriften zuwider Suchtgift in einer das 25-fache der Grenzmenge (§ 28 ... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 29.01.2008

TE OGH 2000/11/14 Bsw35115/97

Begründung: Sachverhalt: Der Bf. verbüßt nach seiner Verurteilung wegen Mordes und Einbruchs seit 1987 eine 18jährige Freiheitsstrafe. Diese Freiheitsstrafe wurde zunächst in der Justizanstalt Graz-Karlau vollzogen. Dem Bf. gelang 1991 zwar ein Ausbruch, er wurde jedoch innerhalb eines Tages wieder gefasst. Im September 1994 wurde er nach Stein und am 8.5.1995 schließlich nach Garsten überstellt, da befürchtet wurde, dass er mit anderen Insassen erneut einen Ausbruch plante. Der Bf.... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 14.11.2000

TE OGH 1998/3/24 14Os161/97

Gründe:   Mit dem angefochtenen Urteil wurden Michael L*****, Daniel F*****, Jürgen H*****, Uwe V***** und Andreas Sch***** des Verbrechens der Vergewaltigung nach § 201 Abs 1 StGB (A), Michael L***** überdies der Verbrechen des Beischlafs mit Unmündigen nach § 206 Abs 1 StGB (B) und der Unzucht mit Unmündigen nach § 207 Abs 1 StGB (C) schuldig erkannt.   Darnach haben in Feldkirch   A/ Michael L*****, Daniel F*****, Jürgen H*****, Uwe V***** und Andreas Sch***** als Mittäter zwis... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 24.03.1998

RS OGH 1998/3/24 14Os161/97, 11Os148/07k, 13Os183/08y, 13Os101/11v, 14Os119/14b (14Os120/14z), 11Os1

Rechtssatz: Wird in der Verfahrensrüge (Z 3) bloß die Verletzung der Förmlichkeit des § 229 Abs 1 zweiter Satz StPO (Verkündung und Beurkundung des Ausschlussbeschlusses), aber kein sachlich ungerechtfertigter Ausschluss der Öffentlichkeit behauptet, fehlt es an der gesetzmäßigen Darstellung dieses Nichtigkeitsgrundes. Entscheidungstexte 14 Os 161/97 Entscheidungstext OGH 24.03.1998 14 Os 161/97 ... mehr lesen...

Rechtssatz | OGH | 24.03.1998

TE OGH 1997/11/24 Bsw20602/92

Begründung: Sachverhalt: Der Bf., ein ungar. Staatsangehöriger, war bei der Einreise nach Österreich aufgrund eines Haftbefehls festgenommen worden. Er stand unter Verdacht, mehrere Betrugsdelikte mit einer gestohlenen Kreditkarte begangen zu haben. In der Folge wurde die Untersuchungshaft über den Bf. verhängt. Gemäß einem graphologischen Gutachten war es unwahrscheinlich, dass die gefälschten Unterschriften vom Bf. stammten. Das Verfahren wurde eingestellt und die Freilassung d... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 24.11.1997

TE OGH 1997/11/24 Bsw21835/93

Begründung: Sachverhalt: Der Bf. war wegen Verdachts des Kreditkartenbetrugs in Untersuchungshaft. Nach zwei Wochen wurde er aus der Haft entlassen und das Verfahren vom Untersuchungsrichter eingestellt: Ein graphologisches Gutachten hatte ergeben, es sei nicht wahrscheinlich, dass die gefälschten Unterschriften vom Bf. stammten, ferner bestanden erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der von der Staatsanwaltschaft benannten Zeugen. Noch im selben Jahr machte der Bf. einen E... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 24.11.1997

TE OGH 1995/9/26 Bsw18160/91

Begründung: Sachverhalt: Der Bf. wurde von der lokalen Ärztekammer in nichtöffentlicher Sitzung von der Liste der zugelassenen Ärzte gestrichen, weil er einigen Patienten auf schriftlichem Wege Abmagerungskuren verschrieben hatte, ohne sie jemals persönlich untersucht zu haben. Nachdem die Strafe von der Abteilung für Disziplinarangelegenheiten der frz. Ärztekammer auf ein dreijähriges Berufsverbot reduziert worden war, wandte sich der Bf. an den Conseil d´Etat, der die Sache wegen ... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 26.09.1995

TE OGH 1989/10/11 14Os99/89

Gründe:   Auf Grund des Wahrspruchs der Geschwornen wurde der am 27. Oktober 1958 geborene Malergeselle Josef K*** (I.) des Verbrechens der versuchten Nötigung zum Beischlaf nach §§ 15, 202 Abs. 1 StGB, (II.) des Verbrechens des Mordes nach § 75 StGB und (III.) des Vergehens des Diebstahls nach § 127 StGB schuldig erkannt. Darnach hat er I. am 20.September 1987 zwischen Pertisau und Maurach außer dem Fall der Notzucht die Marianne W*** mit Gewalt, indem er sich in seinem PKW auf sie... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 11.10.1989

TE OGH 1985/6/4 11Os52/85

Gründe: Mit dem angefochtenen Urteil wurde der am 8.Februar 1953 geborene jordanische Staatsangehörige Bahij Mohammed A auf Grund des Wahrspruches der Geschwornen (im dritten Rechtsgang) des Verbrechens des teils vollendeten, teils versuchten Mordes nach den §§ 75 und 15 StGB als Beteiligter nach dem § 12 (zweiter und dritter Fall) StGB schuldig erkannt, weil er in Wien I./ im April 1981 zur Straftat des Hesham Mohammed B, nämlich zu dem von diesem als Beteiligter nach dem dritten F... mehr lesen...

Entscheidung | OGH | 04.06.1985

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