RS OGH 2010/10/19 11Os99/10h

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.10.2010
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Norm

UrhG §91
StPO §71
StPO §445
StPO §485
  1. StPO § 71 heute
  2. StPO § 71 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 71 gültig von 17.02.2024 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 182/2023
  4. StPO § 71 gültig von 01.01.2021 bis 16.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 148/2020
  5. StPO § 71 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2004
  6. StPO § 71 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  7. StPO § 71 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 445 heute
  2. StPO § 445 gültig ab 01.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2016
  3. StPO § 445 gültig von 01.01.2016 bis 31.05.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  4. StPO § 445 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2010
  5. StPO § 445 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  6. StPO § 445 gültig von 01.03.1997 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 762/1996
  7. StPO § 445 gültig von 31.12.1975 bis 28.02.1997
  1. StPO § 485 heute
  2. StPO § 485 gültig ab 01.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2016
  3. StPO § 485 gültig von 01.06.2009 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2009
  4. StPO § 485 gültig von 01.01.2008 bis 31.05.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 485 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  6. StPO § 485 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Die Ergreifung von Zwangsmaßnahmen durch Privatankläger ist nach § 71 Abs 1 zweiter Satz StPO auf bekannte Angeklagte oder Betroffene beschränkt. Eine teleologische Reduktion des § 71 StPO in Richtung der Ermöglichung eines selbständigen Antrags des Privatanklägers auf Erlassung vermögensrechtlicher Anordnungen nach § 445 StPO auch bei vorerst unbekannten Betroffenen scheidet mangels erkennbar planwidrig überschießenden Regelungsgehalts aus.Die Ergreifung von Zwangsmaßnahmen durch Privatankläger ist nach Paragraph 71, Absatz eins, zweiter Satz StPO auf bekannte Angeklagte oder Betroffene beschränkt. Eine teleologische Reduktion des Paragraph 71, StPO in Richtung der Ermöglichung eines selbständigen Antrags des Privatanklägers auf Erlassung vermögensrechtlicher Anordnungen nach Paragraph 445, StPO auch bei vorerst unbekannten Betroffenen scheidet mangels erkennbar planwidrig überschießenden Regelungsgehalts aus.

Entscheidungstexte

  • RS0126294">11 Os 99/10h
    Entscheidungstext OGH 19.10.2010 11 Os 99/10h
    Beisatz: Der gegen unbekannte Täter gerichtete Antrag auf Abschöpfung der Bereicherung zielt im Ergebnis auf die Vornahme von Erhebungen zur Ausforschung der unbekannten Täter, sohin auf ein Ermittlungsverfahren ab, das nach § 71 Abs 1 letzter Halbsatz StPO in Privatanklageverfahren nicht stattfindet. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126294

Im RIS seit

14.12.2010

Zuletzt aktualisiert am

14.12.2010
Quelle: Oberster Gerichtshof (und OLG, LG, BG) OGH, http://www.ogh.gv.at
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