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001 Verwaltungsrecht allgemeinNorm
AMG 1983 §41b Abs2;Rechtssatz
Ein gesetzlich eingeräumter Anspruch muss auch rechtsstaatlich durchsetzbar sein (vgl. E VfGH 12. Dezember 1988, B 13/88 und B 150/88 = VfSlg. 11931; E VfGH 25. Juni 1992, G 282/91 = VfSlg. 13134; E VfGH 4. Oktober 1995, KI-9/94 = VfSlg. 14295; E VfGH 4. Dezember 1995, KI-11/94 = VfSlg. 14383; E VfGH 14. März 2001, G 68/99 = VfSlg. 16134; E VwGH 28. April 1997, 96/10/0049). Das Rechtsstaatsprinzip bringt das Gebot mit sich, die behördliche Festlegung von Rechtsfolgen an eine Form zu knüpfen, die einen verfassungsgesetzlich vorgesehenen Rechtsschutz sowie eine inhaltliche Überprüfung des entsprechenden Aktes ermöglicht (vgl. E VfGH 10. Dezember 2009, B 937/08=VfSlg 18941; E VfGH VfSlg. 11590/1987; E VfGH 13223/1992; E VfGH 13564/1993; E VfGH 13699/1994). Die gesetzliche Regelung der Ethikkommission bzw. deren Rechtsträger vermittelt im Fall der Versagung der in § 41b Abs. 2 AMG 1983 vorgesehenen Kundmachung einen Anspruch auf Erlassung eines Bescheides, der in der Sache über das Vorliegen der Voraussetzungen der Kundmachung abspricht. Dass dies vom Gesetzgeber auch intendiert ist, machen Materialien deutlich, dieEin gesetzlich eingeräumter Anspruch muss auch rechtsstaatlich durchsetzbar sein vergleiche E VfGH 12. Dezember 1988, B 13/88 und B 150/88 = VfSlg. 11931; E VfGH 25. Juni 1992, G 282/91 = VfSlg. 13134; E VfGH 4. Oktober 1995, KI-9/94 = VfSlg. 14295; E VfGH 4. Dezember 1995, KI-11/94 = VfSlg. 14383; E VfGH 14. März 2001, G 68/99 = VfSlg. 16134; E VwGH 28. April 1997, 96/10/0049). Das Rechtsstaatsprinzip bringt das Gebot mit sich, die behördliche Festlegung von Rechtsfolgen an eine Form zu knüpfen, die einen verfassungsgesetzlich vorgesehenen Rechtsschutz sowie eine inhaltliche Überprüfung des entsprechenden Aktes ermöglicht vergleiche E VfGH 10. Dezember 2009, B 937/08=VfSlg 18941; E VfGH VfSlg. 11590/1987; E VfGH 13223/1992; E VfGH 13564/1993; E VfGH 13699/1994). Die gesetzliche Regelung der Ethikkommission bzw. deren Rechtsträger vermittelt im Fall der Versagung der in Paragraph 41 b, Absatz 2, AMG 1983 vorgesehenen Kundmachung einen Anspruch auf Erlassung eines Bescheides, der in der Sache über das Vorliegen der Voraussetzungen der Kundmachung abspricht. Dass dies vom Gesetzgeber auch intendiert ist, machen Materialien deutlich, die
(unter Anderem) vom "subjektiven Recht auf ... Zulassung" sprechen
(vgl. RV 384 BlgNR, 22. GP).vergleiche Regierungsvorlage 384 BlgNR, 22. GP).
Schlagworte
Besondere Rechtsgebiete Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Parteienrechte und Beschwerdelegitimation Verwaltungsverfahren Rechtsverletzung des Beschwerdeführers Beschwerdelegitimation bejaht Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2012:2009100254.X04Im RIS seit
22.11.2012Zuletzt aktualisiert am
02.09.2015