RS Vwgh 2012/3/22 2011/07/0221

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.03.2012
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
21/02 Aktienrecht
21/03 GesmbH-Recht
21/07 Sonstiges Handelsrecht
40/01 Verwaltungsverfahren
81/01 Wasserrechtsgesetz

Norm

AktG 1965 §220;
AktG 1965 §221;
AktG 1965 §222;
AVG §8;
GmbHG §96;
SpaltG 1996 §1;
SpaltG 1996 §14 Abs2 Z1;
SpaltG 1996 §17 Z5;
VVG §5;
VwGG §42 Abs2 Z1;
WRG 1959 §138;
WRG 1959 §50;
  1. VVG § 5 heute
  2. VVG § 5 gültig von 01.01.2022 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2020
  3. VVG § 5 gültig ab 01.01.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2022
  4. VVG § 5 gültig von 05.01.2008 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  5. VVG § 5 gültig von 01.01.2002 bis 04.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  6. VVG § 5 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. VVG § 5 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. WRG 1959 § 138 heute
  2. WRG 1959 § 138 gültig ab 01.01.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/1999
  3. WRG 1959 § 138 gültig von 01.10.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  4. WRG 1959 § 138 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990

Beachte

Besprechung in: ÖZW 3/2014, S 62 - 66;

Rechtssatz

Pflichten, die aus Nebenbestimmungen eines wasserrechtlichen Bewilligungsbescheids resultieren, können unter Umständen im Wege des § 5 VVG (durch Verhängung einer Zwangsstrafe) vollstreckt werden. Eine solche Maßnahme ist hinsichtlich eines Gesamtrechtsnachfolgers nicht anders zu beurteilen als etwa der Übergang der Verpflichtung zur Entrichtung von Pönalezinsen nach bankrechtlichen Vorschriften auf einen Universalsukzessor (Hinweis E 28. Februar 2000, 95/17/0138; E 18. März 2002, 99/17/0136). Wesentlicher Umstand für den Übergang von öffentlich-rechtlichen Pflichten und Haftungen auf den Universalsukzessor ist die enge Verknüpfung zwischen dem wasserrechtlichen Bewilligungsbescheid und der Durchsetzung der aus diesem Bescheid resultierenden Verpflichtungen (Hinweis E 28. April 2005, 2004/07/0196). Es ist kein sachlicher Grund dafür zu erkennen, die Frage des Übergangs der Haftung für die Erfüllung der aus der wasserrechtlichen Bewilligung resultierenen Pflichten auf einen Gesamtrechtsnachfolger in Bezug auf die Durchsetzung mittels eines wasserpolizeilichen Auftrags in anderer Weise zu beurteilen als etwa in Bezug auf deren Durchsetzung mitteils einer Zwangsstrafe im obgenannten Sinn. Ob die übertragende Gesellschaft auf Grund einer Spaltung nach dem SpaltG 1996 beendet wird oder fortbesteht, ist dabei nicht von entscheidungswesentlicher Bedeutung, weil die im SpaltG 1996 normierten Rechtswirkungen der Universalsukzession (vgl insbesondere §§ 1, 14 Abs 2 Z 1, § 17 SpaltG 1996) eben in dem Umfang, in dem Vermögensteile auf die übernehmende Gesellschaft übertragen werden, eintreten.Pflichten, die aus Nebenbestimmungen eines wasserrechtlichen Bewilligungsbescheids resultieren, können unter Umständen im Wege des Paragraph 5, VVG (durch Verhängung einer Zwangsstrafe) vollstreckt werden. Eine solche Maßnahme ist hinsichtlich eines Gesamtrechtsnachfolgers nicht anders zu beurteilen als etwa der Übergang der Verpflichtung zur Entrichtung von Pönalezinsen nach bankrechtlichen Vorschriften auf einen Universalsukzessor (Hinweis E 28. Februar 2000, 95/17/0138; E 18. März 2002, 99/17/0136). Wesentlicher Umstand für den Übergang von öffentlich-rechtlichen Pflichten und Haftungen auf den Universalsukzessor ist die enge Verknüpfung zwischen dem wasserrechtlichen Bewilligungsbescheid und der Durchsetzung der aus diesem Bescheid resultierenden Verpflichtungen (Hinweis E 28. April 2005, 2004/07/0196). Es ist kein sachlicher Grund dafür zu erkennen, die Frage des Übergangs der Haftung für die Erfüllung der aus der wasserrechtlichen Bewilligung resultierenen Pflichten auf einen Gesamtrechtsnachfolger in Bezug auf die Durchsetzung mittels eines wasserpolizeilichen Auftrags in anderer Weise zu beurteilen als etwa in Bezug auf deren Durchsetzung mitteils einer Zwangsstrafe im obgenannten Sinn. Ob die übertragende Gesellschaft auf Grund einer Spaltung nach dem SpaltG 1996 beendet wird oder fortbesteht, ist dabei nicht von entscheidungswesentlicher Bedeutung, weil die im SpaltG 1996 normierten Rechtswirkungen der Universalsukzession vergleiche insbesondere Paragraphen eins, 14, Absatz 2, Ziffer eins,, Paragraph 17, SpaltG 1996) eben in dem Umfang, in dem Vermögensteile auf die übernehmende Gesellschaft übertragen werden, eintreten.

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete Parteibegriff Parteistellung strittige Rechtsnachfolger Zustellung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011070221.X05

Im RIS seit

27.04.2012

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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